Modetrends Herbst/Winter – Alles ist möglich!

Ich kann gar nicht mehr zählen, wie oft ich in den letzen Wochen gefragt wurde, was denn nun die neuen Trends sind. Ich war noch gar nicht so weit, weil ich noch voll im Sommermodus war und damit beschäftigt, wie ich kleidungstechnisch den Sommer überstehe.
Jetzt erst, nach einem verregneten Wochenende und erster Inbetriebnahme der Heizung, bin ich in der Stimmung und habe die letzten Ausgaben meiner Zeitschriften und aktuellen Kataloge danach durchforstet… Eines kann ich vorweg sagen: Alles ist möglich!

Das hatte sich aber schon angedeutet, als ich vor zwei Wochen durch eine Einkaufspassage gebummelt bin… Blumenmuster, Karos, Leo- und Schlangenprints, weite, lange Hosen, slim fit, Culottes (mit denen kann ich mich gar nicht anfreunden und irgendwie stehen sie keiner Frau wirklich gut), lange Plissee-Röcke, Jeans in allen Variationen, Beerentöne… Sogar der Marine-Look wird wintertauglich gemacht… Globige Boots, feminine Stiefel, spitze Nieten-Booties, Turnschuhe mit dicken Sohlen… Kein wirkliches Konzept, kein eindeutiger Modetrend, den man so noch nie gesehen hat… Aber das macht ja auch nichts, denn irgendwie hat man als modeaffine Frau schon alles daheim im Schrank und ist erst mal nicht im Zugzwang.
Kombiniert wird dieses Jahr anders. Mustermix ist angesagt – ein plüschiger Leomantel zu bunt gestreiften, weiten Hosen. Eine karierte Flanelljacke zu einem farbigen Blumenkleid aus Seide. Bleibt die Frage, wer sich traut, es so tragen… An den hochgewachsenen Models mit ihren Traumfiguren sieht es super aus! Und in Berlins Szenevierteln würde man damit noch nicht einmal auffallen… Aber ich neige dazu, mich sofort in diesen Outfits vorzustellen und wie ich mit meinem Hund durch meine geliebte bayerische Kleinstadt spaziere. Aber nicht nur, dass ich damit auffallen würde, das ist gar nicht mein Problem, denn so feige bin ich gar nicht… Aber es ist einfach nicht mein Stil!

Und das finde ich ein ganz großes und wichtiges Thema in der Mode! Was mag ich, worin fühle ich mich wohl, was betont meine Vorzüge und wie überspiele ich etwaige körperliche Schwachstellen? Diese Fragen muss sich natürlich nur stellen, wer sich für Mode interessiert und wem dieses Thema wichtig ist. Für mich ist Mode Teil meiner Lebensqualität, neben einem harmonischen Privatleben, einem schönen Zuhause und gutem Essen. Es zeigt, dass man sich wichtig nimmt und ist ein Zeichen von Selbstliebe.

Ich hatte die ein oder andere kritische Anmerkung zu meinem Post über Sommerkleider… Ich möchte ganz bestimmt nicht, dass jede Frau ab 30 sich in langen, weiten Kleidern versteckt! Im Gegenteil: ich bin begeistert, wenn ich Frauen sehe, die es verstehen, ihre Vorzüge in Szene zu setzen. Und umgekehrt, fällt mir dann aber auch auf, wenn sie unvorteilhaft gekleidet sind. Wem Mode gleichgültig ist oder wer seinen Stil mag, der muss sich auch gar nicht für meine Meinung interessieren. Ich werde aber oft um Rat gefragt, ob jung oder alt, ob Mann oder Frau… Und ich freue mich natürlich, wenn ich helfen kann. Das war mit ein Motivationsgrund, dass ich mich zum Bloggen entschieden habe… Manchmal bin ich mir auch nicht sicher und brauche die ehrliche Reaktion einer Freundin! Gerade, weil ich sehr kritisch mit meiner Figur bin… Ich habe eine schmale Taille und eine eher breite Hüfte, liebe daher lange Oberteile, die den Übergang kaschieren. Ein Taillengürtel, wenn er passt, wie hier beim Blazer (der übrigens aus der letzten Herbst-/Winter-Saison stammt), sorgt dann wieder für Silhouette…

