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Pide – ein fluffiges Fladenbrot für viele Gelegenheiten

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Unser tägliches Brot. Der eine kann nicht ohne leben, der andere meidet es, wie der Teufel das Weihwasser. Da als Dickmacher und ungesund verpönt. Nun ja, wo positioniere ich mich? Ich sehe das, ehrlich gesagt, alles nicht so eng. Manchmal liebe ich ein Brötchen zum Frühstück, das nicht zwingend vor Körnern strotzen muss. Ein Stück Brot zu Suppe oder Salat. Ein üppig belegtes Sandwich aus selbstgebackenem Toastbrot… Die Menge macht das Gift, beziehungsweise die Pölsterchen auf der Hüfte.

Pide – weiches Fladenbrot aus Hefeteig

Bestimmte Lebensmittel kaufe ich gerne beim Türken. Daher weiß ich: Egal, um welche Tageszeit, die beeindruckenden Fadenbrot-Stapel scheinen nicht kleiner zu werden, obwohl der Brotklassiker tütenweise aus dem Laden getragen wird.

Ein Gedicht: Ful/Foul/arabisches Bohnengericht mit frisch gebackenem Pide


Pide, oder auch Pitta genannt, ist ein von Griechenland bis zum Nahen Osten verbreitetes, etwas dickes, weiches Fladenbrot aus Hefeteig. Es dient, täglich mehrmals frisch gebacken, als Beilage zu fast allen Mahlzeiten. 

Am Wochenende hatte ich mal wieder unbändige Lust auf Ful (auch Foul genannt), ein arabisches Bohnengericht aus Kichererbsen oder Fava-Bohnen, Spitzpaprika und Zwiebeln – mal wieder etwas für den Proteinhaushalt tun… Es schneite, ich hatte keine Lust, das Haus zu verlassen, weshalb ich das perfekt zum Essen passende Pide einfach selbst gebacken habe. Kurz und schmerzlos. Und frisch aus dem Ofen schmeckt es einfach am besten. Ansonsten kurz vorm Essen noch einmal zum Aufwärmen in den Ofen legen.

Das nächste Mal werde ich eine Partie einfrieren, da man eine Menge damit anstellen kann. Es eignet sich schließlich auch zum Füllen, da es die Basis eines jeden Döners ist – vegan versteht sich natürlich.

Rezept für Pide – fluffiges Fladenbrot aus Hefeteig

Für 6 Stück

Zutaten:

  • 500 Gramm Dinkelmehl (Typ 630)
  • 1 Würfel Hefe
  • 1 EL Agavendicksaft
  • 2 TL Salz
  • 8 EL Olivenöl
  • 1 EL Sesamsamen
  • 1 TL schwarze Sesamsamen

Zubereitung:

Mehl in eine große Rührschüssel geben, eine Mulde graben, die Hefe hineinbröckeln, den Agavendicksaft darüber träufeln. Vorsichtig 1/4 Liter lauwarmes Wasser dazugeben und mit einer Gabel etwas Mehl zu einem kleinen Vorteig einarbeiten.
Die Schüssel etwa 15 Minuten abgedeckt an einem warmen Ort ruhen lassen.

Salz und Öl dazugeben und mit der Küchenmaschine oder von Hand etwa 5 Minuten glatt und geschmeidig kneten.
Den Teig wieder, dieses Mal für etwa 1/2 Stunde, abgedeckt an einem warmen Ort gehen lassen.

Frisch aus dem Ofen schmeckt es am besten: Wunderbar weiches und fluffiges Fladenbrot

Den Teig noch einmal kräftig durchkneten und auf der Arbeitsfläche aufschlagen, um Luftblasen zu verhindern.
In 6 gleich große Stücke teilen, jedes in Mehl wenden und zwischen den Handflächen jeweils zu flachen Fladen formen.

Die Fladen auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech legen, mit einem Küchentuch abdecken und 15 Minuten ruhen lassen.

Backofen auf 250 Grad vorheizen (Ober- und Unterhitze).

Mit einem Holzstäbchen mehrere Löcher in die Fladen stechen, die Fladen mit Wasser bestreichen, mit den zweierlei Sesamsamen bestreuen.

Die Pide auf der mittleren Schiene etwa 20 bis 25 Minuten backen. Auf einem Kuchengitter auskühlen lassen.

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