Fasolakia – Griechische Bohnen mit Kartoffeln und Tomaten

Man kann die Welt nicht nur mit dem Flugzeug, sondern auch kulinarisch entdecken. Vor allem ist es so sehr viel klimafreundlicher, da wir alle angehalten sind, das Klima zu retten. Also ich tue, was ich kann. Zumal ich nicht so gerne reise. Ich weiß nicht, warum. Es ist einfach so. Den Luxus und die Freiheit, die ich zuhause genieße, müsste ich woanders ersteinmal finden und sehr teuer bezahlen. Schließlich habe ich vor vielen Jahren das Zitat gelesen: „Lebe ein Leben, von dem du keinen Urlaub nehmen musst“. Das hat mich erleichtert. So fülle ich meinen Alltag seither noch achtsamer mit so vielen schönen Augenblicken, Unternehmungen und Begegnungen wie möglich.
Mein Hund Paul leistet einen wesentlichen Beitrag dazu. Oder sehr ausgewählte soziale Kontakte. Ein wenig muss ich mich schützen, weil man als Veganer einfach mit anderen Augen durch die Welt geht. So vermeide ich Restaurants, wo neben mir unbeschwert ein Schnitzel gegessen wird. Im Supermarkt nehme ich gerne Umwege in Kauf, damit ich nicht an der Fleisch- und Wursttheke vorbei muss. Ich bin nicht gerne mit Menschen, die so gar keine Rücksicht auf mich nehmen und kein Verständnis für meinen Weg haben. Unterm Strich bringt es mir aber sehr viel mehr Lebensqualität, dass ich wählerisch bin. Weil man mit den richtigen Menschen sich sehr viel wohler fühlt.

Fasolakia – Griechischer Eintopf aus grünen Bohnen, Kartoffeln und Tomaten

Einen sehr großen Platz nimmt Essen in meinem Leben ein. Ich liebe es. Ich esse nicht, weil ich muss oder Hunger habe. Ich esse, um mir Glücksmomente zu verschaffen. Um mit meinem Mann oder lieben Menschen an einem schön gedeckten Tisch zu sitzen und zu genießen. Der Gedanke daran, in der Küche zu stehen, zu kochen oder zu backen, macht mich glücklich oder tröstet mich. Ganz besonders, wenn ich die Idee zu einem neuen Rezept habe.
So ist mir die Tage zufällig im Internet dieses Rezpt unter die Augen gekommen – Fasolakia. Da alle Zutaten gerade Hochsaison haben, leiste ich einen weiteren Beitrag zur Klimafreundlichkeit. Die ersten neuen Kartoffeln, grüne Bohnen, Tomaten, sogar die Kräuter – alles ist gerade auf dem Höhepunkt seines Aromas.

Im Originalrezept ist sehr viel mehr Olivenöl vorgesehen. Weil die Tomatensauce ölig sein soll, damit man sie gut mit einem knusprigen Weißbrot aus dem Teller auftunken kann. Es tut dem Gericht allerdings keinen Abbruch, finde ich, wenn man weniger Öl nimmt. Mir war außerdem beim ersten Testkochen der Tomatengeschmack zu sauer und dominant. weshalb ich ihn beim zweiten Versuch mit der Zugabe von Datteln gemindert habe. Der Effekt ist ähnlich meiner Kartoffelsuppe, die mit Rosinen gekocht wird. Auch hier nimmt es die Tomaten auf eine raffinierte Art etwas zurück. Keine Bange, beides verkocht bis zur Unkenntlichkeit.

Ganz viele frische Kräuter und Knoblauch sorgen für maximalen Geschmack

Schärfe tut dem Eintopf gut, wehalb ich statt mit Pfeffer, mit geräucherten Chiliflocken gewürzt habe. Getrocknete Tomaten sorgen für mehr Würze und Herzhaftigkeit. Für herrliches Aroma sorgen schließlich frische, statt getrocknete Kräuter. Außer Lorbeerblätter, die waren getrocknet. Aber von allem habe ich sehr viel mehr als vorgesehen verwendet. Sogar den Knoblauch habe ich verdoppelt, den gibt es auch gerade frisch. Überhaupt sind die Zutaten das Zünglein an der Waage. Hier war alles taufrisch vom Biobauern, beste Qualität, maximales Aroma.
Beim zweiten Probekochen habe ich statt vollreifer Tomaten Dosentomaten genommen. Ich bin ehrlich gesagt ein großer Freund von Dosentomaten aus Italien, sie schmecken einfach immer.

Ein Wort noch zu den Mengenangaben. Die sind für mich immer etwas problematisch, weil ich viel nach Gefühl und persönlichem Geschmack koche. Man kann hier die Bohnen, Kartoffeln und Tomaten alle im gleichen Verhältnis zugeben oder nach Vorliebe variieren. Mehr Kartoffeln statt Bohnen oder umgekehrt. Mehr Tomaten, wenn man mehr Sauce mag. Ich denke, das weiß jeder und spätestens beim zweiten Mal passt man das Verhältnis schließlich an.