Zum Thema Leo… Zwei Freundinnen haben mich beim Anprobieren je eines Mantels und einer Hose im Leoprint gefragt, ob es nicht „billig“ aussehen würde. Natürlich nicht! Man muss ja nicht gerade Lack und Leder und knallroten Lippenstift dazu kombinieren… Aber zu Basics in Schwarz oder Naturtönen oder zu Jeans sieht es super aus und ist absolut alltagstauglich, sogar fürs Büro.

Fazit: da die aktuellen Trends sehr vielfältig sind, findet bestimmt jeder seine Favoriten! Es reicht manchmal schon ein neues Trendteil, um das was man im Kleiderschrank hat, zu neuem Leben zu erwecken.
Meine aktuellen Lieblinge sind Pilotenjacken und nachdem sie jetzt schon im dritten Jahr in den Läden hängen, habe ich mir endlich auch eine zugelegt. Ein Oversize-Karohemd steht auch noch ganz oben auf meiner Einkaufsliste… Und (wieder einmal) weiße Turnschuhe, ich weiß gar nicht, das wievielte Paar es mittlerweile ist… Sie haben sich aber mittlerweile auch schon zum Klassiker gemausert. Irgendwie freue ich mich unglaublich auf die ersten kühlen Tage!




In eigener Sache…

Seit fast zwei Wochen bin ich nun mit ‚typisch-heike‘ online. Es war für mich schon ein einschneidendes Erlebnis, als ich Mittwoch Nachmittag mein coming-soon-Plugin deaktiviert hatte und rein theoretisch, was ich mir natürlich aus tiefstem Herzen wünsche, für alle Welt ein offenes Buch bin. Nicht mehr im stillen Kämmerlein alleine vor sich hin wurschteln…
So war es ja bislang. Ich habe meine Beauty-Produktionen geplant, umgesetzt und den Redaktionen geschickt. Alleine die Foto-Zeile, die sowieso niemand liest, gibt einen Hinweis auf mich. Bis heute, nach Tausenden von Veröffentlichungen, ist es für mich ein erhebendes Gefühl, wenn ich eine Zeitschrift aufschlage und eine Foto-Story von mir entdecke.
Irgendwann muss man aber aus seiner Komfortzone herauskommen, sonst wird es langweilig! Außderdem ändern sich die Zeiten, denen man sich anpassen muss, wenn man nicht den Anschluss verlieren will! Und nun sind es nicht mehr die Printmedien, sondern das Internet, das den Ton angibt! Fluch und Segen zugleich! Mittlerweile für mich aber mehr Segen!
Ein eigener Blog ist ein lange gehegtes Projekt von mir – von der Idee bis zur Umsetzung sind aber ganze vier Jahre vergangen… Vier Jahre!!!! Warum? Weil ich es nicht wahrhaben wollte, dass man nicht mehr mit der Zeitschrift gemütlich auf dem Sofa oder im Bett kuschelt. Dass Online-Medien und die Meinung von Bloggern sich durchsetzen. Dabei bin ich selbst das beste Beispiel! Ich habe alle wichtigen Apps bezüglich aktueller Nachrichten und Ereignisse auf meinem Smartphone installiert, bin die erste die über Politiker-Rücktritte, gescheiterte Promiehen oder was auch immer informiert ist. Da brauche ich es dann nicht erst eine Woche später in einem Polit- oder Boulevard-Magazin zu lesen. Suche ich ein Rezept oder diskutiere ich mal wieder mit meinem Mann, welcher Schauspieler in welchem Film mitgespielt hat, dann google ich es mal eben. Neben Mann und Hund, ist mein Smartphone mein ständiger Begleiter!
So ist es für mich die logische Konsequenz, dass ich jetzt blogge! Es ist ein sehr erhebendes Gefühl für mich und macht Sinn: ich bin mit Leib und Seele Journalistin und liebe das Schreiben! Ich denke seit Jahren darüber nach, worüber ich ein Buch schreiben könnte… Jetzt schreibe ich über mich und mein Leben!

