Paul

Paul im Glück – Backen für den 1. Geburtstag

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Überflüssig zu erwähnen, dass ich meinen Hund sehr liebe… Wer tut das nicht… Aber bei mir hat das Backen einen komplett anderen Hintergrund. Klar, weil ich ihn liebe, aber natürlich will ich meinem Hund an seinem 1. Geburtstag auch eine Freude machen, eine richtige Freude! Ich gebe mir grundsätzlich Mühe mit Geburtstagsgeschenken… Ich verschenke nie Gutscheine oder irgendwas, Hauptsache ein Geschenk, sondern immer etwas, worüber ich denke, dass man sich freut. Mensch und Tier!
Pauls Vorgängerin zum Beispiel wurde von Anfang an bewundert, weil sie so unglaublich schön war. Das machte sie stolz, da war sie immer ganz aufgeregt, wenn sie frisch gebürstet war, eines ihrer schönen Halsbänder trug und man vor Entzücken die Hände vorm Gesicht zusammen schlug. Also gab es zu jedem Geburtstag immer ein neues Halsband. Und ein neues Spielzeug, groß, weich und es musste aus ihrem Mund heraushängen, wenn sie es von A nach B trug.

Paul ist anders! Er macht sich nichts aus hübschen Halsbändern oder aus liebevoll ausgesuchtem Spielzeug! Er zerfetzt Papier, kaut an einem großen Stück Kaffeeholz und liebt einen Miniaturhasen aus Plüsch, den er mit einem Haps verschlucken könnte. Er wälzt sich, mit was auch immer er um seinen muskulösen Hals trägt, mit seiner Schwester hemmungslos im Dreck.

Dafür isst er für sein Leben gern! Ich verwende nicht gerne das Wort ‚fressen‘, auch nicht bei Tieren… Aber bei Paul würde es viel besser passen… Paul ‚isst‘ nicht, auch nicht mit viel Wohlwollen betrachtet… Paul vernichtet, verschlingt, saugt auf, inhaliert, stiehlt, was das Zeug hält… Alles in seiner Reichweite wird vereinnahmt und geräubert! Ohne Punkt und Komma. Egal, dass ich jedes mal schimpfe wie ein Rohrspatz oder er ins Exil muss! Ich bekam den Tipp, weil er schlimmer als Ali Baba und die 40 Räuber zusammen ist, ihn sich mal richtig satt essen zu lassen. Ich bin mir absolut sicher, würde ich ihm seine ganze Monatsration an Dosen vor die Nase setzen, er würde lieber platzen oder tot umfallen, bevor er sich seinem Sättigungsgefühl ergeben würde.

Was macht ein liebendes Frauchen also, das ihrem Hund eine besondere Freude machen möchte? Es steht drei Tag lang in der Küche und bäckt und bäckt und bäckt. Ohne vorher gewusst zu haben, was dabei herauskommen würde. Weil ich die Rezepte ja erst erfinden musste… Einzig die Vorstellung, dass es viel sein musste, am besten ein ganzer Berg! Dass mein Hund nachts davon träumt! Um mir vielleicht in naher Zukunft, irgendwann eben, den Gefallen zu tun, etwas zurückhaltender zu sein, nicht mehr so rücksichtslos feindlich zu übernehmen.

Na ja, gesund sollten die Backwerke schon auch sein… Wir möchten ja noch gaaaaanz viele Geburtstage mit unserem Paulchen feiern. Klangvolle Zutaten in Bioqualität habe ich verarbeitet. Das Getreide wurde von meiner Naturkostladen-Besitzerin liebevoll frisch gemahlen oder geschrotet. In meiner wöchentlichen Gemüsekiste fanden sich rein zufällig wunderbar knackige Mohrrüben in leuchtendem Orange. Die Süße stammt teilweise von köstlichen Feigen, die unglaublich gesund für Hunde sind, aber auch vom Rübenkraut. Zum Binden habe ich statt Eier Apfelmus verwendet…

