Pasta mit Tomatensugo und geröstetem Semmelbrösel-Topping

Hier fehlen mir die Worte, zu beschreiben, was für einen wundervollen Teller man da vor sich stehen hat. Wenn man ihn denn in kürzester Zeit zubereitet hat und seinen Inhalt mit einem Bärenhunger genießt. Ich bin mir sicher, dass jeder, der dieses Rezept nachkocht, überrascht sein wird. Weil er mit dieser Vielfalt an Aromen und dem Geschmackserlebnis nicht gerechnet hätte.
‚Penne mit Tomatensugo und Semmelbröseln‘ klingt zu banal. Auf die Zutaten reduziert trifft es zwar zu, aber weckt nicht annähernd die Erwartungen, die man haben darf. Tomatensoße ist nun mal nicht gleich Tomatensoße. Ich kann das schon ganz gut und ist auch eine meiner Lieblingsspeisen. Obwohl ich nicht die traditionelle Tomatensoßen-Köchin bin. Ich köchel und reduziere sie nicht stundenlang. Üblicherweise war ich mit dem Ergebnis aus Dosentomaten, Oregano, Knoblauch und Nudelwasser sehr zufrieden. Da wußte ich aber noch nicht, was es mit einer schnöden Tomatensoße macht, wenn man Tomaten in viererlei Ausführung in einer Pfanne fusioniert – Tomatenmark, getrocknete Tomaten, Dosentomaten und frische Cocktailtomaten.

Tomatensugo aus Tomatenmark, getrockneten Tomaten, Cocktailtomaten und Dosentomaten

Wie wirkt sie sich nun aus, die Kombination der vier Verarbeitungszustände – frisch, getrocknet, konzentriert und konserviert? Ich beschreibe es mal so: viel hilft viel.
Beim Tomatenmark handelt es sich um eine stark konzentrierte Paste aus gekochten, passierten und eingedickten Tomaten und wird als Geschmacksverstärker zum Andicken von Soßen und Suppen verwendet. Getrocknete Tomaten sind eine konzentrierte Zutat, die durch das Entziehen von Wasser haltbar gemacht wird und zumindest bei mir immer Verwendung findet, wenn es herzhaft werden soll und der Pfiff fehlt. Dosentomaten sind besonders außerhalb der Tomaten-Saison eine adäquate Alternative zu frischen Tomaten, da sie dank ihrem hohen Lycopin-Gehalt gesund und intensiver im Geschmack sind als frische Wintertomaten. Kauft man schließlich doch Tomaten außerhalb der Saison, dann haben die kleinen Cocktailtomaten am meisten Aroma.

Mehr Kraft in einer Tomatensoße geht folglich nicht, wenn alle vier zusammen verwendet werden. Da braucht es wirklich nicht mehr viele Kräuter, Salz und sonstige Gewürze. Hier ist weniger auf jeden Fall mehr.
Zwiebeln in Olivenöl anschwitzen, nach und nach die vier verschiedenen Tomatenformen dazugeben, mit etwas Nudelwasser für die gewünschte Viskosität sorgen.

Pasta mit einem ganz besonderen Upgrade – Pangrattato

Pasta, bereits alleine mit diesem aromatischen Tomatensugo, lässt mich wie Gott in Italien fühlen. Aber da gibt es noch etwas, was dem Ganzen die Krone aufsetzt. Ein ganz besonderes Topping. Nein, kein Parmesan. Ein wenig schon, weil diese wunderbare, perfekte und delikate Ergänzung „Parmesan des armen Mannes“ genannt wird. Aber sie besteht aus einer ganz einfachen Zutat…

Pangrattato – „Parmesan des armen Mannes“

Wer hätte gedacht, dass Semmelbrösel so besonders, so einzigartig sein können? Ein Gericht dermaßen veredeln, dass es in die Sternekategorie aufsteigt. Mit einer Zutat, die der letzte Verwendungszweck für altes Brot sein kann, bevor es in den Müll wandert.

Ganz so schnöde ist es natürlich nicht. Denn die Qualität des alten Brotes spielt schon auch eine tragende Rolle. Mit einem 0815-Brötchen aus dem Supermarkt wird man dieses rekordverdächtige Erlebnis wohl kaum erzielen.
In diesem Fall handelt es sich um ein sehr köstliches Dinkel-Toastbrot eines Biobäckers, das bereits ohne Belag und ungetoastet hervorragend schmeckt. Sowohl frisch als auch ein paar Tage alt. Ich rate in jedem Fall zu qualitativ hochwertigem Ausgangsmaterial.

Pangrattato – „Parmesan des armen Mannes“

Ich empfehle Pangrattato nicht ganz so fein zu mahlen, eher grob wie Panko, ein aus der japanischen Küche stammendes Paniermehl aus Brotkrumen. Es ist angenehm, wenn es noch etwas Biss hat. Die Brösel werden in einer Pfanne mit Olivenöl goldgelb geröstet und mit Knoblauch und geriebener Zitronenschale gewürzt. Mehr braucht es nicht. Man kann, wenn man möchte, noch getrocknete Kräuter und Salz dazugeben. Ich finde aber, dass es das nicht braucht, wenn das zugrundeliegende Brot ein gutes ist.

Pangrattato heißt aus dem italienischen übersetzt „geriebenes Brot“ und gilt als „Parmesan des armen Mannes„. Ich dagegen fühle mich eher wie eine ‚reiche Frau‘, den besser kann ein Essen nicht schmecken, wenn sich alle Aromen beim Genießen miteinander verbinden.
Als ‚veganer Parmesan‚ werden die italienischen Brotbrösel auch gerne bezeichnet. Das weckt allerdings Erwartungen, die so nicht zutreffen. Semmelbrösel bleiben Semmelbrösel, erinnern so gar nicht an Parmesan. Muss es auch nicht. Denn diese Variante, Pasta zu veredeln, spielt in einer ganz anderen Liga.

Ich habe mittlerweile einen Vorrat, der sich prima in einem Schraubglas aufbewahren lässt. Pangrattato passt natürlich nicht nur zu Pasta-Gerichten. Mit dieser Zauberzutat schaffen es auch Salat, Kartoffelstampf, Gemüse und Risotto auf das nächste Level.

Rezept für Pasta mit Tomatensugo und geröstetem Semmelbrösel-Topping

Rezept für 4 Personen

Zutaten:

FÜR DIE TOMATENSAUCE

  • 1 Dose Tomaten, 400 ml (stückig)
  • 2 EL Tomatenmark
  • 30 Gramm getrocknete Tomaten
  • 10 Cocktail-Tomaten
  • 1 rote Zwiebel
  • 1 TL Oregano, gerebelt
  • 2 EL Olivenöl
  • Salz
  • schwarzer Pfeffer

FÜR DEN PANGRATTATO

  • altes Brot, vorzugsweise Dinkeltoast oder -brötchen / 6 Toastscheiben oder zwei Brötchen
  • 2 Knoblauchzehen, gerieben oder gepresst
  • 1 kleine Zitrone (Abrieb)
  • Kräuter wie Oregano, Rosmarin, Salbei… (optional)
  • 2 EL Olivenöl

Zubereitung:

Für den Pankrattato das Brot grob reiben. Die Brösel mit Olivenöl, dem Zitronenabrieb und gegebenenfalls den Kräutern mischen und in einer Pfanne bei mittlerer Hitze goldgelb rösten, dabei gelegentlich umrühren. Pfanne vom Herd nehmen und den Knoblauch untermischen.
In einem luftdicht verschlossenen Behälter lassen sich die Semmelbrösel etwa 14 Tage im Kühlschrank aufbewahren.

Pasta kochen, Nudelwasser auffangen.

Für die Tomatensoße die Zwiebel halbieren und in feine Schnitze schneiden, Cocktailtomaten halbieren, getrocknete Tomaten klein hacken.
Die Zwiebeln und Oregano in Olivenöl anschwitzen, getrocknete Tomaten, Cocktailtomaten, Tomatenmark dazugeben, gleichmäßig verrühren und schließlich mit den Dosentomaten ablöschen. Nudelwasser nach Belieben zugießen.
Vorsichtig mit Salz und Pfeffer abschmecken.
Pasta und Tomatensugo mischen, bei Bedarf weiteres Nudelwasser nachgießen. Mit Pankrattato anrichten.




Original schwäbische Spätzle mit Linsen

Ich hatte sie schon lange auf meiner Agenda, bestimmt schon drei Jahre. Dann verspürte ich die Tage den dringenden Impuls, mich endlich heranzuwagen, an die Spätzle, eine der beliebtesten Beilagen der Deutschen und Schweizer, bei denen sie Spätzli genannt werden.

Darf ich meine Version der Spätzle überhaupt ‚original schwäbisch‘ nennen? Denn traditionell werden sie natürlich mit Ei gemacht. Aber bei Pfannkuchen, Crêpes und Schupfnudeln habe ich bereits die Erfahrung machen dürfen, dass Hühner sich völlig umsonst diese Vielzahl an Eiern aus ihren zierlichen Körpern pressen müssen, denn niemand würde den Unterschied schmecken. Im Gegenteil, an Fluffigkeit und Stabilität geht nichts verloren. Teilweise entfällt sogar ein störendes Nebenaroma, wie zum Beispiel bei der Quiche Lorraine, dort sorgt übrigens Seidentofu für Stabilität.

Spätzle – original schwäbisch ohne Ei?