Selbstverständlich muss ich mich in alles noch richtig einfinden, arbeite an meinem Instagram- und Pinterest-Account und anderen Feinheiten…
Sehr hilfreich sind mir dabei die Reaktionen von euch, wofür ich mich an dieser Stelle ganz herzlich bedanke! Dass ist für mich auch der absolute Benefit beim Bloggen: eure spontane, ehrliche und direkte Meinung! Ich konnte vorher nicht wissen, ob ich mit meinen Themen richtig liege. Ob meine Interessens-Schwerpunkte mit euren konform gehen…
So bin ich sehr beruhigt, dass mein Konzept aufzugehen scheint. Auch wenn der eine sich mehr für Beauty, der andere für die Rezepte interessiert. So ergeht es auch den Zeitschriften…
Nur Beauty, Fashion oder Rezepte, da würde ich von meinem Weg abweichen! Man kann nicht an 365 Tagen im Jahr Beauty-Tipps geben. Oder jeden Tag ein neues Outfit oder Rezept… Das wäre Masse statt Klasse. So teile ich ich es in alle wichtigen Bereiche des Lebens auf und gebe nur meinen besten Erfahrungen an euch weiter! Oder teile neue Entdeckungen! Der Bereich ‚Fashion‘ ist noch etwas mager bestückt, was daran liegt, dass ein Jahreszeitenwechsel für mich weder Fisch noch Fleisch ist. So richtig Sommer ist nicht mehr, Herbst aber auch noch nicht… Und jetzt schon dicke Jacken shooten oder über die Wintertrends schreiben, dafür ist die Zeit noch nicht reif, genauso wenig wie für Nikoläuse in den Supermärkten… Eigentlich stehe ich zur Zeit morgens eher ratlos vor meinem Kleiderschrank, weil ich nicht weiß, ob Jeans und Pulli heute zu warm sind oder ich in einem Kleid friere…

Unglaublich lieb finde ich, dass Kritik bislang nur über E-Mail oder Whattsapp gekommen ist. Dabei habe ich keine Probleme damit, wehalb ich euch diese konstruktiven Anmerkungen nicht vorenthalten möchte.
1. Kritik: zu viel zu lesen. Da bin ich in einem kleinen Interessenskonflikt (mit Thomas Mann als literarischem Vorbild), da ich zum einen sehr gerne schreibe, zum anderen gerade dies auch von anderen gemocht wird. Gerade bin ich ja wieder dabei, viel zu viel zu schreiben… Wenn wir uns bald besser kennen, erledigt sich das auf der Zeitachse…
2. Kritik: meine Meinung zu Schönheits-OPs, da sei ich etwas anmaßend. Das ist von mir aber auf keinen Fall so gemeint! Ganz liebe Freundinnen von mir haben sich für eine OP entschieden und können bestätigen, dass ich ihnen eher beratend zur Seite gestanden habe, als meinen Zeigefinger zu erheben! Ich selbst hadere auch mit dem Alter, habe schon darüber nachgedacht, mich aber dagegen entschieden. Es bleibt wirklich jedem selbst überlassen! Und ich würde mich wirklich freuen, wenn ich mit meiner Einstellung zu einem Entscheidungsprozess beitragen kann! Letztendlich liegt Schönheit immer im Auge des Betrachters und jeder muss sich in seiner Haut wohl fühlen – ob mit oder ohne OP!
3. Kritik: Fachbegriffe, wie zum Beispiel „Paddlebrush“. Da bin ich natürlich nach Jahrzehnten in der Beauty etwas betriebsblind. Aber schreibt mir einen Kommentar, ich löse das dann gerne auf!

