Food

Superfood Grünkohl – im Norden wie im Süden

image_pdfimage_print

Fast schon zu spät, aber der nächste Winter kommt bestimmt, weshalb ich als Verfechter der saisonalen Ernährung mein Grünkohl-Rezept schnell noch poste… Gestern habe ich den letzten Grünkohl auf dem Wochenmarkt erstanden, der Winter und somit die Erntezeit sind so gut wie vorbei. Wohlgemerkt habe ich ihn in Bayern bekommen, denn Grünkohl ist in erster Linie ein norddeutsches Nationalgericht. Ich habe viele Jahre in Hamburg gelebt, ab November gab es keine Gastronomie ohne Grünkohl auf der Speisekarte. Seit über 20 Jahren lebe ich in Bayern, sage und schreibe einmal habe ich das Wintergemüse in einem Restaurant gegessen… Und das war ein vegetarisches…

Wie ich es schon bei meinen Salaten angemerkt habe, Wintergemüse ist mir das liebste, denn es hat durch die Bank einen stärkeren Eigengeschmack, daher braucht es gar nicht viel Raffinesse und Beilagen, um aus einem Gericht etwas ganz besonderes zu machen. Und entgegen der Angabe in vielen Rezepten, Grünkohl hat keine lange Garzeit, muss keine zwei Stunden auf dem Herd schmoren! Ansonsten gehen seine wertvollen Inhaltsstoffe verloren: Grünkohl hat den höchsten Gehalt an Betacarotin von allen Lebensmitteln und gehört zu den Kohlsorten mit dem höchsten Gehalt an Vitamin C, besonders wenn er roh verzehrt wird. Außerdem enthält er Senfölglykoside und relativ viel Vitamin K. Nicht umsonst ist Grünkohl das Superfood schlechthin!

Kurz und schmerzlos hier mein Grünkohl-Rezept, inklusive zweier Anrichtungs-Ideen!

Grünkohl-Rezept

(für 4 Personen, vegan)

Grünkohl
  • 2 kg Grünkohl
  • 1/2 l Gemüsebrühe
  • 5 EL Olivenöl
  • 2 große Zwiebeln
  • Salz
  • frisch gemahlener schwarzer Pfeffer
  • 2 EL Rohrohrzucker

Zubereitung:

Grünkohl putzen: das Grün vom Strunk abstreifen
  1. Die einzelnen Stiele vom Strunk schneiden oder reißen, dann gegen die Wuchsrichtung das Grün abstreifen, den Rest wegzupfen. Ich achte hier schon darauf, dass ich die Stücke mundgerecht zerkleinere, damit erspare ich mir einen zusätzlichen Arbeitsschritt.
  2. Den Grünkohl sorgfältig waschen! Am besten zweimal, denn sehr gerne ist er von kleinen, weißen Fliegen besiedelt. Mit der Salatschleuder trocknen.
  3. Die Zwiebeln klein würfeln, im Olivenöl andünsten, den Grünkohl dazugeben, kurz darin schwenken, die Brühe dazu gießen. Bei mittlerer Hitze etwa 20 Minuten mit geschlossenem Deckel garen. Zwischendurch umrühren.
    Grünkohl wird auch vielerorts ‚Braunkohl‘ genannt, was darin seine Begründung findet, dass er in gegartem Zustand eine bräunliche Farbe annimmt.
  4. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.
    Der Zucker ist kein Muss, allerdings mindert er den oft ’strengen‘ Kohlgeschmack und schmeckt dann sehr viel feiner.

Grünkohl mit Bratkartoffeln (vegan)

Grünkohl mit Bratkartoffeln

Kohlgerichte sind meist gleichbedeutend mit Kalorienbombe… Ja klar, wenn der Kohl in Schmalz angebraten und mit Speck, fetten Würsten und Kasseler gereicht wird!

Hier wird nur so viel Olivenöl wie nötig verwendet und etwas Fett braucht es, damit die Vitamine vom Körper aufgenommen werden.
Kocht man die Kartoffeln, eine festkochende Sorte, einen Tag vorher und verarbeitet sie erst am nächsten Tag zu Bratkartoffeln weiter, saugen sie sehr viel weniger Fett auf und werden wesentlich knuspriger! Ich empfehle Olivenöl zum Braten. Mit Salz, frisch gemahlenem Pfeffer und Muskatnuss würzen.

Spaghetti mit Grünkohl

Spaghetti mit Grünkohl

Zutaten:

(2 Portionen)

  • Spaghetti
  • 2 Handvoll Grünkohl (roh), oder vier Esslöffel gegarten
  • 2 Knoblauchzehen, gehackt
  • 2 EL Olivenöl
  • 5 Sardellenfilets
  • 1/2 Zitrone (Saft)
  • frisch gemahlener schwarzer Pfeffer
  • Parmesan

Zubereitung:

  1. Spaghetti kochen, 1 Tasse Nudelwasser auffangen.
  2. Knoblauch und Sardellenfilets in einer Pfanne in Olivenöl dünsten. Entweder bereits gegarten Grünkohl wie oben beschrieben zugeben oder rohen (er dünstet sehr schnell und schmeckt mit etwas Biss noch besser). Mit Zitronensaft und Pfeffer abschmecken.
    Salz braucht es nicht, da sowohl die Sardellenfilets, als später auch der Parmesan für den perfekten Gehalt sorgen. Mit Zitronensaft und Pfeffer abschmecken.
  3. Die Spaghetti dazu geben, das Nudelwasser vorsichtig zugießen, nur so viel wie die Nudeln aufnehmen. Kurz mit geschlossenem Deckel erhitzen.
  4. Mit Parmesan anrichten.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Seite verwendet Cookies, um die Nutzerfreundlichkeit zu verbessern und um personalisierte Werbung über die sozialen Medien zu schalten. Durch die weitere Nutzung der Webseite stimmen Sie der Verwendung von Ihren personengeschützten Daten ausdrücklich zu! Weiteres entnehmen Sie dem Datenschutz! Datenschutzerklärung