Ich erlaube mir einfach die Freiheit, sie als ‚original schwäbisch‘ zu bezeichnen, weil ich mir erstens sicher bin, dass keiner den Unterschied schmecken würde. Zweitens rette ich Leben und vermeide Schmerzen, was der bei weitem viel wichtigere Grund ist.
Hühner, die einfach Huhn sein dürfen und in ihrer Natürlichkeit belassen sind, legen durchschnittlich ein Ei im Monat. Die Hühner in den Legebatterien grausame 300! Über 90 Prozent der Legehennen aus der Massentierhaltung brechen dabei die filigranen Knochen. Weil sie XXL-Eier aus ihren zarten Körpern pressen müssen und das Kalzium, das für die Schalen gebraucht wird, ihren Knochen entzogen wird. Vielleicht können diese Tatsachen zum Umdenken anregen, es einfach mal zu probieren und nicht bockig darauf zu beharren, dass in „gscheite“ Spätzle Eier hineingehören.

Mein Vorteil zu KI dabei ist, dass ich ehrlich und genau über meine Erfahrungen und die Gelingsicherheit berichten kann. Ganz genau darauf hinweise, was zu beachten ist.
Ich habe überhaupt zum ersten Mal in meinem Leben Spätzle gemacht. Davon abgesehen, dass ich einer 80jährigen Schwäbin, die berüchtigt für die Zubereitung der Teigspeise war, einmal dabei über die Schulter schauen durfte. Das ist bestimmt schon 30 Jahre her, trotzdem konnte ich mich ganz genau an die Konsistenz des Teiges erinnern und schließlich an die Technik, mit der er von einem Brett geschabt wurde. Spätzle werden nämlich geschabt, nicht durch eine Presse gedrückt. Ansonsten heißen sie Knöpfle, weil die Form eher runden, gestauchten Knöpfen ähnelt.

Original schwäbisch: Spätzle mit Linsengemüse

Ich hatte zuerst vor, die Spätzle durch eine Spätzlepresse zu geben. Dachte das ginge schneller und wäre einfacher in der Zubereitung. Allerdings ist das Verfrachten des Teiges in die Presse, was ohnehin nur in sehr kleinen Mengen möglich ist, eine äußerst klebrige Angelegenheit und schließlich auch mit einiger Muskelkraft verbunden. Das Schaben vom Brett, wenn man den Dreh erst einmal heraus hat, ist die mit Abstand einfachere Variante. Noch dazu bekommt man so die Spätzle in ihrer typischen Form.

Wenn schließlich die Konsistenz des Teiges passt, was die einzige Herausforderung dieses Rezeptes ist, geht der Rest ganz fix – Wasser zum Kochen bringen, Teig auf ein Brett streichen und von dort die Spätzle in flachem Winkel in schmalen Streifen direkt ins Wasser schaben.

Mein erster Versuch der Spätzle-Produktion war gleich ein voller Erfolg, ich konnte es selbst kaum glauben. Optisch einwandfrei (Farbe und Form), von der Konsistenz perfekt (schön zart). Zum Nachmachen zweifelsfrei empfohlen.

Spätzle mit Semmelbrösel

Traditionell werden Spätzle mit Linsen serviert. Für mich eine perfekte Kombination und eine große Erleichterung, da man keine Alternative für Fleisch oder Wurst finden muss und nicht das Gefühl entsteht, dass man eine Beilage isst. Wenn man bedenkt, dass doch ein wenig Arbeit und Aufwand dahinter stecken, so haben es diese selbstgemachten Spätzle verdient, im Mittelpunkt zu stehen.

Gerne werden Spätzle in Semmelbrösel geschwenkt. Hier habe ich den absoluten Geheimtipp, den ich demnächst mit einem gesonderten Beitrag würdigen und vorstellen werde. Denn Semmelbrösel sind nicht gleich Semmelbrösel. So sind selbstgeschredderte Brösel aus sehr gutem Bio-Dinkeltoast, die in reichlich Olivenöl geröstet und mit Knoblauch und Zitronenabbrieb aromatisiert werden, eine unbeschreibliche Veredelung. In diesem Fall für die Spätzle, im Allgemeinen für alle Pastagerichte.
Die Spätzle werden in reichlich Margarine angebraten bis eine Kruste entsteht, mit reichlich Semmelbrösel gemischt und fertig gebraten. Dazu ein bunter Salatteller und man fühlt sich wie Gott im Schwabenländle.

Rezept für Original schwäbische Spätzle mit Linsen

Rezept für 4 Personen (reichlich)

Zutaten

Für die Linsen:

  • 250 Gramm Berglinsen
  • 4 EL Pflanzenöl
  • 1 rote Zwiebel
  • 2 Stück Stangensellerie
  • 2 Karotten
  • 1 TL Liebstöckel, getrocknet
  • Gemüsebrühe
  • Salz
  • frisch gemahlener Pfeffer

Für die Spätzle:

  • 500 Gramm Dinkelmehl (Typ 630)
  • 100 Gramm Hartweizengrieß
  • 2 TL Salz
  • mindestens 400 ml Hafermilch
  • 1/4 TL Kurkuma (für die Farbe)
  • 2 gestrichene TL Salz
  • 1/4 TL Muskatnuss

Zubereitung

Für das Linsengemüse die Berglinsen mit 750 ml Wasser aufkochen und auf der kleinsten Stufe 30 Minuten garen.

In der Zwischenzeit Zwiebel in kleine Würfel schneiden, Stangensellerie in feine Scheiben und die Karotten würfeln. Das Gemüse in Öl anschwitzen, Liebstöckel dazu geben, damit er seine Aromen an das Öl abgibt.

Die Linsen untermischen, Gemüsebrühe nach Belieben dazugeben, damit es eine schöne Soße (aber keine Suppe) ergibt. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Der Spätzleteig sollte sich leicht auf einem Brett verstreichen lassen

Für die Spätzle Mehl, Griess, Salz, Kurkuma und Muskatnuss mischen, dann die Hafermilch dazugeben und mit dem Kochlöffel oder Küchenmaschine verrühren. Die Masse darf nicht zu fest sein, gegebenenfalls noch Flüssigkeit zugeben, sollte sich gut auf ein Brett streichen lassen.

Ich habe gelesen, dass man das Brett, bevor man den Spätzleteig darauf verteilt, in kochendes Wasser tauchen sollte. Das hat sich bei mir nicht bewährt, weil ich möchte, dass der Teig auf dem Brett kleben bleibt, während ich ihn darauf verstreiche. Ich habe das Brett allerdings vorher gut eingeölt.

Wasser in einem großen Topf zum Kochen bringen. Eine Schüssel mit kaltem Wasser daneben platzieren, um die Spätzle darin abzuschrecken.

Den Teig nun auf das Brett streichen. Nach unten dünn austreichen. Mit einem langen Messer dünne Streifen abteilen (siehe Foto oben) und im flachen Winkel ins Wasser streifen. Fällt der Teig nicht von alleine ab, die Klinge kurz ins kochende Wasser halten. Eine Portion schaben, sie dann mit einer Schaumkelle aus dem kochenden Wasser fischen und in der Schüssel mit dem kalten Wasser abschrecken. Die Spätzle brauchen nicht lange bis sie gar sind, schwimmen schnell oben.
Zwischendurch in ein Nudelsieb abschütten und wieder kaltes Wasser nachfüllen.
So lange wiederholen, bis der Teig verbraucht ist.

Das Schaben wird als schwierig bezeichnet, weshalb die Spätzlepresse oder der Spätzlehobel empfohlen werden. Ich bin da anderer Meinung, obwohl ich nicht der geborene Techniker und eher die Frau fürs Grobe bin. Das Schaben ist wirklich kein Hexenwerk und man hat den Dreh ganz schnell raus. Wichtig ist nur, dass die Teigschicht entsprechend dünn ist.

Die Spätzle vorm Anrichten mit dem Linsengemüse entweder noch einmal kurz in heißes Wasser geben oder in einer Pfanne in etwas Margarine schwenken oder anbraten.




Sauerkraut-Kartoffelgulasch nach Szegediner Art

Was gibt man dem Kind nun für einen Namen? Kartoffelgulasch? Sauerkrauttopf? Sauerkraut-Kartoffeleintopf? Krautgulasch? Mich erinnert die Rezeptur an Szegediner Gulasch aus der ungarischen oder osteuropäischen Küche. So richtig einig ist man sich beim Recherchieren nicht, was da alles hineingehört. In jedem Fall Sauerkraut, Paprikaschoten, Paprikagewürz und Zwiebeln. Weitere Zutaten wie Rindfleisch und Sauerrahm fallen natürlich weg, deshalb „Szegediner Art“.

Sauerkraut ist nicht jedermanns Sache, ich weiß. Aber Sauerkraut ist nun mal sehr gesund. Es ist reich an Probiotika (Milchsäurebakterien), Vitaminen (besonders C, K, B-Vitamine) und Mineralstoffen (Kalium, Magnesium, Eisen), die die Darmflora stärken, das Immunsystem unterstützen, die Verdauung fördern. Außerdem ist es kalorienarm.

Sauerkraut – DAS gesunde Wintergemüse

Um die Vorteile zu nutzen, sollte man es entweder roh oder nur kurz erwärmt essen, da Kochen viele Nährstoffe zerstört. Deshalb gebe ich das Sauerkraut erst ganz zum Schluss dazu, wenn das andere Gemüse bereits gegart ist.

Weil es so gesund ist, sollte man dem Sauerkraut wirklich eine Chance geben. Mein Lieblingsgemüse der ersten Wahl ist es nicht, ich könnte es nicht jeden Tag essen. Kann es aber werden, wenn man versucht zu eliminieren, was man nicht mag.

