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Pasta all’arrabbiata – Nudeln auf die scharfe Art

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Mein absolutes Lieblingsgericht – Sommer wie Winter, Tag und Nacht, bei guter oder schlechter Laune: Pasta all’arrabbiata. Ein Teller voller Italien, der mit erstaunlich wenigen Zutaten auskommt und trotzdem so viel Geschmack hat. Scharf, fruchtig und herrlich unkompliziert.

Nach unserem Italienurlaub musste ich dieses Rezept neu fotografieren. Kurz vor Sonnenuntergang entstand dieses warme, goldene Licht, das mich sofort wieder an lange Abende, gutes Essen und die Leichtigkeit des Südens erinnert hat.

Und noch etwas: In eine echte all’arrabbiata gehören für mich keine Paprikastreifen, keine Oliven und kein Speck. Nur Tomaten, Knoblauch, Chili und gutes Olivenöl. Eine saftige Zwiebel habe ich noch dazu gemogelt. Weniger ist manchmal einfach mehr.

Ebenso wenig gehören diese üblichen Verdächtigen in Pasta aglio e olio – da dürfen nur Olivenöl und Knoblauch dazu, basta. Dieses Rezept findet ihr übrigens auch hier auf meinem Blog. War mir fast peinlich ein so einfaches Rezept zu veröffentlichen, aber so gut habe ich es noch nirgendwo gegessen.


Die Zutaten hat man immer daheim und braucht nicht einkaufen, wenn man keine Lust hat. Wie praktisch. Noch dazu so schnell und einfach gekocht. Gerade jetzt im Sommer, wo keiner Lust hat, stundenlang in der Küche zu stehen.

Frische Chilischote, getrocknete Chilischoten, Chiliflocken

Ich könnte mir vorstellen, dass jeder gute Koch sein eigene Methode hat, wie er die perfekte Schärfe erreicht. Das ist die einzige Hürde, die man bei diesem Rezept nehmen muss. Eine Schärfe zu bekommen, die aus einer herkömmlichen Tomatensauce eine all’arrabbiata macht, einem aber nicht die Tränen in die Augen treibt. Zumal Schärfe auch sehr individuell ist.

Mein Weg zur perfekten Schärfe

Ich habe ein wenig im Internet gestöbert. Da gibt es ein Rezept mit vier (!) Chilischoten auf ein Pfund Tomaten. Mit vier meiner verwendeten Chilischoten wäre die Sauce ungenießbar, selbst für einen hartgesottenen Inder oder Thailänder, die mit Schärfe sehr viel großzügiger umgehen als der durchschnittliche Europäer.

Pasta all’arrabbiata – auf die perfekte Schärfe kommt es an


Manchmal werden die Chilischoten auch nur angeritzt, mitgeköchelt und hinterher wieder herausgenommen. Oder es werden die Trennwände und Kerne entfernt, denn in diesen steckt die teuflische Schärfe.
Ich habe eine überall erhältliche mittelgroße Chilischote verwendet. Je kleiner, desto schärfer sind die Burschen nämlich. Auf eine kleine Dose Tomaten. Das Ergebnis fiel noch etwas lasch aus, daher habe ich mit Chiliflocken nachgeholfen. Prise für Prise, ganz vorsichtig. Und das ganze immer wieder schön aufkochen lassen, weil die Schärfe kurz braucht, bis sie sich entwickelt. Wem es dann noch immer nicht scharf genug ist, hilft selbst mit der ein oder anderen Flocke nach.
Die Schärfe sollte übrigens nur mit Chili, nicht mit Pfeffer, erreicht werden, das ist das Typische.

Rezept für Pasta all’arrabbiata

Für 2 Personen

Zutaten:

  • 2 EL Olivenöl
  • 1 große rote Zwiebel
  • 2 große Zehen Knoblauch
  • 1 EL Tomatenmark
  • 2 EL getrocknete Tomaten
  • 10 Cocktailtomaten
  • 1 kleine Dose Tomaten, stückig
  • Chili (getrocknete oder frische Schote, getrocknete Flocken) nach Erfahrung und Geschmack
  • Pasta nach Wahl

Zubereitung:

Nudeln kochen.
Den Knoblauch in dünne Scheiben, die Zwiebel in grobe Schnitze schneiden, die Cocktailtomaten halbieren. Chili nach Wahl vorbereiten – entweder in feine Ringe schneiden oder die Schote anritzen und in die Sauce geben oder 1 TL getrocknete Flocken bereithalten.
Olivenöl in der Pfanne erhitzen. Zwiebeln, Knoblauch und Chilli dazugeben und kurz anschwitzen. Mit Tomatenmark mischen, kurz anbraten. Die Cocktailtomaten, die getrockneten Tomaten und die Dosentomaten dazugeben und köcheln. Mit Meersalz und Chiliflocken abschmecken.

Traditionell werden die Nudeln nach der Hälfte der Kochzeit abgeschüttet und in der Tomatensauce fertig gegart. Dafür unbedingt reichlich Nudelwasser aufbewahren, um es später unterzumischen, damit das Ergebnis schön ’schlotzig‘ wird.

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