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Griechischer Bauernsalat mit Kritharaki

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Braucht es wirklich ein Rezept für einen griechischen Bauernsalat? Tomaten, Salatgurken, Paprika, Zwiebeln, Oliven und Schafskäse schnibbeln, mischen und servieren. Mehr ist das doch nicht.
Ja schon, aber dann wäre es nicht mein griechischer Bauernsalat, sondern ein gewöhnlicher.
Schafskäse geht nicht und Ersatzprodukte verwende ich nicht. Dann wird nur wieder geschimpft und ich bediene die Klischees. Das möchte ich nicht.

Was ist so fürchterlich an veganem Essen. Eine Freundin und ich nehmen die Gegebenheiten des öfteren unter die Lupe. Hatten uns geeinigt, dass wir es nicht mehr ‚vegan‘, sondern tierleidfrei nennen. Ich wundere mich, ehrlich gesagt, dass Gerichte ohne Milchprodukte und Fleisch so polarisieren. Dabei könnte sie rein theoretisch jeder essen, sogar der Laktoseintolerante.
Kürzlich war ich in einem Supermarkt einkaufen. Da hörte ich einen ungefähr 12jährigen Jungen, der wohl gebeten wurde, ein bestimmtes Lebensmittel in den Einkaufswagen zu legen, seiner Mutter zurufen, dass sie das nicht kaufen könnten, da stünde ‚vegan‘ drauf.
In einem Café fragte ich nach den Zutaten auf einem Sandwich und ob es vegan sei. Mein Mann bemerkte, dass daraufhin von erwachsenen Menschen am Nebentisch über mich böse hergezogen wurde.
Wie sagen die Fleischesser immer so schön: Leben und leben lassen. Das sollte dann doch bitte auch für mich gelten, die noch dazu tatsächlich leben lässt.

Griechischer Bauernsalat mit Kritharaki

Zurück zu meinem griechischen Bauernsalat. Der noch dazu so gut in den Sommer passt, wenn Gurken, Tomaten und Paprika Hochsaison haben und am besten schmecken.
Ohne Schafskäse? Darf er sich dann noch ‚griechisch‘ nennen? Ist es dann nicht einfach nur ein Bauernsalat? Außerdem fehlt schließlich auch das auffrischende Weiß im Gesamtergebnis. Noch dazu das gewisse Etwas, das Highlight und die sättigenden Kohlehydrate.

Als erfahrene Fotoproduzentin mache ich zunächst Brainstorming, was alles zum Thema gehört. Was also ist alles griechisch und würde passen? Was macht es zu meinem Rezept. Da sind mir die typisch griechischen Reisnudeln (Kritharaki) eingefallen, die den Salat in der Tat perfekt abrunden. Gleichzeitig ein vollwertiges Gericht daraus machen. Brot braucht man schließlich auch nicht mehr dazu.
Zumindest ich saß sehr zufrieden und glücklich bei der ersten Verkostung vor meinem appetitlich bunten Teller.

Reisnudeln erstetzen den Schafskäse, Minze sorgt für reichlich Aroma

Um den fehlenden Schafskäse bezüglich seines Aromas zu ersetzen, habe ich sehr viel Minze und Petersilie verwendet. Verarbeitet habe ich dreierlei Tomatensorten (Ochsenherzen, Cocktailtomaten, Rispentomaten) mit unterschiedlichen Aromen, Farben und Konsistenzen, die jeweils auch unregelmäßig geschnitten wurden (siehe Tomatensalat). Die Oliven habe ich über der Salatschüssel grob mit den Fingern zerquetscht, so dass noch reichlich Saft für das Dressing entstanden ist. Die Salatgurken wurden längs mit einer Gabel eingeritzt. Das hat die feste Schale etwas aufgebrochen und ein schönes Muster hinterlassen. Etwas Meersalz, frisch gemahlenen Pfeffer, Zitronensaft und -schale sowie Olivenöl, fertig ist eine würdige Alternative zum griechischen Klassiker.

Rezept für Griechischen Bauernsalat mit Kritharaki

für 2 Personen

Zutaten:

  • 150 g Kritharaki (Reisnudeln)
  • 1 lange Salatgurke oder zwei kleine
  • 1 kleine, gelbe Paprika
  • Tomatenmix (z.B. aus 10 Cocktail-, 2 Rispentomaten, 1 Ochsenherz)
  • 10 schwarze Oliven (entsteint)
  • 1 große rote Zwiebel
  • 1/2 Bund Minze
  • 1/2 Bund Petersilie
  • 1 Zitrone (Saft und Schale)
  • Olivenöl
  • Meersalz
  • frisch gemahlener, schwarzer Pfeffer

Zubereitung:

Die Krithaki (Reisnudeln) nach Packungsanweisung kochen.

Gurken der Länge nach mit einer Gabel fest einritzen und in dicke Scheiben schneiden. Paprika entkernen, vierteln, in Streifen schneiden. Die Tomaten in unregelmäßige, mundgerechte Stücke schneiden (optisch sehr ansprechend). Petersilie grob hacken. die Blätter der Minze von den Stielen zupfen, stapeln, zusammenrollen, etwas mit den Fingern zerquetschen und schließlich in feine Streifen schneiden. Die Zitronenschale fein reiben, den Saft pressen. Zwiebel halbieren und in dicke Scheiben schneiden.

Reisnudeln zuerst in eine große Schüssel geben. Tomaten, Gurken, Paprika dazu. Die Oliven über der Schüssel grob zwischen den Fingern zerdrücken, damit Saft austritt. Petersilie und Minze darüberstreuen. Salzen und pfeffern. Zitronenschale und -saft sowie Olivenöl dazugeben. Gut mischen und Zwiebeln auf dem Salat verteilen. Kurz durchziehen lassen.

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