Sauerkraut mit Schupfnudeln und Röstzwiebeln

Das ist mir schon ganz gut bei einem anderen Rezept gelungen. Als Beilage gibt es selbstgemachte Schupfnudeln, dem Sauerkraut wird hier mit etwas Rohrohrzucker, Weißwein, getrockneten Tomaten und der Süße von gerösteten Zwiebeln die Vehemenz genommen.

Szegediner Gulasch – der ungarische Klassiker ohne Fleisch

Bei diesem Sauerkraut-Kartoffelgulasch macht es die Kombination mit geschmorten Zwiebeln, Paprikastücken und Kartoffeln, dass das Sauerkraut nicht zu sauer hervorschmeckt. Letztlich sind es aber noch Datteln, Tomatenmark und zweierlei Paprikapulver, die das Gesamtaroma harmonisch abrunden. Fast würde ich sagen, dass mir Sauerkraut noch nie so gut geschmeckt hat.

Wie bei allen Eintopf-Gerichten schmeckt auch dieses hier aufgewärmt am besten.

Rezept für Sauerkraut-Kartoffelgulasch nach Szegediner Art

Rezept für 4 Personen

Zutaten:

  • 600 Gramm Sauerkraut
  • 6 Kartoffeln, mittelgroß
  • 2 Paprikaschoten, rot
  • 2 große Zwiebeln
  • 5 Datteln
  • 2 EL Tomatenmark
  • 1 TL Paprikapulver, geräuchert
  • 1 TL Paprikapulver, scharf
  • 1 TL Kümmel, gemahlen
  • 2 Lorbeerblätter
  • 1/2 Liter Gemüsebrühe
  • Salz
  • schwarzer Pfeffer, frisch gemahlen
  • 4 EL Pflanzenöl

Zubereitung:

Zwiebeln halbieren und in feine Schnitze schneiden. Kartoffeln schälen und würfeln. Paprikaschoten würfeln. Sauerkraut abtropfen lassen. Datteln klein hacken.

Öl in einer hohen (Sautier)Pfanne erhitzen, Zwiebeln und Paprikagemüse anbraten. Kartoffeln dazugeben und etwas ansetzen lassen.
Tomatenmark dazugeben, alles mischen und anschwitzen. Brühe angießen, bei mittlerer Hitze und geschlossenem Deckel etwa 15 Minuten köcheln.

Sauerkraut, zweierlei Paprikapulver, Kümmel, Datteln und Lorbeerblätter gründlich untermischen und weitere 10 Minuten köcheln lassen.

Mit Salz und Pfeffer abschmecken. Gegebenenfalls noch etwas Brühe angießen.




Hovawart Pauls 6. Geburtstag – der Hund, der noch immer lacht

Paul ist auch nach sechs Jahren noch nicht das Lachen aus seinem schönen Gesicht gewichen. Er hat sich seit der Welpenzeit nicht wesentlich verändert. Er genießt mit seinem unverkennbaren Temperament, seiner vor Funken sprühenden Lebensfreude und seiner unverbogenen Art sein wunderschönes, leichtes Leben.

Doch, natürlich hat sich etwas verändert, seit wir Paul, einen Hovawart, im April 2020 aus dem Tierheim adoptiert haben. Er hat an Gewicht und (geistiger) Größe zugelegt. Sein intuitives Urvertrauen, dass er von Anfang in uns, meinen Mann und mich, hatte, ist jetzt in Stein gemeißelt. Nach sechs Jahren weiß er sicher, dass wir sein Fels in der Brandung sind, was seinem Hundeglück noch mehr Ausdruck verleiht. Was sich äußert, wenn er sich während eines Spaziergangs ganz oft nach uns umsieht, weil es ihm wichtig ist, dass wir zu ihm schauen, uns für ihn und seine Aktionen interessieren, um dann ganz schnell zu uns gerannt zu kommen, um sich Streicheleinheiten und einen Keks abzuholen. Er wälzt sich gerne auf grünen, saftigen Wiesen. Man spürt seine positive Energie, sein Verschmelzen mit dem Hier und Jetzt.
So viele Trainer, die tatsächlich Workshops anbieten, um zu lehren, wie man für seinen Hund wichtig wird. Wichtiger als alles andere. Was so überflüssig wie ein Kropf ist, wenn man sechs Jahre so mit seinem Hund gelebt hat, wie wir es getan haben und niemals etwas daran ändern werden.

Über die wahren Hintergründe von Vertrauen und Bindung

Ich wiederhole mich, aber vielleicht gibt es jemanden, der das hier liest und nicht weiß, dass ich keine Stunde erzogen oder trainiert habe. Ich lege mich fest, dass das für uns der beste Weg war, den wir hätten wählen können.
Ganz bestimmt würden sich die meisten für Training als erstes Mittel der Wahl entscheiden, wenn es an Vertrauen und Bindung mangelt. Traurig, dass es überhaupt Tipps braucht. Gibt es für Eltern Trainingseinheiten, wie sie beides mit ihren Kindern aufbauen? Wohl kaum. Das beweist sich auch in dieser Beziehung über die Jahre hinweg automatisch, wird schon im Mutterleib aufgebaut.
Es war von beiden Seiten Liebe auf den ersten Blick. Ein kleines aufgewecktes Kerlchen sprang wie ein Wilder am Zaun des Geheges hoch und war sich sicher, dass wir gekommen waren, es zu holen. Wie recht Paul doch hatte. Auch ich hatte nur Augen für ihn. Mir schossen sofort die Tränen vor Ergriffenheit in die Augen und ich wußte sicher, dass der vor Freude Hüpfende unser Paul war. Bereits nach fünf Minuten hielt ich ihn in meinen Armen und versprach ihm das schönste Leben, welches ein Hund nur haben kann.

Paul, der Hund, der immer lacht

Ich habe Wort gehalten. Diese ungebremste Leidenschaft, diese unumstößliche Selbstsicherheit, diese selbstverständliche Bestimmtheit hat Paul sich bis heute bewahrt.

Ich weiß das, muss es aber anderen immer und immer wieder erklären. Die sich gestört fühlen, weil Paul sein Temperament und seine Persönlichkeit leben darf. Er ist nun mal nicht von Geburt an entspannt, zufrieden und bescheiden, wie seine Vorgängerin es war. Er kam, sah und siegte. Er ist mutig, selbstbewusst, unabhängig, schlau, neugierig, wachsam, interessiert, alles andere als gefallsüchtig. Gesegnet mit einer einzigartigen Treffsicherheit, Freundlichkeit und Liebe zu erkennen. Segen und Fluch zugleich. Ein Segen für diejenigen, die er mag. Denn die sind entzückt und ergriffen, wie ungebremst er seine Sympathie zeigt. Ein Fluch für mich, denn die, die er nicht mag, lässt er es lautstark wissen. Nicht mehr, nicht weniger. Aber es genügt, dass wir deshalb vielerorts nicht gerne gesehen sind.

Ich verstehe Paul so gut. Fühle, was er fühlt. Kenne seinen Charakter, sein Rückgrat. Ich bin immer an und auf seiner Seite, weil ich ihn verstehe. Ich lebe 24 Stunden täglich mit ihm. Wir sprechen miteinander. Ich mit ihm. Er mit mir. Ich weiß, worüber er sich freut und was ihm gefällt. Was ihn befremdet, erschreckt und aufregt. Was ihn gruselt. Ich kann sein Bellen deuten, weil es mich interessiert, was er zu sagen hat. Ich kann ihn beruhigen, ich kann ihm die Welt erklären, mich mit ihm zusammen freuen.
Das alles darf er, weil es aus ihm heraussprudelt. Ich verbiete ihm seine Gefühle und Reaktionen nicht. Wie man sie auch mir nicht nehmen kann. Ich sanktioniere nicht, weil ich Verständnis habe.

Ich bin Pauls Mittelpunkt der Welt. Ich bin ihm wichtig. Wichtiger als alles andere auf der Welt. Er möchte, dass es mir gut geht. Erkennt, wenn es nicht so ist. Das wusste ich, da war er noch nicht einmal ein Jahr alt, dass in Paul ein einzigartiges Einfühlungsvermögen ruht. Was sogar ICH diesem stürmischen, hyperaktiven Wesen in dieser Stärke nicht zugetraut hätte. Auch nicht erwartet habe, denn ICH bin diejenige, die alles Unschöne und Sorgen von ihm fernhält, damit er es fein hat. Da saß ich eines Morgens in Tränen aufgelöst und großem Kummer auf der Bettkante, Paul legte sich über meinen Schoß und leckte mir leidenschaftlich übers Gesicht. Spätestens zu diesem Zeitpunkt wusste ich, was für ein zauberhaftes Wesen da heranwächst.

Paul beim Lernen

Mittlerweile sind wir miteinander verschmolzen. Alles ist so selbstverständlich und leicht. Paul versteht jedes Wort. Gar nie muss ich ungeduldig sein, Paul reagiert. Ich müßte mir auch draußen keine Sorgen mehr machen, wenn er im Freilauf ist. Denn Paul hat in den letzten sechs Jahren über Erfahrungen, übers Beobachten und an meiner Seite gelernt, was richtig und falsch ist, wovon keine Gefahr ausgeht. Dass er eigene Entscheidungen treffen darf, weil es gute Entscheidungen sind. Paul ist unverdorben und unbedarft, hat in sechs Jahren keine schlechten Erlebnisse gehabt. Ich habe sie ihm zuliebe alle abgefedert, damit seine Welt heil bleibt und ihn nichts belastet.
Das hat ihn zu einem souveränen, zuverlässigen und gänzlich ungefährlichen Rüden werden lassen. Das anerkennen jedoch die anderen nicht, sie sind auf einem komplett anderen Weg. Haben andere Informationsquellen, Ansichten und Erkenntnisse. Dagegen bin ich machtlos, ebenso gegen Gerüchte, Kolportagen und lebhafte Phantasien. Das macht die Gesellschaft aus, die Pluralität in allen Lebensbereichen. Man kommt nirgends auf einen Nenner. Das respektiere und danach lebe ich, denn wir kommen niemanden in die Quere. Das habe ich bestens und sehr vorbildlich im Griff, was mir tausendmal lieber ist, als Paul im Griff zu haben.

