Saftiger Apfelkuchen ohne Backen zubereitet
Ich bin zurück aus der Sommerpause. Obwohl ich gar keine gebraucht hätte. Nicht von meinem Schaffen. Denn Essen ist meine Leidenschaft. Von A bis Z. Von der Idee, über die Zubereitung, bis hin zum Anrichten, Fotografieren und zur Veröffentlichung.
Wir haben in Italien Urlaub gemacht. Jede Sekunde habe ich mit Leib und Seele genossen. Ich hatte meine Kamera nicht dabei, sonst hätte ich so viele schöne und neue Rezepte veröffentlichen können. Weil man auf den herrlichen Märkten so wundervolles Obst und Gemüse kaufen kann.
So habe ich mich sofort in ‚Fragiolini di Sant’Anna‘, etwa 50 Zentimeter lange Spaghetti-Bohnen, verliebt, die ich zum ersten mal gesehen habe. Sie werden im Bund angeboten. Sie werden ganz unspektakulär mit Tomatensauce und frischem Brot serviert, aber die einfachen Gerichte sind bekanntlich die besten.
Was nutzt es, wenn ich hier die Gaumen kitzle, man die Zutaten aber bei uns nicht bekommt. Wie auch italienisches Brot besser schmeckt, weil Mehl ein anderes ist…

So starte ich mit einem schnellen und unkomplizierten No-Bake-Kuchen aus den ersten Äpfeln dieses Jahres. Lässt schon ein klein wenig den nahenden Herbst erahnen, wird aber den hochsommerlichen Temperaturen draußen noch gerecht, weil er nicht gebacken wird. Er muss nach der Zubereitung noch zwei bis drei Stunden im Kühlschrank ruhen und ist kalt genossen eine ebenbürtige Erfrischung zu einem Eis.
Der Boden besteht aus gemahlenen Nüssen und Kokosöl, das die Masse zusammenhält. Auch die geriebenen Äpfel erhalten durch das Kokosöl ihre Festigkeit. Die Süße obliegt dem individuellen Geschmack und hängt natürlich auch etwas von den Äpfeln ab.

Jetzt verrate ich ein Geheimnis. Offensichtlich handelt es sich hier um einen Apfelkuchen. Etwas feiner klingt es, wenn man ihn als Apfeltarte bezeichnet. Der Kuchen ist nicht besonders hoch und erinnert zumindest optisch ein wenig an die französische Spezialität. No-Bake-Kuchen oder Kühlschrank-Torte treffen auch zu.
Genau genommen, handelt es sich hier aber um einen rohveganen Apfelkuchen. Keine Zutat wurde erhitzt, damit bleiben die natürlichen Enzyme und Nährstoffe erhalten, die so auch besser aufgenommen werden. Mag für den ein oder anderen zunächst abschreckend klingen. Wer jedoch ein Stück kostet, wird sich wundern, wie großartig ein gesunder Kuchen schmecken kann.
Andere wiederum, könnten aber Gefallen daran finden, weil gesund und Geschmack sich nicht gegenseitig ausschließen.
Bester Beweis ist dieser rohvegane Apfelkuchen. Oder No-Bake-Kuchen. Oder Kühlschrank-Kuchen. Oder Apfeltarte.
Rezept für Saftiger Apfelkuchen ohne Backen
Zutaten:
Für den Boden
- 200 Gramm gemahlene Nüsse (z.B. Mandeln, Haselnüsse, Walnüsse, Cashewkerne…, auch gemischt)
- 40 Gramm Kokosblütenzucker, Dattelsüße, Rohrohrzucker
- 60 Gramm natives Kokosöl
Für die Apfelschicht
- 6 mittelgroße Äpfel
- 35 Gramm Kokosöl
- 1 EL Kokosblütenzucker, Dattelsüße, Rohrohrzucker…
- Zimt

Zubereitung:
Für den Boden das Kokosöl auf kleinster Stufe schmelzen.
Nüsse nach Wahl (Walnüsse und Cashewkernen können auch grob gehackt sein, für den Crunch) mit dem Zucker mischen, Kokosöl dazugeben und gleichmäßig verrühren.
Den Mix in eine Springform (24 cm Durchmesser) füllen und leicht andrücken. Da das Kokosöl im Kühlschrank fest wird, hält der Boden sehr gut zusammen.
Für den Belag das Kokosöl auf kleinster Stufe schmelzen.
Die ungeschälten Äpfel raspeln (grob oder fein, je nach Geschmack), mit Zucker, Zimt und Öl mischen und auf dem Boden verteilen.
Für mindestens 2 Stunden in den Kühlschrank stellen und kalt genießen.
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