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Vegane Donauwelle – den Klassiker neu interpretiert

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Ich lebe in Neuburg, einer idyllischen Kleinstadt direkt an der Donau gelegen. Ich wohne mit Blick auf die Donau – herrlich. Man kann hier so schön spazieren gehen und hat fast immer den Fluss im Blick, so macht das Gassi gehen mit meinem Paul noch mehr Spaß.
Schicksal oder Zufall, dass die Donauwelle zu meinen favorisierten Kuchen zählt… Auf jeden Fall ist die Donauwelle heute mein Hauptakteur und ich habe mein Bestes gegeben, dass sie NOCH besser schmeckt.
Der Kuchen setzt sich zusammen aus einem Rührteig, Sauerkirschen, Puddingcreme und Schokoladenglasur. Die Donauwelle besteht aus hellem und dunklen Teig, drückt man die Kirschen hinein, entstehen die typischen wellenförmigen Verwirbelungen. Gewöhnlich wird das ganze auf einem Kuchenblech gebacken und in rechteckigen Stücken serviert.

Den Klassiker Donauwelle neu interpretiert

Im Großen und Ganzen bin ich dem Original treu geblieben, habe aber ein paar kleine Abänderungen vorgenommen. So habe ich die Kirschen nicht traditionell auf dem Teig verteilt, sondern ein Kompott daraus gekocht. Für mich waren es immer zu wenig Kirschen und damit zu wenig Kirschgeschmack, noch dazu war der Teig unschön verfärbt. Nun profitiert man zusätzlich vom Kirschsaft, für den man keinen anderen Verwendungszweck mehr suchen muss. Den hellen und den dunklen Teig habe ich mit einer Gabel vermischt, wie es auch beim Marmorkuchen gemacht wird. Übrigens handelt es sich hier auch 1:1 um mein Marmorkuchen-Rezept...
Ich habe den Kuchen nicht auf dem Blech gebacken, sondern in einer eckigen Form. Dadurch wird er höher, trocknet beim Backen nicht aus und bleibt saftiger.
Schließlich habe ich die Schokoladenglasur mit Kokosöl und Hafersahne geschmeidiger gemacht, damit sie sich besser schneiden lässt. Außerdem schmeckt sie so sehr viel milder.

Statt die Kirschen im Teig zu verbacken, werden sie zu Kompott gekocht

Die Kirschen extra zu einem Kompott zu kochen, ist natürlich nur eine Option. Wie gewohnt kann man sie genauso gut im Teig verbacken. Macht ihn natürlich auch saftig. Aber da die Basis auch so weich genug ist, habe ich mich zur Abwechslung für diese Zubereitung entschieden. Ich persönlich finde den gedeckten Kaffeetisch mit einer Schale Kompott auch ansprechender…

Rezept für Vegane Donauwelle

Zutaten:

Für den Teig:

(für eine eckige Springform 28 x 18 cm)

  • 500 g Dinkelmehl
  • 250 g Margarine
  • 250 g Rohrohrzucker
  • 10 EL Apfelmus
  • 400 ml Pflanzenmilch
  • 1 Päckchen Backpulver
  • 2 EL Kakao
  • optional: Mandellikör

Für die Creme:

  • 250 g Margarine
  • 1 Packung Vanillepuddingpulver
  • 500 ml Pflanzenmilch

Für den Schokoladenguss:

  • 150 g vegane Kuvertüre
  • 20 g Kokosöl
  • 30 ml Agavendicksaft
  • 60 ml Hafersahne

Für das Kompott:

  • 500 g Sauerkirschen aus dem Glas
  • 100 g Rohrohrzucker
  • 250 ml Kirschsaft
  • wahlweise Zimt

Zubereitung:

Den Backofen auf 180 Grad vorheizen.

Für den Rührkuchen zuerst alle trockenen Zutaten miteinander vermengen: Backpulver unter das Mehl mischen, Zucker dazu.

Milch, Margarine und Apfelmus auf die Mischung geben und alles schnell mit dem Schneebesen der Küchenmaschine glatt rühren.

Die Hälfte des Teiges in eine gut gefettete Guglhupf- oder Kastenform geben. Die andere Hälfte mit dem Kakao und etwas Mandellikör mischen und auf dem hellen Teig verteilen.
Mit einer Gabel beide Teige miteinander verwirbeln.

Auf der mittleren Schiene etwa 45 Minuten backen. Stäbchenprobe machen und gegebenenfalls noch ein paar Minuten zugeben oder ausgeschaltet bei geschlossener Backofentür noch etwas ruhen lassen.

Den Kuchen in der Backform auf einem Kuchengitter auskühlen lassen, erst dann stürzen.

Für die ‚Buttercreme‘ den Pudding nach Packungsanleitung kochen und bei Zimmertemperatur abkühlen lassen.

Zimmerwarme Margarine mit dem Schneebesen der Küchenmaschine schaumig rühren. Pudding löffelweise unterrühren, bis eine schöne, homogene Creme entsteht.

Margarine und Pudding sollten unbedingt die gleiche Temperatur haben, damit die Masse beim Mischen nicht flockt!

Die Creme gleichmäßig auf dem Kuchen verteilen und glatt streichen.

Für den Schokoladenguss zuerst die Kuvertüre im Wasserbad schmelzen, dann das Kokosöl und die Hafersahne dazu geben und glatt rühren.

Noch flüssig und warm über den Kuchen und die Creme gießen, gleichmäßig verteilen und je nach Geschmack leichte Wellen ziehen, zum Beispiel mit der Rückseite eines Esslöffels.

Donauwelle auf Fruchtspiegel aus Kirschen

Für das Kirschkompott Kirschen, Saft und Zucker zusammen etwa 10 Minuten bei mittlerer Hitze köcheln lassen, bis die Kirschen weich sind und die gesamte Masse etwas eingedickt ist. Abkühlen lassen.

Eine weitere Idee für’s Anrichten: Das Kompott pürieren und die Donauwelle auf einem Fruchtspiegel servieren.

Tipp: Die Donauwelle muss wegen der Creme natürlich im Kühlschrank aufbewahrt werden. Sehr viel besser schmeckt der Kuchen allerdings bei Zimmertemperatur!

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