Lange Rede, kurzer Sinn: Ich danke euch ganz herzlich, dass ihr mich auf meiner Seite besucht, danke euch für Lob und Kritik! Ich liebe das Bloggen und freue mich auf eine gemeinsame Zukunft mit euch!

Alles Liebe, Eure Heike




As time goes by…

Je älter ich werde, desto empfindlicher werde ich, wenn ich mit der Nase auf die Geschwindigkeit gestoßen werde, in der die Zeit an einem vorbei rauscht…

So war ich gestern bestens gelaunt mit meinem Auto und Klimaanlage auf low gestellt auf dem Weg, mich mit meiner Freundin in einer Mall zu treffen, um noch ein paar Klamotten für den Sommer zu shoppen. Plötzlich entdeckte ich am Straßenrand den ersten Kürbisstand! In grellem Orangerot blendete er mich, dass ich fast versucht war, meine Sonnenblende runter zu klappen. Weiß Gott wie lange er da schon steht, wahrscheinlich nicht erst seit gestern…
Gerade zeigt sich der Sommer doch noch mal von seiner besten Seite, wer will denn da schon Kürbisse kaufen? Wer bitte isst denn jetzt schon Kürbissuppe oder schnitzt Halloween-Fratzen?

Und damit nicht genug… In den Schaufenstern prangten schon die neuen Herbst-/Winter-Kollektionen. Dicke Strickpullis, warme Wintermäntel und schwere Winterstiefel… Leo- und Schlangenprint sind übrigens (wieder mal) total in und Doc Martens in allen Farben. Irgendwo in der hintersten Ecke, ganz versteckt, dann noch ein bisschen Summer-Sale…
Lustlos dahin gehängt, nur noch Teile in XS oder XXL…
Bald sind in Bayern die Sommerferien zu Ende und mit Stichtag 1. Schultag werden in den Supermärkten die Nikoläuse und Lebkuchen wieder in die Regale geräumt, also in spätestens 14 Tagen…
Früher habe ich mich darüber lustig gemacht und es positiv gesehen – wenigstens schmecken die Dominosteine jetzt am besten, weil Boden und Marzipan noch fluffig und weich sind und der Schokoladenüberzug noch nicht ranzig ist…

Aber was ist denn so schlimm daran? Dass die Zeit und damit das gesamte Leben so schnell vergeht! Immer schneller! Gerade noch die dicken Jacken in das Winterlager geräumt, jetzt ist der Sommer schon wieder so gut wie vorbei. Die letzte Kürbissuppe habe ich gefühlt vor zwei Monaten gekocht. Und jetzt muss ich auch schon langsam wieder an die Weihnachtsgeschenke denken, weil man sich ja jedes Jahr aufs Neue schwört, dass man nicht mehr alles auf den letzten Drücker kauft. Und um die Rente muss man sich kümmern, sie kommt auch schneller als man denkt! Push-up-Werbungen im Internet holen mich tagtäglich mit brachialer Gewalt auf den Boden der Tatsachen – Treppenlifte, Rentenzusatz- und Sterbegeldversicherung… Es geht alles so schnell! Und zwischendrin lässt man sich allzu oft durch Nebensächlichkeiten die gute Laune verderben…

Ich scheine aber nicht alleine so zu denken. Früher oder später macht sich jeder von uns diese Gedanken! Zu dieser Erkenntnis bin ich heute gelangt, als ich Sidos neuen Song „Leben vor dem Tod“ im Radio gehört habe. Geteiltes Leid und die Erkenntnis, dass ich nicht alleine diese Gedanken habe, wischten meine schlechte Stimmung so schnell wieder weg, wie ein kräftiger Wind die Regenwolken… Danke, lieber Sido! Jetzt kann ich den restlichen Sommer, der bestimmt noch bis weit in den Oktober hineinreicht, wieder unbeschwert genießen!