Paul tut, was ein Hovawart tun muss

Nun bin ich selbstverständlich nicht so verblendet und selbstherrlich, dass ich es allein meiner Art, mit Paul zu leben, zuschreibe, dass er so hingebungsvoll und voller Liebe ist.
Natürlich schallt es aus dem Wald, wie es hereinruft, bei aller Romantik und allem Anti-Rassismus lasse ich natürlich nicht Pauls Genetik unter den Tisch fallen.
Er ist ein Hovawart, gezüchtet, um auf Bauernhöfen zu wächtern. Daran ändere auch ich nichts. Vor allem ICH nicht. Denn ich respektiere das, versuche mich in Pauls Denkweisen einzuloggen und sein Verhalten zu verstehen.
Wer gedacht hat, dass es einfach ist, nicht zu erziehen und zu trainieren, hat sich geirrt. Denn seinen Hund zu verstehen, seine Verhaltensweisen nachzuvollziehen, ihm in seinem Kontext die Welt zu erklären, ist bei weitem sehr viel anspruchsvoller. Gefolgt davon, alles in geordnete Bahnen zu führen.

Paul tut, was ein Hovawart tun muss

Ein Hovawart liebt Haus, Hof und seine Menschen. Das beweist er, indem er gewissenhaft darauf aufpasst.
Wir leben auf keinem Bauernhof, sondern inmitten einer beliebten Altstadt. Wir haben bodennahe Fenster zur Straße hinaus, einen hochgelegenen Balkon mit freier Sicht. Beides nutzt und liebt Paul und sehe ich als die perfekte Alternative zu einem Bauernhof und die perfekte Wohnsituation für einen Hovawart. Weil er, wann immer er es für notwendig erachtet, aufpassen kann. Das macht er in der Tat sehr virtuos, ähnlich professionell wie ein Polizist. Er unterscheidet, wann es wichtig ist, Bericht zu erstatten, wann nicht. Spazieren Menschen unauffällig vorbei, passt das. Verhalten sie sich auffällig, dafür hat Paul ein sicheres Auge, wird gemeldet. Ebenso Katzen und Hunde. Ich weiß jeweils sogar, was oder wen Paul gesehen hat. Je nach Tonlage, Intensität und Grad der Aufregung.

Die perfekte Balance zwischen Auslastung und Ruhephasen

Das Schöne an Paul, nichts für Ungeduldige in Zeitnot, er erledigt seinen Job ja nicht seinetwegen, sondern für seine Menschen. Es wäre höchst undankbar, seine Sichtungen nicht entsprechend zu würdigen. Ihn zu loben, weil er so aufmerksam war. Ihm beizustehen, wenn ihn etwas aufgeregt oder gegruselt hat. Ihn zu besänftigen, wenn die Katze nicht aus seinem Sichtfeld weicht und sie es sich auf der Mauer gemütlich macht. Sich gemeinsam zu freuen, wenn einer seiner Lieblingshunde vorbeiläuft. Dann schaut Paul jeweils zu mir, ob ich mich schon auf den Weg gemacht habe und gemeinsam kommentieren und moderieren wir die Geschehnisse. Das funktioniert übrigens auch sehr gut im Auto.

Einem Coach habe ich von meiner Not erzählt, dass es mir unangenehm ist, wenn Paul seiner Genetik vor der Haustür freien Lauf lässt. Wenn wir nicht schnell genug im Auto sind, jemand sich uns nähert, der uns nicht wohlgesonnen ist oder nicht wissen kann, was Paul für ein Typ Hund ist. Dass Paul nicht gefährlich ist, sondern nur tut, was ein Hovawart tun muss.
Seine Anwort kam schnell, klar und deutlch: „Heike, Paul wäre ein scheiß Hovawart, wenn er das nicht machen würde.“Da war ich dann doch wieder ein ganz klein wenig stolz auf mich, Pauls Wesen nicht verbogen, ihm nicht seiner Würde beraubt zu haben.

Was 6 Jahre „Waldorfschule“ aus einem Hovawart machen

Manchmal lese ich mir meine Beiträge zu Paul nochmal genau durch. Mit der Befürchtung, zu der ein oder anderen Aussage nicht mehr zu stehen. Überflüssig, denn schließlich habe ich zu keinem Zeitpunkt anders gehandelt, als aus dem Bauch heraus. Immer meinem Gewissen und meinem Charakter verpflichtet. Niemals auf Meinungen gehört, die nicht meiner Ethik entsprachen.
Vom Schimpfen ist in einem meiner älteren Beiträge die Rede. In der Tat kann ich damit bis heute Pauls Aufmerksamkeit auf mich ziehen, wenn der Übermut und die Aufregung ihn übermannen. Ich erhebe die Stimme, ohne mit dem Finger zu drohen oder mich vor Paul aufzubäumen. Er funkelt mich mit seinen wachen, großen Augen selbstbewusst und vertändnislos an, hat selbstverständlich das letzte Wort, ist dann schließlich doch kompromissbereit. Es geschieht zu seinem Wohl, das ist mir wichtig.

Wenn ich mich beschreiben soll, dann bin ich respektvoll, ehrlich, empathisch, freundlich, introvertiert, selbstsicher. Ich bin nicht laut, gemein, geltungssüchtig. Ich muss nicht im Mittelpunkt stehen. Ich mag nicht Chef sein. Ich mag es entspannt und geregelt. Ich mag keinen Streit, vermeide Auseinandersetzungen. Bin nicht übermäßig ehrgeizig, muss mich nicht messen. Damit bin ich fein.
Da ich Tierschützerin bin, ich darf mich so bezeichnen, weil ich aus ethischen Gründen vegan lebe, zeigt sich mein Charakter nicht nur mir oder anderen Menschen, sondern auch oder besonders in meinem Umgang mit Tieren. Selbstverständlich sind das für Paul wunderbare Voraussetzungen.

Einzig meine durchlässigen Membrane machen mich empfindlich für Anfeindungen, Streit und alle Disharmonien. Dann schaffen es böse Worte und sogar unsachliche Argumente zu meinem Unterbewusstsein durchzudringen und sich dort festzusetzen. Da machen sie es sich gemütlich, um sich doch hin und wieder mal bei mir zu melden. So. Die Rechnung haben alle Widersacher ohne Paul gemacht. Denn er passt wie ein Puzzlestück zu mir und hat es als einziger in meinem schon lange währenden Leben geschafft, mich unbeirrt vom Gegenteil zu überzeugen. Zu keiner Zeit hat Paul mir meine kritischen Blicke und Sorgenfalten übel genommen und ist unbeirrt ein ganz großartiger und besonderer Paul geworden. Dafür bin ich ihm sehr dankbar. Ich habe bei weitem mehr von ihm gelernt, als er von mir.

An all seinen Geburtstagen war ich immer neugierig, wo wir ein Jahr später stehen würden. Würde es einfacher? Wäre Paul plötzlich „brav“? Würden wir alle Kritiker Lügen strafen, weil da auf einmal ein kleiner Soldat neben mir hertrottet?

Lieblingsplatz Wiese, in guten wie in schlechten Zeiten

An seinem 6. Geburtstag bin ich nicht mehr neugierig. Sondern froh und erleichtert, dass Paul sich seine Unbedarftheit bewahrt hat. Dass er gesund ist. Dass er noch nicht ein einziges graues Haar hat.
Dass er sich zwar aufgrund seiner liebsten Beschäftigung, dem Beobachten (drinnen wie draußen), an Radfahrer, Fußgänger, Jogger und andere Hunde gewöhnt hat, er aber, wie es sich für einen schlauen Hovawart gehört, Auffälligkeiten und unerhörtes Verhalten meldet. Dass er deutlich kommunizieren kann, um in seinen Bedürfnissen wahrgenommen zu werden.
Für mich sehr bemerkenswert, in welcher Art er mir zeigt, dass er Bauchschmerzen hat und er gerne nach draußen möchte. Er hat eine genetische Bauchspeichdeldrüsenunterfunktion, die seine Verdauung beeinträchtigt, wenn ihm zum Beispiel das gezupfte Gras zu schwer im Magen liegt oder er etwas Falsches erwischt hat. Wir fahren mit dem Auto an einen abgeschiedenen Ort, drehen dort so lange unsere Runden, liegen so lange in der Wiese, bis Paul sich aller Quälgeister entledigt hat. Dann kehrt das Leben in sein schönes Gesicht zurück, die großen Augen strahlen und sein dankbarer Blick trifft mich mitten ins Herz.