Fasolakia mit weniger Olivenöl, dafür mit mehr Koblauch und Kräutern

Ein ganz großartiges Menü würde es schließlich für den besonderen Anlass oder für Gäste geben, wenn es vorweg einen schön bunten Bauernsalat mit Reisnudeln gäbe und als Dessert den Klassiker Galaktoboureko.
Den möchte ich erleben, der sich dann noch über die tierleidfreie Küche beschwert. Sehr zu Unrecht hat sie einen so schlechten Ruf. Aber ich werde nicht müde, weiter an außergewöhnlichen Rezepten zu arbeiten.

Rezept für Fasolakia – Griechische Bohnen mit Kartoffeln und Tomaten

Für 2 Personen

Zutaten:

  • 4 EL Olivenöl
  • 2 mittelgroße Zwiebeln
  • 4 große Knoblauchzehen
  • 2 EL Tomatenmark
  • 1 TL geräucherte Chiliflocken
  • 1 Handvoll frischen Thymian
  • 1 Handvoll frisches Oregano
  • 4 Lorbeerblätter
  • 1 EL getrocknete Tomaten
  • 4 Datteln
  • 1 Dose Tomaten (stückig) oder 400 g frische
  • 500 g Kartoffeln (festkochend)
  • 400 g grüne Bohnen (frische oder tiefgekühlt)
  • Salz

Zubereitung:

Die Zwiebeln schälen, halbieren und in schmale Schnitze schneiden. Den Knoblauch schälen und grob hacken. Die Datteln halbieren (eventuell entkernen) und in dünne Streifen schneiden.
Die Kartoffeln schälen, halbieren und jede Hälfte, je nach Größe, in drei oder vier Schnitze teilen.
Sofern frische Bohnen verwendet werden, die Enden abschneiden und je nach Länge halbieren. Frische Tomaten in kleine Würfel schneiden.

Olivenöl in einem großen Schmortopf oder einer Pfanne erhitzen, die Zwiebeln darin andünsten. Knoblauch dazu geben, kurz mitdünsten. Chiliflocken, die Kräuter, Lorbeerblätter, Tomatenmark dazugeben und kurz anbraten.
Die Tomaten (Würfel oder Dose) und die Datteln dazugeben.
Die Kartoffeln unterrühren und so viel Wasser zugießen, bis die Kartoffeln bedeckt sind. Zugedeckt etwa 20 Minuten köcheln lassen.
Die Bohnen dazugeben und weitere 20 Minuten köcheln. Zwischendurch vorsichtig umrühren, damit sich am Boden nichts festsetzt. Sollte zu wenig Flüssigkeit im Topf sein, noch etwas Wasser nachgießen.
Mit Salz abschmecken.




Griechischer Bauernsalat mit Kritharaki

Braucht es wirklich ein Rezept für einen griechischen Bauernsalat? Tomaten, Salatgurken, Paprika, Zwiebeln, Oliven und Schafskäse schnibbeln, mischen und servieren. Mehr ist das doch nicht.
Ja schon, aber dann wäre es nicht mein griechischer Bauernsalat, sondern ein gewöhnlicher.
Schafskäse geht nicht und Ersatzprodukte verwende ich nicht. Dann wird nur wieder geschimpft und ich bediene die Klischees. Das möchte ich nicht.

Was ist so fürchterlich an veganem Essen. Eine Freundin und ich nehmen die Gegebenheiten des öfteren unter die Lupe. Hatten uns geeinigt, dass wir es nicht mehr ‚vegan‘, sondern tierleidfrei nennen. Ich wundere mich, ehrlich gesagt, dass Gerichte ohne Milchprodukte und Fleisch so polarisieren. Dabei könnte sie rein theoretisch jeder essen, sogar der Laktoseintolerante.
Kürzlich war ich in einem Supermarkt einkaufen. Da hörte ich einen ungefähr 12jährigen Jungen, der wohl gebeten wurde, ein bestimmtes Lebensmittel in den Einkaufswagen zu legen, seiner Mutter zurufen, dass sie das nicht kaufen könnten, da stünde ‚vegan‘ drauf.
In einem Café fragte ich nach den Zutaten auf einem Sandwich und ob es vegan sei. Mein Mann bemerkte, dass daraufhin von erwachsenen Menschen am Nebentisch über mich böse hergezogen wurde.
Wie sagen die Fleischesser immer so schön: Leben und leben lassen. Das sollte dann doch bitte auch für mich gelten, die noch dazu tatsächlich leben lässt.

