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Klassiker Apfelkuchen – feiner Zuckerteig, saftige Äpfel und zarte Streusel

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Der wohl beliebteste aller Kuchen: Apfelkuchen. Es gibt unzählige Varianten… Der Apfelstrudel, den ich bereits gepostet habe, ist auch eine Art… Für mich aber eher ein Nachtisch, als der ideale Begleiter zu einer schönen Tasse Kaffee…
Jeder hat da seine eigene Vorstellung vom perfekten Apfelkuchen. Ob gedeckt, als Tarte, mit einem Boden aus Hefeteig, mit Zuckerguss oder Rum-Rosinen…

„Apfelkuchen“ – welch ein schön klingendes Wort! Da werden Assoziationen laut… Saftige Äpfel, nicht zu süß, nicht zu sauer, natürlicher Apfelgeschmack, ein feiner Keksboden, knusprige Streusel – so stelle ich mir einen richtigen Apfelkuchen vor! Und wie oft bin ich enttäuscht, wenn ich in einem Café ein Stück ordere und meine Bilder im Kopf nicht erfüllt werden. Eigentlich immer… Der Teig schmeckt ranzig nach Backform, stört eher, als dass man ihn essen mag. Künstlich aromatisierte Äpfel, meist noch mit Anteilen von Kerngehäuse. Zu allem Überfluss ein klebriger Zuckerguss. Obendrein ein ordentlicher Sprühklecks künstlich schmeckender Sahne, um den widerlichen Geschmack zu neutralisieren. Wem schmeckt das, bitte schön?

Der perfekte Apfelkuchen: zarter Zuckerteig, saftig-aromatische Äpfel, knusprige Streusel

Bevor ich koche oder backe, stelle ich mir vor, wie mir das Gericht oder der Kuchen schmecken sollen. Im Prinzip ist das wie die Keyword-Recherche beim Schreiben… Und nach dieser Vorstellung schreite ich zur Tat!
MEIN Ideal eines Apfelkuchens: ein Boden, der nicht nur als Grundlage dient, sondern so wohlschmeckend wie ein Keks ist. Äpfel, die nach Apfel schmecken und feine Streusel als Topping.

Hier nun mein sorgfältig ausgetüfteltes Rezept für einen klassischen Apfelkuchen ohne viel Schnickschnack.

Rezept:

Klassischer Apfelkuchen

Zutaten:

  • 500 g Dinkelmehl (Typ 630)
  • 200 g Puderzucker
  • 3 Eigelb
  • 1 Prise Salz
  • 1 Vanilleschote
  • 275 g Butter
  • 6 mittelgroße Äpfel (je nach Geschmack eher süß oder sauer, hier: Boskop)
  • 100 ml Weißwein (Riesling)
  • etwa 4 Esslöffel Rohrohrzucker

Zubereitung des Zuckerteigs:

  1. Puderzucker, Eigelb, Salz und Vanillemark mit dem Schneebesen der Küchenmaschine dick und hellschaumig schlagen. Weiche Butter untermischen.
  2. Mehl mit den Händen oder dem Knethaken kurz unter den Teig kneten.
  3. Den Teig für 1 Stunde kühl stellen.

Vorbereiten der Äpfel:

Äpfel in Würfel schneiden

Die Äpfel vom Kerngehäuse befreien, achteln und dann in Würfel schneiden.
Für mich ich das so die ideale Form in Kombination mit dem zarten Zuckerteig und den Streuseln. Man kann die Äpfel aber genauso gut vierteln und in grobe Stücke schneiden oder fein reiben – ganz nach Geschmack.
Ich schäle die Äpfel grundsätzlich nicht, weil die Schale erstens nicht stört, zweitens dort wertvolle Vitamine enthalten sind und sie drittens für mehr Biss sorgt!

Äpfel in Weißwein kochen

Ich backe und koche gerne mit passendem Alkohol (Wein, Likör, Prosecco…), weil das den Geschmack abrundet und hervorhebt. Hier mariniere ich die Apfel-Würfel in 100 ml Riesling. Dafür köchele ich beides kurz in einem Topf auf mittlerer Hitze, so dass die Äpfel ganz leicht angegart sind und den Wein besser aufnehmen. Mit Zucker abschmecken, je nachdem wie süß man es mag. Ich brauche vier Esslöffel, das ist weder süß noch sauer. Immer bedenken, dass später noch der Zuckerteig und die Streusel dazu kommen.

Zuckerteig ausrollen, in die Form geben, Rand stehen lassen, Äpfel einfüllen

Teig und Äpfel in die Springform geben:

Nach dem Aufenthalt im Kühlschrank ist der Teig sehr hart. Ich lasse ihn weitere 10 Minuten bei Zimmertemperatur ruhen. Die Kugel in etwa zwei gleich große Hälften teilen. Die eine Hälfte noch einmal kräftig kneten, so dass sie geschmeidig wird und man sie gut ausrollen kann.
Wie beim russischen Zupfkuchen erleichtert mir eine Silikonbackmatte das Leben. Man kann den Zuckerteig auch mit den Händen in einen gut gefettete Springform füllen. Gleichmäßiger und leichter gelingt es, wenn man den Teig auf der bemehlten Backmatte auf den gewünschten Durchmesser mit einem Nudelholz ausrollt und ihn mit der Backmatte in die Form befördert. Das sollte schnell geschehen, damit der Teig nicht auf der Unterlage festklebt. Den Rand gleichmäßig hoch formen, den Boden mit einer Gabel mehrmals einstechen. Die Äpfel einfüllen.

Apfelkuchen mit Streusel

Wer die Streusel eher größer mag, der kann die zweite Hälfte des Teiges nun über die Äpfel „zupfen“. Ich mag Streusel lieber fein, gebe den Teig dafür noch einmal mit etwas Mehl in die Rührschüssel meiner Küchenmaschine und lasse den Schneebesen so lange seine Runden drehen, bis die Streusel die gewünschte Größe haben (siehe Foto oben).

Den Kuchen bei 180 Grad etwa 45 Minuten backen bis die Streusel schön goldgelb gebacken sind. Den Backofen ausschalten, die Tür einen Spalt öffnen und den Kuchen noch 10 Minuten ruhen lassen.
Bei Zimmertemperatur den Apfelkuchen weitere 30 Minuten in der Springform lassen, damit der Teig stabiler wird und beim Stürzen auf ein Kuchengitter nicht bricht.

Geheimtipp: halbgeschlagene Sahne

Ich mag diesen Apfelkuchen am liebsten direkt aus dem Kühlschrank. Dort hält er sich übrigens bis zu einer Woche und schmeckt von Tag zu Tag besser!

Obwohl ich kein Freund von Sahne bin, aber zu diesem feinen Apfelkuchen empfehle ich halb steif geschlagene Sahne mit einem Hauch Zimt!

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