Sommerkleider – die Allrounder für heiße Sommertage

Die Sommer werden in den letzten Jahren immer heißer, damit stoße ich schon rein kleidungstechnisch an meine Grenzen… Früher, bis dass ich Mitte dreißig war, waren Minirock und Tanktops mein Allzweckmittel für subtropische Temperaturen. Ich konnte es mir leisten, mit meinen 1.83 m und meinen langen, schlanken und bis dato makellosen Beinen – ohne jemals auch nur im Ansatz einen Sport ausgeübt zu haben. Das tue ich bis heute nicht, weshalb ich mich dann auch nicht beschweren darf, dass nicht mehr alles so in shape ist, wie ich es gerne hätte. Noch dazu meide ich seit Jahren die Sonne, wie der Teufel das Weihwasser – ist mir einfach zu unangenehm und Sonne ist nun mal der Hautfeind Nummer 1. Weiße Jeans und luftige Oberteile haben dann den kurzen Rock abgelöst, da war es aber auch noch nicht so heiß wie in den vergangenen Jahren… Leinenlook ist nicht mein Ding, wie bitte schön, soll ich denn nun diese Hitze überstehen?

Seit kurzem habe ich Kleider für mich entdeckt! Bei meiner Größe war es immer schwierig eines zu finden, das lang genug ist und in der Taille passt. Aber wo ein Wille, da ein Weg! Die größte Auswahl fand ich dann bei ZARA. Für jeden Geschmack, für jede Gelegenheit, in allen Längen, Farben und Stilrichtungen… Idealerweise sieht man, wenn man online bestellt, auch immer die Größe des Models in der Beschreibung. Ich bin mehr als fündig geworden und Tagen mit über 30 Grad sehe ich seither entspannter entgegen… Ein die Figur umspielendes Kleid aus einem leichten Stoff, das lange genug ist, meine ungebräunten Beine zu verdecken – herrlich!

Ich habe Verständnis, dass es vielen Frauen einfach nur um den Zweck geht und sich für ärmelose, kurze Kleidchen entscheiden. Man muss selbstbewußt den Tatsachen ins Auge blicken, Oberarme verändern sich nun mal mit der Zeit, auch Bauch, Beine und Po… Allerdings ist diese Einstellung nicht die meinige! Ich finde, dass es für jedes Figurproblem eine geeignete Lösung gibt und dass jede Frau toll aussehen kann und man kleine Defizite auch geschickt kaschieren kann! Ganz oft denke ich mir, wenn eine Frau unvorteilhaft gekleidet ist, wie gut sie ausschauen würde, wenn das Kleid ein kleines Ärmelchen hätte und etwas länger wäre. Sie selbst wäre beim Anblick ihres Spiegelbildes dann bestimmt auch erfreuter… Keine Ahnung, warum so viele Designer an den Bedürfnissen einer Frau vorbei arbeiten… Eine kleine Raffung am Bauch, ein angeschnittener Ärmel und eine wenigstens kniebedeckende Länge würden schon einiges an Optimierung bewirken! Ich persönlich bin dann auch viel entspannter, wenn ich weiß, dass ich meinen Bauch nicht einziehen muss, man mir nicht gleich mein Alter an den Oberarmen ansieht oder wenn man sich setzt, die Oberschenkel dellig werden…

Obwohl ich eher der Hosentyp bin, liebe ich meine Kleider mittlerweile über alles! Ganz besonders, wenn dann noch eine leichte Brise weht, mehr Klimaanlage geht nicht!




Willkommen bei mir zuhause oder Wohnungen machen Leute!

Ich liebe es, wenn ich neue Menschen kennen lerne, mir vorzustellen, wie deren Zuhause wohl aussieht. Ich kann Menschen schon ganz gut nach ihrem Äußeren einschätzen, Schuhe, Handtasche, Uhr, Kleidung… Aber das Zuhause rundet das Bild dann immer ab, ich liebe Haus- bzw. Wohnungsrundgänge! Nicht, weil ich neugierig bin, sondern weil es einfach so spannend ist!