Die letzten Jahre haben mir mehr als jemals zuvor gezeigt, wie wichtig es ist, sich sein eigenes Bild zu machen, zu hinterfragen, über den Tellerrand zu schauen.
Natürlich hätte ich Paul erziehen und mit ihm trainieren können. Früher oder später wäre Paul vielleicht genauso geworden, wie all die anderen Hunde, für die man bewundert wird. Das hätte ich aber weder für Paul, noch für mich gemacht, sondern für die anderen da draußen. Damit die Nachbarn nicht mehr über uns reden und ich nicht mehr anecke.
Ich hätte nichts gelernt, sondern dazu beigetragen, dass die ewig gestrigen Methoden niemals hinterfragt werden. Ich hätte die Erfahrung nicht gemacht, was ein achtsamer Umgang auf Augenhöhe mit einem Hund macht. Dass er nicht die Weltherrschaft übernimmt, obwohl wir keine Impulskontrolle, Raumverwaltung, Frustrationstoleranz, Auslastung, kein Deckentraining praktizieren. Obwohl er nicht auf Fußhöhe und an kurzer Leine neben mir läuft.

Pauls typischer Blick, der mein Herz berührt

Natürlich kann ich Lieschen Müller nicht überzeugen, weil sie mit dem Temperament nicht klarkommt, sein Verhalten und sein Bellen nicht versteht und falsch interpretiert. Aber es ist MEIN Hund, ich bin in erster Linie IHM verpflichtet. Ich setze meinen Stellenwert für Paul nicht aufs Spiel, missbrauche sein Vertrauen nicht.
Da wir niemandem in die Quere kommen, habe ich mir nichts vorzuwerfen. Dass Hundegebell nicht erwünscht ist, daran haben wir uns gewöhnt und müssen damit leben.

Gerade weil die letzten sechs Jahre so schnell vergangen sind, die nächsten vielleicht noch schneller vorbeiziehen, möchte ich nie etwas bereuen müssen. Ich möchte nie darüber nachdenken müssen, dass ich hätte freundlicher und liebevoller sein können.
Stattdessen genieße ich Pauls Blicke, die Nähe, sein glückliches Gesicht, seinen stolzen Gang, seine Unbedarftheit. Dass Paul nichts Schlechtes kennt, er noch nie geknurrt oder gar gebissen hat, er nicht zusammen zuckt, wenn ich eine ungeschickte Bewegung mache. Von meiner Hand kommt nur Gutes, Streicheleinheiten oder Kekse. Ich kann ihm etwas aus dem Mund nehmen, wenn es nicht gut für ihn ist. Er stürzt sich nicht an seine Mahlzeiten, weil er weiß, dass es seine sind und eher etwas dazu kommt, als dass etwas weggenommen wird. Er kennt die Tagesabläufe, in die er sich einbringen darf. Ich bleibe immer transparent, klar und fair.

Paul lebt so, wie wir es für uns wünschen würden. Wie jedes Lebenwesen leben sollte. Denn dafür ist das Leben da, um es sich fein zu machen, um unbeschwert zu sein.
Wenn es stimmt, dass ein glückliches Leben die Basis für ein gesundes und langes Leben ist, dann sollte unser Beispiel Schule machen.




Crêpe Suzette – DER französische Dessert-Klassiker

Es gab Zeiten, da konnte ich an keinem Crêpe-Stand vorbeigehen. Ich war süchtig nach dieser französischen Süßspeise. Obwohl, das weiß ich jetzt, dieser dünne und blasse Pfannkuchen nach nichts geschmeckt hat. Darüber haben dann die berühmte Nuss-Nugat-Creme oder Apfelmus ein wenig hinweggetäuscht.

Tatsächlich habe ich seit sechs Jahren, seit ich vegan lebe, nicht einen einzigen Crêpe mehr gegessen. Denn im Originalrezept werden Mehl, Zucker, Eier, Butter und Milch verarbeitet.
Ich wiederhole mich, aber Eier sind eine Zutat, die es so gar nicht braucht. Die man teilweise nicht einmal ersetzen muss, man lässt sie einfach weg. Das habe ich schon bei meinen Pfannkuchen gemerkt, die durch die Zugabe von Backpulver und Mineralwasser mindestens genauso herrlich luftig und fluffig werden.

Gelingsichere Crêpes ohne Butter, Milch und Eier

Bei einem Crêpe geht es darum, dass der Teig schön flüssig ist, damit er auf dem heißen Pfannenboden schnell zum Rand hin zerfließt. Dünn und fluffig sollte er sein, dann haben wir den perfekten Crêpe geschaffen. Das gelingt in diesem veganen Rezept durch proteinreiche Sojamilch und das vorsichtige Unterrühren von Mineralwasser.

Nach hunderten von Crêpes, die ich in meinem Leben wahrscheinlich schon gegessen habe, und nach sechs Jahren Verzicht, ist es mir gestern beim Experimentieren wie Schuppen von den Augen gefallen. Dass Crêpes mir leicht gebräunt sehr viel besser schmecken. Sie sind dann nicht mehr so zäh und teigig, sondern etwas fester und aromatischer. Das bleibt natürlich jedem selbst überlassen.
Ist vielleicht an dieser Stelle nicht der beste Vergleich, aber Königsberger Klopse sind knusprig gebraten auch sehr viel besser als gekocht. Wir dürfen da einfach kreativer sein und nicht so sehr an den Rezepten kleben.

Crêpe Suzette – mit Orangenlikör flambierte Pfannkuchen

So bin ich auch in weiteren Schritten von der herkömmlichen Zubereitung abgewichen, um eine sehr eigene Version von Crêpes Suzettes hier vorzustellen.
Normalerweise werden die fertigen Pfannkuchen in der Orangensauce getränkt und anschließend mit Orangenlikör flambiert. Ich dagegen backe zuerst eine Seite goldgelb, wende den Crêpe, verteile, während er auf der anderen Seite brät, bereits die eingekochte Orangensauce großzügig auf der Oberseite. Die Sauce darf ruhig zu den Seiten hin auslaufen, denn das karamellisiert so schön und das Ergebnis wird wunderbar saftig. Dann falte ich ihn zweimal in der Hälfte, übergieße ihn mit Orangenlikör und flambiere. Dabei bleibt die Pfanne die ganze Zeit auf der Herdplatte. Es bildet sich eine herrliche Kruste. Wir alle wissen, wie wichtig Röstaromen sind, sie schaden also auch hier nicht.

Crêpe Suzette mit einem Maximum an Orangen-Aromen

Ich bin mir sicher, dass man mit diesem Dessert jeden Gast begeistern kann: ein goldgelb gebackener Crêpe, leicht karamellisiert und mit Orangenlikör spektakulär flambiert. Mit Orangensauce, Orangenfilets und gerösteten Mandelblättchen serviert – mehr geht fast nicht. Oder doch? Auch eine Kugel Vanilleeis und ein Klecks Sahne lassen manches Herz höher schlagen.

Diese absolut gelingsicheren Crêpes sind bereits mit einer Schokocreme oder mit Apfelmus gefüllt ein Hochgenuss. Man kann sich also einige Arbeitsschritte sparen.

Rezept für Crêpe Suzette

Ergibt 6 Crêpes

Zutaten:

Für den Teig

  • 200 Gramm Dinkelmehl (Typ 630)
  • 350 ml Sojamilch
  • 120 ml Mineralwasser
  • 1 EL Sonnenblumenöl
  • 1 EL Zucker (optional)
  • 1 Prise Salz

Für die Sauce

  • 2 Bio-Orangen (Saft und Schale)
  • 40 Gramm Margarine
  • 2 EL Orangenlikör

Außerdem

  • Orangenlikör zum Flambieren
  • 1 Orange zum Filetieren und Anrichten
  • geröstete Mandelblättchen

Zubereitung:

Für die Crêpes Mehl, Zucker (kann auch weggelassen werden) und Salz mischen. Dann die Sojamilch und das Öl mit einem Schneebesen unter- und glattrühren. Schließlich vorsichtig das Mineralwasser dazugeben – nur rühren, nicht schlagen.
Für 20 Minuten quellen lassen.

In der Zwischenzeit zwei Orangen mit heißem Wasser gründlich abwaschen und trocknen. Die Schale mit einer feinen Reibe abreiben, die Hälften auspressen.
Den Saft, eventuell das in der Presse verbliebene Fruchtfleisch und die Schale in einem kleinen Kochtopf etwa 5 Minuten einkochen, bis der Saft etwas dickflüssiger geworden ist. Margarine darin schmelzen und glattrühren, Oranangenlikör dazugeben.

Mandelblättchen rösten, die verbliebene Orange filetieren.

Eine beschichtete (Crêpe)Pfanne erhitzen und mit einem Papiertuch mit Öl einreiben. Den Teig mit einer Suppenkelle mittig in die heiße Pfanne geben. Den Teig zügig in alle Richtungen bewegen, damit der Pfannenboden gleichmäßig bedeckt ist.
Bei mittlerer Hitze etwa 1 Minute backen, bis die Ränder trocknen und sich langsam kräuseln. Am besten mit einem Pfannenwender nachsehen, ob die Unterseite schon leicht gebräunt ist.
Crêpe wenden, mit etwa 3 Esslöffel der Orangsauce bestreichen. Sie darf ruhig über den Rand in die Pfanne laufen. Den Crêpe zweimal in der Mitte falten. Mit reichlich Orangenlikör beträufeln und mit einem langen Streichholz anzünden.

Mit Mandelblättchen, der restlichen Orangensauce und Orangenfilets garnieren und servieren.




Deftige Schnibbelbohnensuppe mit Kartoffeln und Steckrübe

Ich bleibe dabei. Suppen und Eintöpfe sind und bleiben eine Herausforderung. Es bedarf einiger Feinheiten, um aus ihnen das Maximum an Geschmack und Aromen herauszuholen. Einfach nur Brühe und Schärfe genügen nicht.

