Sauerkraut-Kartoffelgulasch nach Szegediner Art
Was gibt man dem Kind nun für einen Namen? Kartoffelgulasch? Sauerkrauttopf? Sauerkraut-Kartoffeleintopf? Krautgulasch? Mich erinnert die Rezeptur an Szegediner Gulasch aus der ungarischen oder osteuropäischen Küche. So richtig einig ist man sich beim Recherchieren nicht, was da alles hineingehört. In jedem Fall Sauerkraut, Paprikaschoten, Paprikagewürz und Zwiebeln. Weitere Zutaten wie Rindfleisch und Sauerrahm fallen natürlich weg, deshalb „Szegediner Art“.
Sauerkraut ist nicht jedermanns Sache, ich weiß. Aber Sauerkraut ist nun mal sehr gesund. Es ist reich an Probiotika (Milchsäurebakterien), Vitaminen (besonders C, K, B-Vitamine) und Mineralstoffen (Kalium, Magnesium, Eisen), die die Darmflora stärken, das Immunsystem unterstützen, die Verdauung fördern. Außerdem ist es kalorienarm.

Um die Vorteile zu nutzen, sollte man es entweder roh oder nur kurz erwärmt essen, da Kochen viele Nährstoffe zerstört. Deshalb gebe ich das Sauerkraut erst ganz zum Schluss dazu, wenn das andere Gemüse bereits gegart ist.
Weil es so gesund ist, sollte man dem Sauerkraut wirklich eine Chance geben. Mein Lieblingsgemüse der ersten Wahl ist es nicht, ich könnte es nicht jeden Tag essen. Kann es aber werden, wenn man versucht zu eliminieren, was man nicht mag.

Das ist mir schon ganz gut bei einem anderen Rezept gelungen. Als Beilage gibt es selbstgemachte Schupfnudeln, dem Sauerkraut wird hier mit etwas Rohrohrzucker, Weißwein, getrockneten Tomaten und der Süße von gerösteten Zwiebeln die Vehemenz genommen.

Bei diesem Sauerkraut-Kartoffelgulasch macht es die Kombination mit geschmorten Zwiebeln, Paprikastücken und Kartoffeln, dass das Sauerkraut nicht zu sauer hervorschmeckt. Letztlich sind es aber noch Datteln, Tomatenmark und zweierlei Paprikapulver, die das Gesamtaroma harmonisch abrunden. Fast würde ich sagen, dass mir Sauerkraut noch nie so gut geschmeckt hat.
Wie bei allen Eintopf-Gerichten schmeckt auch dieses hier aufgewärmt am besten.
Rezept für Sauerkraut-Kartoffelgulasch nach Szegediner Art
Rezept für 4 Personen
Zutaten:
- 600 Gramm Sauerkraut
- 6 Kartoffeln, mittelgroß
- 2 Paprikaschoten, rot
- 2 große Zwiebeln
- 5 Datteln
- 2 EL Tomatenmark
- 1 TL Paprikapulver, geräuchert
- 1 TL Paprikapulver, scharf
- 1 TL Kümmel, gemahlen
- 2 Lorbeerblätter
- 1/2 Liter Gemüsebrühe
- Salz
- schwarzer Pfeffer, frisch gemahlen
- 4 EL Pflanzenöl

Zubereitung:
Zwiebeln halbieren und in feine Schnitze schneiden. Kartoffeln schälen und würfeln. Paprikaschoten würfeln. Sauerkraut abtropfen lassen. Datteln klein hacken.
Öl in einer hohen (Sautier)Pfanne erhitzen, Zwiebeln und Paprikagemüse anbraten. Kartoffeln dazugeben und etwas ansetzen lassen.
Tomatenmark dazugeben, alles mischen und anschwitzen. Brühe angießen, bei mittlerer Hitze und geschlossenem Deckel etwa 15 Minuten köcheln.
Sauerkraut, zweierlei Paprikapulver, Kümmel, Datteln und Lorbeerblätter gründlich untermischen und weitere 10 Minuten köcheln lassen.
Mit Salz und Pfeffer abschmecken. Gegebenenfalls noch etwas Brühe angießen.
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