Das ist der Hauptgrund, warum ich euch nun herzlich einlade, mein Zuhause kennenzulernen! Dann könnt ihr selbst entscheiden, ob ihr mir zukünftig vertrauen möchtet, wenn ich euch neben Beauty, Mode und Ernährung auch einiges über Lifestyle erzähle…

Wir wohnen hier erst seit einem Jahr und mussten schon sehr häufig umziehen, um uns endlich richtig wohl zu fühlen. Es ist das erste Mal, dass alles passt! Wir leben seit drei Jahren in Neuburg an der Donau. Ich habe dieses Idyll gefunden, weil ich mich eines Tages auf die Suche nach einer neuen Heimat gemacht habe. Bis dahin haben wir acht Jahre in einer kleinen Gemeinde in der Hallertau gelebt und ich war kurz davor, Depressionen zu bekommen, so unwohl habe ich mich dort gefühlt.
Heute weiß ich, dass ein schönes Haus alleine nicht reicht, um glücklich zu sein, es muss auch die Umgebung passen! Denn wir haben in einem wunderschönen Haus im Jugendstil mit großem Garten gewohnt. Ich hatte mich sofort verliebt, als ich es damals im Internet endeckt habe. Bis dann alles eingerichtet ist, man sein soziales Netz gefunden und die Umgebung mit ihren Möglichkeiten erkundet hat, vergeht immer eine Zeit und man ist erst einmal abgelenkt… Nun muss ich dazu sagen, dass ich freischaffende Journalistin bin und ich mein Büro zuhause habe, ich bin also im Ernstfall 24 Stunden am Tag daheim. Da spürt man eine schlechte Aura in geballter Ladung! So richtig wollte auch der Funke mit unseren Mitmenschen dort nicht überspringen, Kontakte kamen und gingen, eine merkwürdige Erfahrung reihte sich an die andere. Mein Mann ist waschechter Hamburger, ich leidenschaftliche Journalistin, wir sind Meister der Kommunikation – aber in der Hallertau sind wir zum ersten Mal an unsere Grenzen gestoßen. Gott sei Dank Geschichte und wieder einmal bewahrheitet sich eine weise Erkenntnis der Dialektik: Nur wer das Schlechte kennt, weiß das Gute zu schätzen!

Wir haben auf der Suche nach unserem neuen Zuhause vor drei Jahren unser Auto zufällig in der Altstadt geparkt und sofort gewußt, dass wir gefunden haben, wonach wir schon so lange suchten! Seither leben wir in diesem ganz besonderem Viertel, habe unsere Entscheidung nie bereut und sind glücklich, Teil dieser kleinen, eingeschworenen Gemeinschaft zu sein.

Nun aber hereinspaziert ihr Lieben, darf ich vorstellen: mein ganz besonderer Türöffner und Lifestylefavorit-Nummer 1, meine wunderbare Hündin Wally, die sich über Besuch immer sehr freut…

Das Besondere an unserem Zuhause ist die Aufteilung. Wir bewohnen das Erdgeschoss, wo sich das Esszimmer, die Küche und ein kleines Badezimmer befinden und in der dritten Etage das Dachgeschoss mit Galerie, in das man nur über einen Aufzug gelangt.

Unten ist man mittendrin im Stadtgeschehen, vom Esstisch aus kann man so herrlich die vorbei flanierenden Menschen und vorbei fahrenden Autos beobachten. Hier schreibe ich auch meine Texte, recherchiere Themen, erledige Bürokram und wenn ich eine Schaffenspause brauche, schaue ich einfach aus dem Fenster.