Schön, wenn das Gemüse schon einmal einen intensiven Eigengeschmck hat, wie zum Beispiel beim Grünkohleintopf. Kräuter tun ihr übriges, etwaige Röstaromen können auch nicht schaden oder ein Schuss Säure zur Abrundung (siehe die Linsensuppe). Das Zusammenspiel ist es dann, was aus einer Suppe etwas Besonderes macht.
Das berühmte Salz in der Suppe darf natürlich nicht fehlen. Wobei ich beim Salz gerade etwas in der Zwickmühle bin, weil es bei einigen biochemischen Prozessen im Körper eher kontraproduktiv sein soll. So wird ein zu hoher Blutdruck oft auf zu viel Salzkonsum zurückgeführt. Auf der anderen Seite soll das Trinken von Meerwasser sehr gesund sein, weil es den Körper mit allen benötigten und überlebenswichtigen Mineralien und Spurenelementen versorgt. Es heißt, dass man sich an ungesalzenes Essen innerhalb von zwei Wochen gewöhnen würde.
Ich entscheide mich vorerst für einen Kompromiss und greife auf ein hochwertiges Meersalz aus dem Biomarkt zurück und schmecke sehr vorsichtig ab. Ich glaube nicht, dass Salz per se das Problem ist. Sondern eher die versteckten Salze in Wurst und Fertigprodukten.
Die Brühe gebe ich übrigens erst nach dem Garen dazu, weil ich die Erfahrung gemacht habe, dass das Gemüse länger braucht, wenn ich die Brühe gleich angieße.

Bohnensuppe mit vielen aromatischen Zutaten – ein Geschmackserlebnis der besonderen Art

So bräune ich zuerst die Zwiebeln in ausreichend Pflanzenöl, streue dann die getrockneten Kräuter dazu, damit sie ihre Aromen ans Öl abgeben. Schließlich kommen die Kartoffel- und Steckrübenwürfel dazu, die ich auch kurz ansetzen lasse, bevor ich die Flüssigkeit angieße. Zum Schluss gesellt sich die Hauptzutat, die Bohnen, dazu. Getrocknete Tomaten, die leicht salzig schmecken, sind mein Geheimtipp. Wenn alles gar ist, mache ich eine erste Geschmacksprobe, dann weiß ich, wo die Reise hingeht und wieviel Würze ich brauche.

Gerade haben Steckrüben Hochsaison. Der herb-süße, leicht erdige Geschmack erinnert ein wenig an Kohlrabi. Ich verwende sie weniger als Hauptgemüse, sondern als Beigabe im Kartoffelstampf oder im Mix mit anderem Gemüse in Suppen und Eintöpfen.
Steckrüben sind kalorienarm und nährstoffreich. Sie enthalten viele Vitamine wie Vitamin C, Beta-Carotin und B-Vitamine, Mineralstoffe wie Kalium und Magnesium sowie ätherische Öle, die gut für die Verdauung sind. Sie sind fettfrei und unterstützen ein starkes Immunsystem, gesunde Haut, Haare und Knochen.  

Schnibbelbohnensuppe mit saisonaler Zutat: Steckrübe

Noch ein kleiner Tipp zur Geschmacksoptimierung: eine Sellerieknolle immer mit dem Grün kaufen. Man kann das Kraut in der Suppe mitgaren oder es trocknen. Letzteres mache ich. Ich hänge es für ein paar Tage zum Trocknen auf, zermahle es in meiner elektrischen Kaffeemühle zu Pulver und mische es mit einem hochwertigen Salz. Ganz oft ist die Zugabe von Selleriesalz das Zünglein an der Waage.
Ich habe gelesen, dass man bereits das frische Kraut grob hackt, mit Salz mischt, die Mixtur auf einem Backblech verteilt und bei geringer Temperatur trocknet. Es entsteht eine Platte, die zerteilt und dann stückweise zermahlen wird. Soll intensiver sein. Mir ist das allerdings zu viel Aufwand.

Rezept für Schnibbelbohnensuppe mit Kartoffeln und Steckrübe

Rezept für 4 Personen

Zutaten

  • 500 Gramm Brechbohnen (tiefgekühlt)
  • 500 Gramm Kartoffeln
  • 1 kleine Steckrübe
  • 1 Zwiebel
  • 1 TL getrocknetes Bohnenkraut
  • 1 TL Liebstöckl
  • 40 Gramm getrocknete Tomaten
  • 1 EL Gemüsebrühe
  • (Sellerie)Salz
  • schwarzer Pfeffer
  • 5 EL Olivenöl

Zubereitung

Zwiebel, Kartoffeln und Steckrübe in Würfel schneiden.

Zwiebeln in Olivenöl anschwitzen, Bohnenkraut und Liebstöckl einstreuen, solange rösten bis die Zwiebeln leicht gebräunt sind und die Aromen aufsteigen. Kartoffeln und Steckrüben dazugeben und unter regelmäßigem Rühren kurz ansetzen lassen. Mit 1 Liter Wasser ablöschen, bei geschlossenem Deckel und mittlerer Hitze 10 Minuten köcheln lassen. Bohnen und getrocknete Tomaten unterrühren. Alles zusammen für etwa 20 Minuten durchgaren. Brühe in 1/4 Liter Wasser anrühren und zur Suppe geben. Aufkochen lassen und mit Salz und Pfeffer abschmecken.




Herzhafter Zwiebelkuchen mit Mürbeteig

Zwiebelkuchen weckt bei mir schöne Erinnerungen. An die liebevoll organisierten Weinfeste in kleinen, pittoresken Dörfern in meiner Heimat, in Rheinland Pfalz. Nach der Weinlese und wenn es den ersten neuen Wein, den Federweißer, gab. Dann wurden die Sträßchen und Hinterhöfe aufgehübscht und für Gäste von nah und fern geöffnet. Kein Fest ohne typische Spezialitäten wie zum Beispiel Zwiebelkuchen. Der so perfekt zu der leichten Süße des prickelnden Weins passte.

Wie so oft habe ich mich auch um dieses Rezept lange herumgewunden, weil ich dachte, dass Zwiebelkuchen ohne Ei nicht funktionieren kann. Seit ich allerdings eine Quiche Lorraine erfolgreich in die tierleidfreie Variante verwandelt habe, weiß ich, was der Seidentofu für eine Allzweckwaffe ist. Es lohnt sich wirklich, seine Vorurteile gegenüber Tofu gänzlich über Bord zu werfen.

Wie der Naturtofu wird auch Seidentofu aus eingedickter Sojamilch hergestellt, die zu festen, weißen Blöcken gepresst wird. Seidentofu hat jedoch eine sehr viel weichere Konsistenz und lässt sich leicht zu einem proteinreichen, milchfreien Ersatz für Sahne (sie auch meine Mousse au chocolat) verarbeiten . Durch das Pürieren mit Sojamilch erhält er eine glatte Textur und es entstehen keine Klümpchen mehr.
Durch den hohen Gehalt an Wasser hat er im Vergleich zum Naturtofu weniger Kalorien, liefert aber viel gesundes Eiweiß.

Zwiebelkuchen: Seidentofu sorgt für die perfekte Konsistenz der Zwiebelmasse

Was auch immer chemisch passiert, Seidentofu macht aufgeschlagen Speisen cremig oder sorgt vermischt mit Gemüse oder Früchten und gebacken eine angenehm (schnitt)feste Konsistenz. Dabei drängt er sich geschmacklich nicht in den Vordergund.

Einfacher Zwiebelkuchen mit Mürbeteig

Dieses Rezept reicht sehr nah an das Original heran und macht glücklich, wenn man beim Essen in so schönen Erinnerungen schwelgen kann.
Dabei ist die Zusammensetzung sehr einfach. Die Basis bildet ein zarter Mürbeteig aus Mehl, Salz und Margarine. Nachdem die Zwiebeln leicht angeröstet wurden, werden sie mit dem aufgeschlagenen Tofu vermischt und fein mit Meersalz, schwarzem Pfeffer und reichlich Muskatnuss abgeschmeckt.
Das Anrösten der Zwiebeln ist in diesem Fall wichtig, erfordert etwas Geduld und die Anwesenheit am Herd. Es braucht das leichte Röstaroma, um perfekt zu schmecken. Letztlich sieht der Zwiebelkuchen so leicht gebräunt natürlich auch sehr viel besser aus.
Ich empfehle einen saisonalen Salat dazu, zum Beispiel einen zarten Endiviensalat mit Orangenfilets und Walnüssen.

Rezept für Herzhafter Zwiebelkuchen mit Mürbeteig

ZUTATEN

Für den Teig:

  • 300 Gramm Dinkelmehl (Typ 630)
  • 1 TL Salz
  • 180 Gramm kalte Magarine

Für den Belag:

  • 6 mittelgroße Zwiebeln (etwa 500 Gramm)
  • 2 EL Pflanzenöl
  • 1 Packung Seidentofu (400 Gramm)
  • Meersalz
  • schwarzer Pfeffer, frisch gemahlen
  • Muskatnuss, frisch gemahlen

ZUBEREITUNG

Für den Mürbeteig zuerst Mehl mit Salz mischen, dann die Margarine in Flocken untermischen und schnell zu einem geschmeidigen Teig verkneten. Gegebenenfalls noch etwas kaltes Wasser dazugeben, falls der Teig zu fest ist. Zugedeckt eine halbe Stunde im Kühlschrank ruhen lassen.

