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Herrlich fruchtige Aprikosenkonfitüre – Hurra, die Saison ist eröffnet!

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Kürzlich habe ich eine DIY-Beauty mit Pfirsich und Aprikose gepostet. Die Steinfrüchte sind nämlich ein wahres Füllhorn an Inhaltsstoffen: ein hoher Anteil an Beta-Carotin, sie sind reich an Provitamin A, Vitamin C, Kalium, Magnesium, Kieselsäure, Eisen und Folsäure.

Jetzt wird es Zeit, dass ich die Früchte ihrer wahren Bestimmung zuführe, denn sie sind in erster Linie zum Essen da… Frisch geerntet wirken und schmecken sie natürlich am allerbesten. Aber wenn man die geballte Ladung an Aroma konservieren möchte, bietet es sich an, Marmelade damit zu kochen. Das ist mein liebster Verwendungszweck… Genau genommen handelt es sich in diesem Fall nicht um Marmelade. Marmelade heißt es nur dann, wenn das Erzeugnis aus Zitrusfrüchten und Zucker hergestellt wurde. Alles andere aus zerkleinerten Früchten und Zucker heißt Konfitüre. Alles, was aus dem Saft von Früchten und Zucker gekocht wird, nennt sich Gelee.

Der Aromabooster schlechthin: Aprikosen mit Fruchtwein verarbeiten

Wie gut, dass es jetzt langsam wieder los geht mit all meinen Lieblingsfrüchten, denn die Vorräte vom letzten Jahr sind komplett aufgebraucht… Den Anfang macht heute eine sehr geschmacksintensive, fruchtige Aprikosenkonfitüre.

Dass ich gerne mit Alkohol koche und backe, weiß derjenige, der meinen Blog und meine Rezepte schon etwas länger verfolgt. Lapidar ausgedrückt, pusht es unglaublich den Geschmack, macht das gewisse Etwas aus und kitzelt Aromen hervor, selbst wenn sie vordergründig oft nicht vorhanden sind! Genauer ist die Wirkungsweise in einem sehr interessanten Blog-Beitrag unter dem Titel „Kochen mit Wein für mehr Geschmack“ bei winetory zu lesen.

In der Tat waren meine Aprikosen nicht gerade ein Ausbund an Aroma. Ehrlich gesagt, schmeckten sie nach nichts! Aber wie ich meine Erdbeerkonfitüre mit Prosecco koche und das zu einem großartigen Ergebnis führt, blieb mir diese Option auch für meine Aprikosen.

Es war eher Zufall, dass meine Wahl gerade auf einen Ingwerwein mit Orange & Zitrone von Schäfer-Fruchtweine gefallen ist. Ich hatte noch einen Rest in der Flasche, die wir geöffnet hatten, als es thailändische Frühlingsrollen zum Abendessen gab. Und ich würde das Rezept hier nicht posten, wäre der Geschmackstest nicht äußerst positiv ausgefallen! Beim Einkochen duftete auf einmal das ganze Untergeschoss köstlich nach…. Ja, in der Tat nach Aprikose! Und was auch immer gerade der Ingwerwein mit der faden Aprikosenmasse angestellt hatte, es grenzte an ein Wunder!

Rezept für Aprikosenkonfitüre

Zutaten:

  • 2 kg Aprikosen
  • ca. 300 ml Ingwerwein
  • 1 Zimtstange
  • 1 Zitrone (Saft)
  • ca. 1 kg Gelierzucker aus Rohrohrzucker

Zubereitung:

Die Aprikosen werden halbiert, entkernt und nicht gehäutet

Die Aprikosen halbieren und entsteinen. In vielen Rezepten werden die Früchte gehäutet. Das mache ich nicht, weil auch dort wertvolle Nährstoffe enthalten sind und das Fruchtfleisch sowieso püriert wird.

Die vorbereiteten Früchte abwiegen und pürieren. Abzüglich beschädigter Stellen und der Kerne blieben mir etwa 1700 g Früchte. Mit Fruchtwein füllte ich auf 2 Liter, beziehungsweise 2 Kilo, auf. So, dass es einfach zu rechnen ist. Je nachdem also entweder mehr oder weniger Fruchtwein dazugeben.
Die Masse nun mit 1 kg Gelierzucker und Zitronensaft in einem großen Topf mischen, die Zimtstange untertauchen. Konfitüremasse bei starker Hitze unter Rühren aufkochen und 4 Minuten sprudelnd kochen lassen. Eine Gelierprobe machen, Konfitüre bei Bedarf abschäumen.

Mein Tipp: Ich mag weder eine zu feste Konstistenz, noch wenn die Konfitüre zu süß ist. Deshalb habe ich nur 750 g Gelierzucker verwendet! Die Gelierprobe war trotzdem schön zähflüssig, so wie ich es am liebsten mag. Außerdem schmeckte ich ab und mir fehlte noch etwas Zimtaroma. Also habe ich mit etwa einem TL Zimtpulver nachgeholfen.

Die Konfitüre sofort randvoll in vorbereitete Gläser mit Schraubverschluss füllen und verschließen. Gläser 5 Minuten auf den Kopf stellen, wieder umdrehen und abkühlen lassen.

2 Kommentare

  • Cathrin

    Liebe Heike,
    vielen Dank für das neue Rezept, ich habe mich so gefreut, denn nun weiß ich, was ich das nächste Mal Leckeres zaubern kann, wenn ich wieder mal aus Versehen geschmacklose Aprikosen kaufe. Auf was für Ideen du immer kommst!
    Ich werde mir auf jeden Fall ein paar Fläschchen von dem Fruchtwein besorgen, ich kann mir zwar noch nicht ganz vorstellen, dass ich mich für Fruchtweine begeistern könnte, aber ich bin wirklich neugierig geworden und ich kann ihn ja jederzeit in die Marmelade rühren. Außerdem habe ich festgestellt, dass Vorderweidenthal hier um die Ecke liegt. Ich bin schon sehr gespannt…..
    Liebe Grüße Cathrin

    • Heike Ermel

      Meine liebe Cathrin, ich freue mich sehr, dass der Funke übergesprungen ist! Mir ging es ähnlich, als ich zum ersten Mal von Fruchtweinen gehört habe… Ich dachte sofort an ein süßes Getränk und an die Geburtstage meiner Großmutter… Weit gefehlt! Wirklich mal ganz was anderes und jetzt kann man Essen und Wein noch besser aufeinander abstimmen! Denn zu asiatischen Gerichten passen die Fruchtweine zum Beispiel perfekt und fast noch besser als der Klassiker aus Trauben… Die Marmelade beziehungsweise Konfitüre schmeckt wirklich großartig damit… Ich bin gespannt, was du sagst, wenn du sie gekostet hast!
      Herzliche Grüße
      Heike

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