Durch einen kleinen Flur mit Garderobe gelangt man in die Küche, in der ich sehr gerne und vor allem viel Zeit verbringe. Wally hat mich von ihrem Bettchen aus entspannt im Blick; da sie sehr verfressen ist, entgeht es ihr nie, wenn es sich lohnt aufzustehen…

Meine Arbeitsfläche mittendrin…

Mein extragroßer Herd und Backofen, der Maßstäbe setzt – hier muss man einfach ganz viel kochen und backen… Für mich ist ein Backofen mit einem Fernseher vergleichbar, die werden ja auch immer größer… Ich liebe es, meine Backwerke in ihrem Entstehungsprozess zu beobachten, ein aufstrebender Käsekuchen oder ein sich verdoppelndes Brot, das sind unvergleichliche Erfolgserlebnisse…

Das ist einer meiner Lieblingsplätze. Morgens hier zu sitzen, mit Blick in den Garten und den ersten Kaffee zu trinken und Zeitschriften zu lesen, ist ein schöner Start in den Tag. Ich mag aber auch Gesellschaft, wenn ich beim Kochen oder Backen bin… Vom Barhocker aus haben mein Mann oder Gäste ihren Logenplatz…

Dann geht es mit dem Aufzug nach oben in eine andere Welt! Während man unten mitten im Geschehen ist, ist man hier von der Außenwelt abgeschottet. Kein Straßenlärm, nur das Zwitschern der Vögel und Quaken der Frösche. Wir nennen es unser Refugium.

Im Dachgeschoss befinden sich unser Wohnzimmer…

Ein großes Schlafzimmer…

Das Badezimmer mit Tageslicht…

Es gibt noch mein Büro (ohne Foto) auf einer kleinen Galerie. Da halte ich mich nicht oft auf, ausschließlich zum Sichten meiner Bilder, weil ich dort einen großen Bildschirm und mein Foto- und Text-Archiv habe.

Vom Wohnzimmer aus gelangt man dann zu meinem persönlich schönsten Platz auf der ganzen Welt, zumindest gleich nach Hamburg/Övelgönne an der Elbe… Hier unser kleiner, aber feiner Balkon mit Blick auf die Donau, die man ab Herbst, wenn die Bäume ihr Laub abgeworfen haben, sehr viel besser sehen kann… Zu jeder Tages- und Nachtzeit lohnt sich ein Blick nach draußen. Nachts, wenn ich aufwache und nicht wieder einschlafen kann, ist es immer wieder aufs Neue eine Erlebnis, aus dem Fenster zu schauen…

Nun wisst ihr schon ein wenig mehr über mich, von wo aus ich agiere und euch mit Informationen versorge…




Was ich euch sagen will…

„Typisch Heike“ ist, dass ich Natürlichkeit mag! Obwohl man mir das auf den ersten Blick nicht ansieht. Ich weiß nicht, woran es liegt… Aber ganz oft sind Menschen positiv überrascht, wenn sie mich näher kennen, dass ich Vegetarier bin, Bio mag, Homöopathie und Alternativmedizin bevorzuge, gerne viel Zeit in der Küche beim Kochen und Backen verbringe und nach Youtube-Anleitung auch eine Spülmaschine reparieren kann…
Gleichzeitig gehe ich gerne shoppen, interessiere mich für Trends, liebe Handtaschen und Schuhe und habe natürlich ein entsprechendes Repertoire… Für gewöhnlich gehe ich nicht ungeschminkt oder in Jogginghose aus dem Haus, es sei denn mein Hund hat es morgens sehr eilig. Ich bin wählerisch beim Essen, es ist schwer, gerade bei uns hier in der näheren Umgebung, ein Lokal zu finden, an dem ich nichts auszusetzen habe. Auch die Einkaufsmöglichkeiten halten sich in Grenzen, man muss sehr lange suchen und kreativ sein, um über den Tellerrand hinaus etwas Besonderes zum Essen oder Anziehen zu finden. Ich bin entsprechend oft am Meckern… Wohlgemerkt, ich lebe in einer bayerischen Kleinstadt und nicht an einem hot spot wie Hamburg, Berlin oder Köln…