In der Zwischenzeit die Zwiebeln in feine Scheiben hobeln.
Öl in einer Pfanne erhitzen, Zwiebeln dazugeben und bei mittlerer Hitze dünsten und leicht anrösten. Vom Herd nehmen.
Seidentofu mit einem Rührgerät oder Schneebesen aufschlagen und unter die Zwiebelnmasse heben. Gut mit Salz, Pfeffer und Muskatnuss abschmecken.

Den Backofen auf 180 Grad vorheizen (Ober- und Unterhitze).

Eine Quiche- oder Kuchenform gut fetten. Den Mürbeteig so groß ausrollen, dass ein Rand entsteht und in die Form drücken.
Die Zwiebeln darauf verteilen und für etwa 40 Minuten in den Backofen schieben. Gegebenfalls noch etwas Zeit zugeben, bis der Teig und die Zwiebeln goldgelb sind.




Schneller Apfelkuchen mit Filoteig

Habe gerade mal gegoogelt, was der beliebteste Kuchen in Deutschland ist. Dachte, es sei der Apfelkuchen. Ist er aber nicht. Der Apfelkuchen schafft es nur auf den 3. Platz. Platz 1 belegt der Käsekuchen.

Der beliebteste Kuchen in Deutschland: Käsekuchen

Wie praktisch, denn dieser Kuchen ist eine Mischung aus Apfel- und Käsekuchen. Dazu später mehr.
Auf Platz 2 schafft es die Schwarzwälder Kirschtorte. Auch diese findet sich in einer wohlschmeckenden Interpretation unter meinen Rezepten. Denn klassisch mag ich sie nicht so gerne. Zu viel Sahne, die Biskuit-Böden zu fade, die Kirschmasse zu langweilig.

Platz 2 in der Kuchen-Hitliste: Schwarzwälder Kirschtorte

Meine Variante besteht aus einem festen Schokoladenteig, einer Schicht Ganache, für Crisp sorgen karamellisierte Haselnüsse und den Kirschschnaps habe ich durch Mandellikör ersetzt. Dieser tränkt die Böden und verfeinert die Kirschen. Alles in allem steht die Sahne nicht mehr so sehr im Vordergrund, alle Komponenten sind gleichberechtigt und harmonieren bestens.
Auf Platz vier hat es der Bienenstich geschafft, den habe ich natürlich auch erfolgreich veganisiert.

Auf Platz 4 der deutschen Lieblingskuchen: Bienenstich

Der Clou an meinem Bienenstich-Rezept ist die Florentiner-Masse aus Mandeln und Mandelmus, die die Torte krönt.
Auf Platz 5 rangiert der Streusselkuchen. Streussel finden sich bei mir auf vielen Kuchen, auf dem Russischen Zupfkuchen und auf einigen meiner zahlreichen Apfelkuchen-Rezepte – vom Apfelkuchen mit Zuckerteig, bis Apfelkuchen vom Blech hat man die Qual der Wahl.

Platz 5: Streusselkuchen

Nun zu meinem aktuellen Rezept, einer Mischung aus Käse- und Apfelkuchen. Damit es ausnahmsweise mal schnell geht, habe ich Filoteig hergenommen (je nach Hersteller ab 10 Blätter in einer Packung). Sie dienen einmal als Basis für die Crememasse und schließlich als Gerüst für die Äpfel.

Die einzelnen Filoteigblätter werden jeweils zerknüllt und auf die Crememasse gesetzt

Filoteig ist ein sehr dünner, blättriger Teig, der traditionell in der griechischen und türkischen Küche verwendet wird. Er wird aus Mehl, Wasser und Öl hergestellt und bricht leicht, muss daher zügig nach dem Auspacken verarbeitet werden, eventuell mit einem feuchten Tuch abgedeckt werden und vor dem Zerknüllen mit etwas zerlassener Magarine bepinselt werden.

Apfelkuchen aus Filoteig und Käsekuchenmasse

Wer auf der Suche nach einem schnellen, trotzdem überzeugenden und köstlichen Rezept für einen Apfelkuchen ist, der ist hier fündig geworden. Er schmeckt sowohl frisch aus dem Ofen, so ähnelt er einem Apfelstrudel (perfekt mit einer Kugel Vanilleeis), als auch aus dem Kühlschrank.
In einer knappen Viertelstunde steht er im Backofen.

Rezept für Schneller Apfelkuchen mit Filoteig

Zutaten:

  • 1 Packung Filoteig (10 Blätter)
  • 3 mittelgroße Äpfel
  • 1 Becher Natur- oder Vanillejoghurt (vegan)
  • 1 Packung Vanillepuddingpulver
  • 100 Gramm Rohrohrzucker
  • 100 Gramm Margarine
  • 1 TL Zimt
  • optional: Mandellikör und gehackte Nüsse

Zubereitung:

Backofen auf 180 Grad (Ober- und Unterhitze) vorheizen.

Margarine schmelzen. Die Hälfte benötigt man zum Bestreichen der Teigblätter, die andere Hälfte kommt in die Creme.

Joghurt, Puddingpulver, 80 Gramm Zucker und die Hälfte der Margarine zu einer glatten Creme verrühren. Wer möchte, kann mit einem Schuss Mandellikör abschmecken.

Die Äpfel vierteln, das Kerngehäuse entfernen und in dünne Scheiben hobeln oder schneiden.

Eine Spring- oder Quicheform fetten und mit zwei Blättern Filoteig auskleiden. Dabei einen Rand von etwa zwei Zentimetern stehen lassen.
Darauf die Vanillecreme verteilen.
Jedes der acht verbleibenden Teigblätter zuerst dünn mit Margarine bepinseln, dann vorsichtig zusammenknüllen und dicht an dicht in die Form setzen (siehe Foto oben).
Die Äpfel gleichmäßig auf dem Kuchen verteilen. Zimt und 20 Gramm Zucker mischen und drüberstreuen. Wer mag kann noch mit einer Handvoll gehackter Nüsse verfeinern.

Für etwa 40 Minuten backen.




Cemiger Pasta-Sugo aus Zucchini

Es ist ein gutes Zucchini-Jahr. Entsprechend reichlich bekomme ich wunderhübsche Zucchini-Exemplare in allen Größen und Farben von allen Seiten geschenkt. Zur beiderseitigen Freude. Der Schenker ist erleichtert, dass er in mir einen dankbaren Abnehmer findet. Ich freue mich, weil ich mich herausgefordert fühle, das gesunde und kalorienarme Gemüse so vielfältig wie möglich zu verkochen. Apropos kochen, Zucchini können auch roh verzehrt werden, zum Beispiel gerieben im Salat.
Alleine hier auf meinem Blog finden sich reichlich Rezepte. Zu Salat verabeitet, mit Buchweizen gefüllt, als Brotbelag zubereitet, in Linsenpuffer gerieben, in Suppen oder Curries geschnippelt… – einfach mal ‚Zucchini‘ in die Suchfunktion eingeben.

Pasta mit cremigem Zucchini-Sugo

Eine Pasta-Sauce mit Zucchini fehlte mir noch in der Sammlung.
Habe ich schon einmal erwähnt, dass ich keine Sahne mag? Auch nicht in der tierleidfreien Version. Ihre Daseinsberechtigung findet sie alleine in meiner sehr imposanten Interpretation einer Schwarzwälder Kirschtorte.
Sahnesaucen oder Süßspeisen mit Sahne waren und sind mir einfach zu mächtig. Oder mit Käse Überbackenes. Das sind schon sehr viele Ersatzprodukte, die ich nicht brauche und ganz nebenbei auch sehr viele Kalorien, die sich nicht auf meinen Hüften oder meinem Bauch einen Platz suchen müssen. Noch dazu ist Sahne auch nicht unbedingt ein Geschmacksbringer. Warum es also nicht anders versuchen, Cremigkeit zu erzielen?

Cremige Sauce aus Zucchini, Zwiebeln, Pinienekernen und getrockneten Tomaten

Für dieses Pastarezept werden Zucchinischeiben, Zwiebeln, Pinienkerne und getrocknete Tomaten in Olivenöl angebraten. Die Hälfte wird püriert, um die Pasta darin zu baden, damit sie alle Aromen aufnimmt. Die andere Hälfte wird über den Nudeln verteilt. Man braucht nicht einmal einen Salat, weil die Zucchinistücke als Beilage genügen. So hat man sich ganz schnell etwas sehr Besonderes und Gesundes aus dem Sommerkürbis gezaubert.

Rezept für Cremiger Pasta-Sugo aus Zucchini

Rezept für 2 Personen

Zutaten:

  • 1 goße oder 2 mittlere Zucchini (etwa 500 Gramm)
  • 1 große Zwiebel
  • 50 Gramm Pinienkerne
  • 50 Gramm getrocknete Tomaten
  • Olivenöl
  • Salz
  • Pfeffer oder Chiliflocken

Zubereitung:

Wasser für die Pasta erhitzen.

Zucchini in dicke Scheiben schneiden. Gegebenenfalls halbieren, falls die Zucchini zu dick ist.
Zwiebeln in Ringe schneiden.
Reichlich Olivenöl in einer großen Pfanne erhitzen. Zwiebeln, Zucchini, Pinienkerne und getrocknete Tomaten darin anbraten, bis leichte Röstaromen aufsteigen und das Gemüse und die Pinienkerne eine schöne Farbe annehmen. Mit Salz und Pfeffer/Chiliflocken abschmecken.
Die Hälfte in einer hohen Rührschüssel pürieren. Die andere Hälfte warmhalten.

In der Zwischenzeit die Pasta garen. Wer es bissfest/al dente liebt, zwei Minuten weniger Kochzeit einstellen. Nudelwasser auffangen.