Alle Backwerke sind frei von tierischen Inhaltsstoffen. Was für uns nicht gut ist, ist es auch nicht für unsere Lieblinge. Woher kommen sonst all die Allergien, Zahn- oder Fellprobleme? Oder glaubt man wirklich, wenn auf der Verpackung ‚für den menschlichen Verzehr geeignet‘ steht? Ich schon, bis eine befreundete Tierheilpraktikerin mir von ihrer Ausbildung zur Ernährungsberaterin erzählt hat. ‚Huhn‘ bedeutet nicht das zarte Brüstchen oder saftige Keulchen! ‚Huhn‘ bedeutet: Schnabel, Federn, Krallen, Füße, Knochen…

Ich bin keine Ernährungsberaterin, weder für Mensch noch Tier, das ist eine Wissenschaft für sich und das kann und möchte ich nicht leisten. Aber wenn ich so lese, was auf den Verpackungen steht, bin ich mir ziemlich sicher, dass ich bei einer Prüfung bestimmt nicht schlechter abschneiden würde, zumal auch keine Konservierungsstoffe enthalten sind.
Nicht, dass Paul ein vertrauenswürdiger Maßstab wäre, denn es gibt nichts, was er nicht essen würde! Aber wenn ich nicht irre, war er bei den eigens für ihn gebackenen Naschwerken, noch gieriger als sonst. Noch schneller. Noch blinder vor Gier. Auf einmal kam da eine Hundeschnauze aus dem Nichts und hat weggeschlungen, was gerade erreichbar war.

Es waren wirklich erschwerte Bedingungen, unter denen ich gebacken und fotografiert habe. Ganz oft war Exil angesagt und ich musste Paul in einem anderen Zimmer unterbringen, sonst würde es jetzt diese Bilder nicht geben…
Mein Mann hat vorab meine Bildauswahl gesichtet und verstand den Aufdruck ‚wild thing‘ auf einem der Kartons in der Deko nicht. Ich allerdings finde, dass nichts besser passt und bin ganz besonders stolz auf gerade diese Requisite…
Mehr über Paul, meinen liebenswerten Hovawart, kann man hier nachlesen.

Kleines Früchtebrot

Früchtebrot für Hunde

Zutaten:

(für drei kleine Brote)

  • 200 g gemischte Trockenfrüchte
  • 100 g Feigen
  • 250 g Haselnusskerne
  • 100 g Kokosflocken
  • 2 EL Zuckerrübensirup (Rübenkraut)
  • 4 EL Apfelmus
  • 2 EL Semmelbrösel

Zubereitung:

Die Trockenfrüchte etwa 30 Minuten in Wasser einweichen. In ein Sieb schütten, mit Küchenpapier trocken reiben und grob hacken.
Die Feigen vom Stein befreien, ebenfalls zerkleinern.
Trockenfrüchte und Feigen mit den restlichen Zutaten zu einem Teig verkneten und 30 Minuten abgedeckt ruhen lassen.

Backofen auf 175 Grad (Ober- und Unterhitze) vorheizen.

Den Teig in drei gleich große Portionen teilen, zu kleinen runden und flachen Kuchen formen. Auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech setzen. 30 Minuten backen, auf einem Kuchengitter auskühlen lassen.

2 Wochen gekühlt haltbar.

Cantuccini aus Maismehl

Cantuccini für Hunde

Zutaten:

ca. 40 Stück

  • 200 g Maismehl
  • 100 g gehobelte Mandeln mit Schale
  • 2 EL Apfelmus
  • 1 EL Agavendicksaft
  • 1 EL Olivenöl
  • 1 EL Zuckerrübensirup (Rübenkraut)
  • ca. 100 ml Wasser

Zubereitung:

Alle Zutaten zu einem kompakten Teig verkneten, eventuell noch etwas Wasser dazu geben. Den Teig teilen und zu zwei Rollen formen. Abgedeckt im Kühlschrank eine Stunde ruhen lassen.

Backofen auf 175 Grad vorheizen.

