Stifado, griechischer Schmortopf
Food

Geschmortes Gemüse auf griechische Art

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Griechische Restaurants sind in Deutschland vor allem wegen ihrer Fleischberge so beliebt. Ein Teller voll Gyros, eine Platte voller verschiedener Fleischsorten… Seit ich mich erinnern kann… In den 80ern fingen die griechischen Gaststätten wegen ihrer Fleischportionen an zu boomen, das ist bis heute so geblieben. Ich selbst war noch nie in Griechenland, habe mir aber sagen lassen, dass dort überall komplett anders gegessen wird! Sehr viel raffinierter und vor allem auch erheblich mehr Gemüse.

Stifado aus Gemüse
Gemüse-Stifado – typisch griechisches Schmorgericht ohne Fleisch

Womit ich auch schon bei Thema bin! Denn ich poste heute ein typisch griechisches Gericht… Stifado – ein Schmorgericht, traditionell mit Rindfleisch oder Kaninchen, welche mit reichlich Zwiebeln, Tomaten und anderem Gemüse angebraten werden. Keine Frage, dass bei mir nichts Tierisches im Topf landet… Es wird stattdessen sehr viel verschiedenes Gemüse geschmort und mit den typischen Aromen Lorbeer und Zimt abgeschmeckt. Es ist keine schonende und nährstofferhaltende Zubereitungsweise, für die ich sonst so plädiere… Aber: irgendwann habe auch ich mal Lust auf was Deftiges… Das ist dieser Eintopf… Warum auch immer, aber er ist unglaublich herzhaft und sättigend. Es ist nur Gemüse, angebraten in etwas in Olivenöl…

Geeignet sind „robuste“ Gemüsesorten wie Karotten, Kartoffeln, Pastinaken oder Steckrüben (damit das Gemüse nicht durch das relativ lange Kochen komplett zerfällt) und alles, was für Geschmack sorgt (Schalotten, Lauch)…
Während des Kochens war ich skeptisch, ob das Gericht überhaupt fürs Foto taugt, weil das Gemüse zerkocht. Als ich die Fotos dann auf meinem großen Monitor gesichtet habe, war ich angenehm überrascht, dass das Gemüse-Stifado nicht nur hervorragend schmeckt, sondern auch noch optisch etwas hermacht.

Rezept für Stifado aus Gemüse

(Rezept für 4 Personen)

Stifado mit Gemüse, vegetarisch
Stifado mit festkochenden Gemüsesorten

Zutaten:

  • 500 g festkochende Kartoffeln
  • 4 große Möhren
  • 2 Pastinaken
  • 1 große Steckrübe
  • 500 g Schalotten
  • 2 Stangen Porree
  • 1 große Dose geschälte Tomaten (800 g)
  • 2 Knoblauchzehen
  • 2 Lorbeerblätter
  • 2 TL Zimt
  • 1 TL Paprika edelsüß
  • 1 TL Paprika scharf
  • 1 EL Rohrohrzucker
  • 1/4 l trockener Weißwein
  • 4 EL Olivenöl
  • Meersalz
  • Pfeffer

Kartoffeln, Karotten, Pastinaken und die Steckrübe schälen, in mundgerechte Stücke schneiden, in Salzwasser bissfest garen und zur Seite stellen.

Schalotten und Knoblauch rösten

Schalotten halbieren, Knoblauch in dünne Scheiben schneiden und in einem Schmortopf in Olivenöl scharf anbraten, bis die Zwiebeln leicht gebräunt sind. Mit Zucker karamellisieren und mit den Tomaten samt Saft und dem Weißwein ablöschen. Zimt, Paprika und Lorbeerblätter unterrühren und mit Salz und Pfeffer vorläufig abschmecken.

Alles Gemüse in einem Bräter schmoren

Lauchstangen putzen, grob zerteilen, zusammen mit dem vorgekochten Gemüse in den Topf geben und einmal kräftig aufkochen. Hitze reduzieren, Deckel drauf und eine Dreiviertelstunde köcheln. Zwischendurch umrühren. Mit Salz und Pfeffer abschmecken, fertig.

Tipp:
Beim Verkosten war es mir noch ein wenig zu „sauer“, die Karotten und Pastinaken hatten wahrscheinlich nicht genügend „Süßkraft“… Ich habe einen gehäuften Esslöffel meines Pflaumenmuses untergerührt. Dieses enthält neben Zimt auch Anis, Kardamom, Koriander und Nelke, was den Geschmack für mich perfektioniert hat! Kein Tipp für den Hochsommer, weil das Ergebnis doch etwas weihnachtlich anmutet. Für jetzt oder ab Herbst meines Erachtens aber das i-Tüpfelchen…

Stifado – einfach nur mit geröstetem Brot serviert

Zu diesem Gericht passt am besten mit Olivenöl geröstetes Baguette (Crostini), natürlich aus eigener Herstellung…

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