Nudeln und das pürierte Gemüse in einem Topf mischen und so viel Nudelwasser dazugießen, bis die gewünschte Cremigkeit erreicht ist. Bei geringer Hitze und geschlossenem Topf noch einmal kurz erwärmen.

Auf einem Teller anrichten und mit den Gemüsestücken als Topping servieren.




Gebratene Zucchinischeiben auf Röstbrot

So einfach, so gut geht ein köstlicher Brotbelag. Muss ja nicht immer Leberwurst, Salami oder Käse sein. Oder Ersatz dafür, was den Veganern immer vorgeworfen wird. Wenngleich es den anderen einerlei sein könnte, wovon wir uns ernähren. Als würde ein Allessesser sich nur gesund und frisch ernähren. Wenn er wüßte, woraus seine heißgeliebte Wurst gemacht wird, würde ihm der Bissen im Hals stecken bleiben. Oder auch nicht. Für ein paar Minuten fragwürdigen Genuss, werden die Ohren auf Durchzug gestellt und die Augen verschlossen.
Ich kann es nicht ändern, auch wenn ich es gerne möchte. Letzen Endes ist dies der Grund, warum ich das, was bei mir auf dem Teller landet, fotografiere und veröffentliche. Dass jemand sich von meinen Fotos angesprochen fühlt und die Rezepte nachkocht. Das freut mich für die Tiere.

Geröstetes Brot mit gebratenen Zucchinischeiben

Zucchini haben gerade Hochsaison. In Grün, Gelb, Weiß, gestreift, groß oder klein, länglich oder rund. Zucchini ist ein Sommerkürbis, eine rankende krautige Pflanze, deren Früchte geerntet werden, wenn ihre unreifen Samen und die Schale noch weich und essbar sind. Die relativ kalorienarme Zucchini enthält Mineralstoffe wie Kalzium, das für die Knochen wichtig ist, sowie Spurenelemente wie Eisen, das für die Blutbildung benötigt wird. In Zucchini findet sich zudem Beta-Carotin, eine Vorstufe von Vitamin A, das der Körper zum Beispiel für das Sehen braucht. Wie bei fast allen Obst- und Gemüsesorten ist der Vitamin- und Mineralstoffgehalt in rohem Zustand und ungeschält am höchsten. Allerdings muss dann unbedingt darauf geachtet werden, dass die Zucchini nicht bitter schmeckt. Bittere Zucchini enthalten giftige Cucurbitacine, die zu Magen-Darm-Beschwerden führen können und daher nicht verzehrt werden sollten. 
Deshalb bin ich ein Fan von bissfest gegartem Gemüse, wann immer möglich ungeschält. Dann bleiben die Nährstoffe zumindest weitestgehend erhalten. In Kombination mit einem hochwertigen Öl, werden sie vom Körper besser aufgenommen.

Balsamicoessenz – mehr als nur eine Dekoration

Für diesen schnellen und einfachen Brotbelag, wurden die Zucchini in Scheiben geschnitten, kurz in Ölivenöl gebraten und nur mit Salz und Chiliflocken gewürzt. Auch wenn das Verzieren mit Balsamicoessenz mittlerweile etwas in Verruf geraten ist, weil sie zu inflationär angewendet wurde, machen ein paar Spritzer hier durchaus Sinn. Das cremige Gemisch aus Säure und Süße macht das Geschmackserlebnis erst richtig rund und perfekt. Einfach mal eine Gabel mit und eine ohne probieren.

Für welche Gelegenheit ist dieses Zucchinibrot gedacht? Ob zum Frühstück, als schneller Snack für den kleinen Hunger zwischendurch, als Vorspeise, Hauptgang oder zum Abendbrot, diese unkomplizierte Köstlichkeit passt einfach immer.

Rezept für Gebratene Zucchinischeiben auf Röstbrot

Rezept für 2 bis 4 Personen

Zutaten:

  • 4 Scheiben Sauerteigbrot
  • 2 Zucchini, mittlere Größe (à etwa 300 Gramm)
  • Olivenöl
  • 1 Knoblauchzehe
  • Meersalz
  • Chiliflocken oder schwarzer Pfeffer
  • hochwertige Balsamicoessenz

Zubereitung:

Knoblauchzehe schälen und pressen, mit etwas Olivenöl mischen und mit einem Backpinsel auf den Brotscheiben verteilen. Im Toaster, in der Pfanne oder im Backofen rösten.

In der Zwischenzeit die Zucchini waschen und in dünne Scheiben schneiden. In Olivenöl anbraten, mit Salz und Chiliflocken würzen.
Auf den Brotscheiben verteilen, mit Balsamicoessenz beträufeln und warm servieren.




Herrlich saftige Tomatentarte – So schmeckt der (Spät)Sommer

Jetzt gibt es sie in Hülle und Fülle, die wunderbar farbenprächtigen Tomaten in allen Größen und Formen. Mit ihren vielfältigen Rottönen oder in Gelb oder in Grün oder sogar mehrfarbig präsentieren sie sich gerade in der Gemüseauslage der Marktstände und stehlen allem anderen Gemüse die Show.

Da wird den Veganern immer unterstellt, dass sie sich nur von Ersatzprodukten ernähren würden, ihnen nur Obst und Gemüse bliebe.
Wer braucht bitte Ersatzprodukte, wo die Natur so viele Köstlichkeiten für uns bereit hält? Was es vielmehr braucht, sind mehr Rezepte, die den Köstlichkeiten gerecht werden. Ein wenig Auswahl gibt es auch hier bei mir. Zum Beispiel einen köstlichen Tomatensalat mit selbstgemachtem Basilikumöl, eine Tomatenvinaigrette, Bruschette, in vielen Saucen und Gerichten verarbeitet – einfach mal „Tomaten“ in die Suchfunktion eingeben.

Tausendsassa TOMATEN – hier in form einer Quiche

Es gibt kein Gemüse, das nicht gesund wäre und vor Inhaltsstoffen nur so strotzt. Aber die Tomate nimmt einen vorderen Rang ein.
Das Nachtschattengewächs ist äußerst kalorienarm, enthält viele wichtige Nährstoffe wie Vitamin C, Kalium und Ballaststoffe. Der wichtigste Inhaltsstoff ist das Lycopin, ein Antioxidans, das die Herzgesundheit fördert, vor Arterienverkalkung schützt und die Hautalterung verlangsamt. Durch Erhitzen wird die Aufnahme von Lycopin für den Körper sogar verbessert. 
Besonders empfehlenswert, gerade außerhalb der Saison, ist übrigens ein Teelöffel Tomatenmark täglich (pur oder als Brotbelag).

Nun kommt eine weitere, kulinarisch höchst ansprechende Zubereitungsmöglichkeit dazu: ein Tomatenkuchen, eine Tomatenquiche oder Tomatentarte – wie auch immer man diese kleine, feine, schnell zubereitete Köstlichkeit auch nennen mag. Ob als kleiner Snack, Vorspeise oder Hauptgang, kalt oder warm – wie es das Herz oder die Gelüste begehren.

Die Tomatentarte wird umgedreht gebacken, damit der Blätterteig schön knusprig bäckt

Ideal sind überreife Tomaten, desto besser und intensiver das Aroma. Das gute Stück wird verkehrt herum gebacken. Das heißt zuerst kommen die Gewürze, dann die Tomaten in die Form, die schließlich mit einer Blätterteigbahn abgedeckt werden. So können die Tomaten am Boden in ihrer Marinade wunderbar karamellisieren und die Aromen aufnehmen, während der Blätterteig herrlich knusprig und goldbraun bäckt. Danach wird die Tarte nur noch auf eine Platte gestürzt.

Serviervorschlag: die Quiche mit Rucola und pflanzlichem Feta garnieren

Ob Sie die Tomatenquiche pur mit einem knackigen Salat servieren oder sie mit ein paar Rucolablättern und pflanzlichem Feta garnieren, bleibt Ihrem Geschmack überlassen. Was in diesem Fall aber auf gar keinen Fall fehlen sollte, sind ein paar Spritzer hochwertige Balsamico-Essenz – die perfekte Balance zwischen Süße und Säure.

Rezept für Herrlich saftige Tomatentarte

Rezept für zwei Personen als Hauptgang, für vier als Vorspeise

ZUTATEN

  • 1 Packung Dinkelblätterteig (vegan)
  • 1 Pfund Tomaten
  • 1 TL Estragon (getrocknet)
  • 1 TL Rohrohrzucker
  • Salz
  • Pfeffer (frisch gemahlen)
  • Balsamico-Essig und -Essenz
  • Olivenöl
  • optional Rucola und pflanzlichen Feta

ZUBEREITUNG

Den Backofen auf 180 Grad (Ober- und Unterhitze) vorheizen.

Die Tomaten in etwa 1 Zentimeter dicke Scheiben schneiden.

Eine eckige Auflaufform mit Backpapier auslegen.
Salz, Pfeffer, Zucker, Estragon, Balsamico-Essig und Olivenöl auf dem Backpapier verteilen und mit einem Kuchenpinsel mischen und gleichmäßig verstreichen.
Die Tomaten schuppenförmig in der Form auslegen. Mit Blätterteig abdecken und die Seiten nach innen einschlagen. Mit einer Gabel den Teig mehrmals einstechen, damit die Luft entweichen kann und keine Blasen entstehen.

Für etwa 25 bis 30 Minuten in den Backofen schieben, bis der Blätterteig golgelb gebacken ist, auf eine Platte stürzen. Am besten mit einem kleinen Rand, weil die Tomaten sehr saftig sind.

Mit Rucola, Fetawürfeln und Balsamico-Essenz anrichten.