Was verstehe ich nun unter Natürlichkeit? Das Wichtigste vorweg: Keines meiner Bilder ist bearbeitet oder wird es je sein! Es gehört zum natürlichen Alterungsprozess, dass man Falten bekommt oder sich die Wangenpartie langsam der Schwerkraft ergibt. Ist es nicht auch eine Art Selbstbetrug, wenn ich mein Gesicht und meinen Körper auf Bildern in die gewünschte Form bringe, die nicht der Realität entspricht? Ich mag mir meine geliebte Großmutter nicht vorstellen, wenn sie geliftet oder gebotoxt gewesen wäre… Ich hege die stille Hoffnung, dass mein Blog langfristig dazu beiträgt, dass Frauen ihrem Alterungsprozess wieder gelassener entgegensehen und sich nicht von den Hochglanz-Magazinen blenden lassen, die von vorne bis hinten gefotoshopt sind. Auch ich mache selbstverständlich keine Freudensprünge, wenn ich ein graues Haar oder eine neue Falte entdecke. Der 50. Geburtstag war einer der schlimmsten Tage meines Lebens! Aber es hilft nichts, dieses Schicksal ereilt auch eine heute 20jährige.
Ich bin außerdem kein Freund von Schönheits-OPs. Für mich ist es keine Option, aber ich habe Verständnis, dass man seinem früheren Aussehen nachtrauert und gegebenenfalls nachhilft… Man kann aber so viel anderes tun, um dem natürlichen Alterungsprozess gelassen entgegen zu sehen… Graue Haare färben, sich entsprechend pflegen, sich gesund ernähren, viel frische Luft, hübsch anziehen, ausreichend schlafen, nicht rauchen…

Natürlichkeit ist mir vor allem bei der Ernährung wichtig! Darauf habe ich instinktiv schon immer geachtet, auch als Düngemittel, Schweinepest und Hühnergrippe noch kein Thema waren. Mir haben die Beilagen, die früher allesamt aus den Gärten meiner Großmutter und ihren Nachbarn stammten, schon immer besser geschmeckt als Fleisch. Seit über zehn Jahren, nachdem Massentierhaltung mehr und mehr zum Thema wurde und nach einem Urlaub am Tegernsee, Auge in Auge mit friedlich grasenden Kühen auf der Weide, bin ich Vegetarierer oder Pescetarier, weil ich ab und zu mal gerne Fisch esse. Mittlerweile bin ich Mitglied bei einer solidarisch geführten Landwirtschaft eines Ökobauern www.bio-hanfbauer.de. Man entscheidet gemeinsam was angebaut wird, sollte ab und zu bei allen anfallenden Arbeiten mithelfen und bekommt dafür einmal wöchentlich eine saisonal bestückte Gemüsekiste. Man lernt dabei so viel und ich liebe es, mit diesen erntefrischen Lebensmitteln zu kochen. Ich mag schnelle und einfache Küche, ohne viel Gedöns. Je einfacher desto besser und desto leckerer! Dann macht es umso mehr Freude zu besonderen Gelegenheiten oder für Freunde zwischendurch auch mal wieder groß aufzukochen…

Ich bin der Meinung, dass Selbstliebe die Basis eines erfüllten Lebens ist und dass man gut auf sich aufpasst. Ich habe gelernt, alles, was ich mache, mit Liebe zu machen, sogar Fensterputzen und Bügeln. So bin ich grundlegend ein glücklicher Mensch, was nicht heißt, dass mich nicht die ein oder andere Unwegsamkeit doch mal aus dem Gleichgewicht bringt. Ich arbeite aber ständig daran und werde immer besser darin, auch dann auf meinem Weg zu bleiben. Das ist einer der Gründe, warum ich mich fürs Bloggen entschieden habe und mein Leben mit euch teile, denn es erfordert durchgehend Disziplin! Und schließlich will ich mit gutem Beispiel voran gehen und euch mit Rat und Tat zur Seite stehen, auch euer Leben zu optimieren! Ich bin wirklich sehr gespannt auf eure Kommentare!