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Erdbeermarmelade mit Prosecco- der perfekte Start in den Tag

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Wenn ich neue Marmelade eingekocht habe, ist die Freude aufs Frühstück doppelt so groß. Marmelade aus dem Supermarkt, obwohl die Auswahl endlos ist, ist keine Alternative! Alles nur süß, meist viel zu fest in der Konsistenz, geschweige, dass man mit geschlossenen Augen schmeckt, um welche Frucht es sich da handelt. Einfach nur Früchte und Gelierzucker miteinander zu kochen, reicht nicht!

Meine Allzweckmittel beim Marmelade einkochen oder Kuchen backen: Alkohol. Da lasse ich meiner Intuition freien Lauf, was gut miteinander harmonsiert. Erdbeeren und Prosecco – das klingt doch auch irgendwie nach genialer Sommerbowle, oder? Ich finde, dass Alkohol den Geschmack aus Früchten, gerade wenn sie nicht besonders intensiv schmecken, herauskitzelt. Und wo gibt es noch, außer im eigenen Garten, Früchte oder auch Gemüse, die intensiv nach dem schmecken, was sie vorgeben zu sein?

Auch wenn die Erdbeerzeit vorbei ist, im Supermarkt werden Erdbeeren das ganze Jahr über angeboten. Das sollte nicht zur Regel werden, weil ich absolut für saisonale Ernährung bin! Aber immer noch besser, als Marmelade zu kaufen, die nicht schmeckt… Das Rezept funktioniert natürlich genauso mit allen anderen Früchten, die gerade Saison haben wie zum Beispiel Pfirsich oder Aprikose.

Ich koche immer mit einer großen Menge, da man fast ein Jahr überbrücken muss. Ich fange also erst gar nicht unter drei oder vier Kilo Früchten an.

Zutaten:

  • 4 Kilo Früchte
  • 1 Flasche Prosecco
  • 5 Päckchen Gelierzucker aus Rohrohrzucker á 500 Gramm
  • Orangenlikör oder Amaretto zum Abschmecken
  1. Erdbeeren vorbereiten: Ich habe in diesem Fall eine ganze Steige Erdbeeren gekauft, also fünf Kilo. Nach dem Putzen und Aussortieren der lädierten Beeren, sind gute vier Kilo geblieben. Ich entferne den Stil und viertele die Früchte. Zusammen mit einer ganzen Flasche Prosecco komme ich auf fünf Liter, dazu die entsprechende Menge 2:1 Gelierzucker. Der Topf muss also ausreichend groß sein. Bitte bedenken, dass die Masse noch etwas schäumt und hochkocht! Wie beim Backen greife ich auch hier auf Rohrohrzucker zurück, weil er einfach aromatischer schmeckt als herkömmlicher Zucker. Ich brauche fünf Packungen Gelierzucker á 500 Gramm. Beim Prosecco achte ich auch immer auf gute Qualität, nehme keinen aus dem Discounter für 1.99 Euro, sondern den, den ich auch gerne pur mit einem Eiswürfel trinken würde.
  2. Pürieren: Ich gebe die zerkleinerten Früchte in einen großen Kochtopf und püriere sie. Es ist Geschmacksache, ob man ganz fein püriert oder nur grob, so dass noch Stücke bleiben. Ich persönlich mag es lieber komplett zerkleinert, ansonsten hätte ich später Probleme mit meiner Einfülltechnik in die Gläser. Es ist wichtig, dass man die Masse genau abmisst, damit man die passende Menge Gelierzucker berechnen kann. Nun kommen der Prosecco und der Gelierzucker dazu, alles gut verrühren. Die letzte Packung gebe ich nie ganz dazu, sondern erst mal ungefähr ein Drittel. Ich mag es nicht, wenn die Marmelade zu fest wird…
  3. Aufkochen: Jetzt die Marmelade unter ständigem Rühren aufkochen. Es ist wirklich Vorsicht geboten, schnell mal wegrennen und die Marmeladengläser spülen, geht meistens schief! Da ich selbst eher ungeduldig und Multitasker bin, spreche ich aus eigener Erfahrung. Die Masse mindestens drei Minuten kochen lassen.
  4. Gelierprobe: ich stelle schon bevor ich mit dem Einkochen anfange einen kleinen Porzellan-Teller in den Kühlschrank, dann geliert die heiße Masse schneller. Ich gebe also einen guten Teelöffel heiße Marmelade auf den kalten Teller und stelle ihn noch einmal für ein paar Minuten in den Kühlschrank. Verläuft nach dem Abkühlen die Probe auf dem Teller, wenn man ihn schräg hält, dann noch etwas Zucker dazu geben. Für mich ist die Konsistenz von Roter Grütze perfekt. Wie eine gute Suppe schmecke ich auch die Marmelade ab! Wenn mir der Geschmack nicht taugt, gebe ich noch etwas Orangenlikör oder Amaretto dazu, dann ist das Ergebnis meist perfekt!
  5. Abfüllen: Das Abfüllen sollte schnell gehen, damit die Marmelade so heiß wie möglich in die vorher gut gespülten und abgetropften Gläser kommt. Gleich mit dem Deckel verschließen und auf den Kopf stellen. Zum Einfüllen habe ich vor Jahren eines meiner Lieblings-Tools bei Tchibo entdeckt. Ein Gefäß mit 1-Liter-Fassungsvermögen (zum Befüllen von Muffinformen gedacht), an dessen Boden sich eine runde Öffnung befindet, die sich mit Hilfe eines Hebels, der sich am seitlichen Henkel befindet, öffnen und schließen lässt. Ich fülle also einen Liter Marmelade in meine Wunderkanne, halte sie mittig über das Glas und betätige den Hebel, so dass die Masse ins Glas fließt. Ich lasse einen halben Zentimeter Rand und schließe die Öffnung.

Noch ein Wort zu den Marmeladen-Gläsern, wieder ‚typisch Heike’… Bei mir isst das Auge immer mit! Gläser, in denen mal Essiggurken, Oliven, Peperoni oder was auch immer beheimatet waren, sind für mich ein absolutes No-Go! Ich kann machen, was ich will, aber dann vergeht mir der Appetit und ich schmecke die Vorgänger. Ich kann mir gut vorstellen, dass gerade der essig-saure Geschmack in die Kunstoffisolierung des Deckels eingezogen ist und meine Vermutung gar nicht so abstrus ist… Notfalls, wenn der Gläservorrat noch nicht groß genug ist, kann man schöne oder neutrale Gläser auch günstig im Supermarkt kaufen und mit einem hübschen Tuch oder Papier verziert, hat man immer auch ein nettes Mitbringsel.

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