Die Teigrollen vorsichtig flach drücken, in etwa 1 cm dicke Scheiben schneiden und auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech legen. 20 Minuten backen lassen, Backofen ausschalten, Tür einen Spalt öffnen und die Cantuccini noch etwas trocknen lassen.

1 Monat haltbar.

Heidelbeer-Bananen-Muffins

Muffins mit Heidelbeeren und Bananen

Zutaten:

20 Stück

  • 250 g grobe Haferflocken
  • 100 g Dinkelvollkornmehl
  • 125 Weizenschrot
  • 2 EL Haferkleie
  • 3 TL Weinsteinbackpulver
  • 3 EL Agavendicksaft
  • 2 EL Apfelmus
  • 2 Bananen
  • 100 g Heidelbeeren
  • ca. 150 ml Wasser

Zubereitung:

Alle Zutaten bis auf die Bananen und Blaubeeren mit dem Wasser zu einem Teig verkneten.

Die Bananen mit einer Gabel zerdrücken und unter den Teig mischen, dann die Blaubeeren dazugeben.

Den Backofen auf 175 Grad vorheizen.

Den Teig in Muffin-Förmchen füllen. Am besten aus Silikon oder Teflon. Die Papierförmchen sehen zwar süß aus, aber wegen des Fruchtsaftes der Blaubeeren bleibt das Papier an den Muffins kleben.

25 Minuten backen. Die Muffins aus den Förchen nehmen und auf einem Kuchengitter auskühlen lassen.

Etwa 4 Tage gekühlt haltbar.

Apfel-Karotten-Makronen

Haferflocken-Makronen mit geriebenen Karotten und Äpfeln

Zutaten:

für etwa 50 Stück

  • 1 Apfel (z.B. Boskop)
  • 1 Karotte
  • 150 g Dinkelvollkornmehl
  • 150 g grobe Haferflocken
  • 4 EL Apfelmus
  • 3 EL Zuckerrübensirup (Rübenkraut)

Zubereitung:

Den Apfel und die Karotten fein raspeln und mit den restlichen Zutaten zu einem leicht formbaren Teig verkneten. Notfalls noch etwas kaltes Wasser zugeben.

Den Backofen auf 175 Grad vorheizen.

Backblech mit Backpapier belegen. Mit 1 Teelöffel einen gehäuften Teelöffel von der Masse wegnehmen und mit Hilfe des 2. Teelöffels als Makrone auf das Backblech setzen. 25 Minuten backen lassen, den Backofen ausschalten und bei geöffneter Tür noch ein wenig nachtrocknen lassen.

Etwa 3 Wochen haltbar.

Grissini mit Thymian und Oregano

Softe Grissini mit Tofu und Karotten

Zutaten:

ca. 50 Stück

  • 200 g Tofu
  • 3 mittlere Karotten
  • 3 EL Leinöl
  • 4 EL Apfelmus
  • 250 g Dinkelvollkornmehl
  • 1 TL Thymian
  • 1 TL Oregano

Zubereitung:

Den Tofu zerbröseln, die Karotten fein reiben. Zusammen mit dem Leinöl in einem schmalen, hohen Rührbecher pürieren. Das Püree mit Apfelmus, Mehl und den Kräutern verkneten.

Der Teig eignet sich übrigens hervorragend zum Ausstechen. Schneller und von der Form mal etwas anderes, gehen die Grissinis.

Der teig eignet sich hervorragend auch zum Ausstechen

Backofen auf 175 Grad vorheizen.

Den Teig auf einer bemehlten Arbeitsfläche etwa 1/2 cm dick ausrollen und für die Grissini in ungefähr 2 x 5 cm große Streifen schneiden. Die Streifen jeweils in den Handflächen zu kurzen Grissinis rollen und aufs mit Backpapier ausgelegte Bleck legen.
20 Minuten backen, nach der Hälfte der Backzeit die Grissinis drehen. Im ausgeschalteten Backofen bei leicht geöffneter Tür noch etwas verweilen lassen.

Etwa 2 Wochen haltbar.

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