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As time goes by…

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Je älter ich werde, desto empfindlicher werde ich, wenn ich mit der Nase auf die Geschwindigkeit gestoßen werde, in der die Zeit an einem vorbei rauscht…

So war ich gestern bestens gelaunt mit meinem Auto und Klimaanlage auf low gestellt auf dem Weg, mich mit meiner Freundin in einer Mall zu treffen, um noch ein paar Klamotten für den Sommer zu shoppen. Plötzlich entdeckte ich am Straßenrand den ersten Kürbisstand! In grellem Orangerot blendete er mich, dass ich fast versucht war, meine Sonnenblende runter zu klappen. Weiß Gott wie lange er da schon steht, wahrscheinlich nicht erst seit gestern…
Gerade zeigt sich der Sommer doch noch mal von seiner besten Seite, wer will denn da schon Kürbisse kaufen? Wer bitte isst denn jetzt schon Kürbissuppe oder schnitzt Halloween-Fratzen?

Und damit nicht genug… In den Schaufenstern prangten schon die neuen Herbst-/Winter-Kollektionen. Dicke Strickpullis, warme Wintermäntel und schwere Winterstiefel… Leo- und Schlangenprint sind übrigens (wieder mal) total in und Doc Martens in allen Farben. Irgendwo in der hintersten Ecke, ganz versteckt, dann noch ein bisschen Summer-Sale…
Lustlos dahin gehängt, nur noch Teile in XS oder XXL…
Bald sind in Bayern die Sommerferien zu Ende und mit Stichtag 1. Schultag werden in den Supermärkten die Nikoläuse und Lebkuchen wieder in die Regale geräumt, also in spätestens 14 Tagen…
Früher habe ich mich darüber lustig gemacht und es positiv gesehen – wenigstens schmecken die Dominosteine jetzt am besten, weil Boden und Marzipan noch fluffig und weich sind und der Schokoladenüberzug noch nicht ranzig ist…

Aber was ist denn so schlimm daran? Dass die Zeit und damit das gesamte Leben so schnell vergeht! Immer schneller! Gerade noch die dicken Jacken in das Winterlager geräumt, jetzt ist der Sommer schon wieder so gut wie vorbei. Die letzte Kürbissuppe habe ich gefühlt vor zwei Monaten gekocht. Und jetzt muss ich auch schon langsam wieder an die Weihnachtsgeschenke denken, weil man sich ja jedes Jahr aufs Neue schwört, dass man nicht mehr alles auf den letzten Drücker kauft. Und um die Rente muss man sich kümmern, sie kommt auch schneller als man denkt! Push-up-Werbungen im Internet holen mich tagtäglich mit brachialer Gewalt auf den Boden der Tatsachen – Treppenlifte, Rentenzusatz- und Sterbegeldversicherung… Es geht alles so schnell! Und zwischendrin lässt man sich allzu oft durch Nebensächlichkeiten die gute Laune verderben…

Ich scheine aber nicht alleine so zu denken. Früher oder später macht sich jeder von uns diese Gedanken! Zu dieser Erkenntnis bin ich heute gelangt, als ich Sidos neuen Song „Leben vor dem Tod“ im Radio gehört habe. Geteiltes Leid und die Erkenntnis, dass ich nicht alleine diese Gedanken habe, wischten meine schlechte Stimmung so schnell wieder weg, wie ein kräftiger Wind die Regenwolken… Danke, lieber Sido! Jetzt kann ich den restlichen Sommer, der bestimmt noch bis weit in den Oktober hineinreicht, wieder unbeschwert genießen!

2 Kommentare

  • Marion Mayer-Hohdahl

    Ich komme ganz durcheinander mit der Mode 2019. Es kommt drauf an, wo ich bin: in Italien scheint jeder die engen Hosen weg gehaengt zu haben, aber auch in der Naehe von Genf sieht man die Schlabberhosen oder 3/4 langen weiten Hosen nicht, dagegen in Spanien ja. Also, wie zieht man sich an, wenn man monatelang in Europa reist? Ich bleibe immer noch bei meiner geliebten engen Jeans, die mich seit einigen Jahren begleitet, wuerde aber auch gerne auf dem neuesten Stand sein. Nur gefaellt mir z.Zt. nichts – auch nicht die laengeren Kleider. Vielleicht fuer die Molligeren super, aber ich moechte meine Beine mit 67 J. noch zeigen – ausserdem habe ich alle Kleider, Roecke kuerzer machen lassen. KURZ: was zieht man an? In Suedafrika ist es egal. Wie in den USA kann jeder die Kleidermode fuer sich jedes Jahr waehlen – Europa ist anders.

    • Heike Ermel

      Du brauchst nicht durcheinander kommen, liebe Marion, Du hast ganz richtig beobachtet! Alles ist möglich und vertreten – kurz, lang, weit, eng, uni, gemustert… Ich wüsste nicht, welcher Modetrend aktuell nicht vertreten ist. Hat den Vorteil, dass man schon alles im Kleiderschrank hängen hat, allenfalls nur noch den ein oder anderen Ergänzungskauf machen muss… Aber irgendwie auch schade, ich mag neue Trends und finde es dann immer spannend, wie man sich darin fühlt…

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