Griechischer Bauernsalat mit Kritharaki

Zurück zu meinem griechischen Bauernsalat. Der noch dazu so gut in den Sommer passt, wenn Gurken, Tomaten und Paprika Hochsaison haben und am besten schmecken.
Ohne Schafskäse? Darf er sich dann noch ‚griechisch‘ nennen? Ist es dann nicht einfach nur ein Bauernsalat? Außerdem fehlt schließlich auch das auffrischende Weiß im Gesamtergebnis. Noch dazu das gewisse Etwas, das Highlight und die sättigenden Kohlehydrate.

Als erfahrene Fotoproduzentin mache ich zunächst Brainstorming, was alles zum Thema gehört. Was also ist alles griechisch und würde passen? Was macht es zu meinem Rezept. Da sind mir die typisch griechischen Reisnudeln (Kritharaki) eingefallen, die den Salat in der Tat perfekt abrunden. Gleichzeitig ein vollwertiges Gericht daraus machen. Brot braucht man schließlich auch nicht mehr dazu.
Zumindest ich saß sehr zufrieden und glücklich bei der ersten Verkostung vor meinem appetitlich bunten Teller.

Reisnudeln erstetzen den Schafskäse, Minze sorgt für reichlich Aroma

Um den fehlenden Schafskäse bezüglich seines Aromas zu ersetzen, habe ich sehr viel Minze und Petersilie verwendet. Verarbeitet habe ich dreierlei Tomatensorten (Ochsenherzen, Cocktailtomaten, Rispentomaten) mit unterschiedlichen Aromen, Farben und Konsistenzen, die jeweils auch unregelmäßig geschnitten wurden (siehe Tomatensalat). Die Oliven habe ich über der Salatschüssel grob mit den Fingern zerquetscht, so dass noch reichlich Saft für das Dressing entstanden ist. Die Salatgurken wurden längs mit einer Gabel eingeritzt. Das hat die feste Schale etwas aufgebrochen und ein schönes Muster hinterlassen. Etwas Meersalz, frisch gemahlenen Pfeffer, Zitronensaft und -schale sowie Olivenöl, fertig ist eine würdige Alternative zum griechischen Klassiker.

Rezept für Griechischen Bauernsalat mit Kritharaki

für 2 Personen

Zutaten:

  • 150 g Kritharaki (Reisnudeln)
  • 1 lange Salatgurke oder zwei kleine
  • 1 kleine, gelbe Paprika
  • Tomatenmix (z.B. aus 10 Cocktail-, 2 Rispentomaten, 1 Ochsenherz)
  • 10 schwarze Oliven (entsteint)
  • 1 große rote Zwiebel
  • 1/2 Bund Minze
  • 1/2 Bund Petersilie
  • 1 Zitrone (Saft und Schale)
  • Olivenöl
  • Meersalz
  • frisch gemahlener, schwarzer Pfeffer

Zubereitung:

Die Krithaki (Reisnudeln) nach Packungsanweisung kochen.

Gurken der Länge nach mit einer Gabel fest einritzen und in dicke Scheiben schneiden. Paprika entkernen, vierteln, in Streifen schneiden. Die Tomaten in unregelmäßige, mundgerechte Stücke schneiden (optisch sehr ansprechend). Petersilie grob hacken. die Blätter der Minze von den Stielen zupfen, stapeln, zusammenrollen, etwas mit den Fingern zerquetschen und schließlich in feine Streifen schneiden. Die Zitronenschale fein reiben, den Saft pressen. Zwiebel halbieren und in dicke Scheiben schneiden.

Reisnudeln zuerst in eine große Schüssel geben. Tomaten, Gurken, Paprika dazu. Die Oliven über der Schüssel grob zwischen den Fingern zerdrücken, damit Saft austritt. Petersilie und Minze darüberstreuen. Salzen und pfeffern. Zitronenschale und -saft sowie Olivenöl dazugeben. Gut mischen und Zwiebeln auf dem Salat verteilen. Kurz durchziehen lassen.




Bagels mit Hummus, Avocado und Rucola

Ich kann es manchmal kaum glauben, wie man Gewohnheiten ändern kann. Es gab Zeiten, da hätte ich mir nie vorstellen können, ohne Kalbsleberwurstbrötchen, Räucherlachs und weichgekochtes Ei frühstücken zu können. Wenn man es aber weiß, wie einfach es ist und wie selbstverständlich sich Änderungen ergeben, ärgert man sich über sein Borniertheit. Ich zumindest. Überhaupt macht man sich viel zu viele Gedanken (oder auch nicht), statt einfach zu machen.

Als ich vor ein paar Jahren die Qualvideos aus der Milchindustrie gesehen habe, wurde ich von einer auf die andere Sekunde vegan. Ich war so schockiert und unendlich traurig, welches Leid den Kühen angetan wird. Kein einziges Mal habe ich bis zum heutigen Tag etwas vermisst. Nichts. Gar nichts. Wie ein Heuchler und Verräter käme ich mir vor, die Tiere zu betrauern und von französischem Käse zu träumen.
Mittlerweile stehe ich auch über nervigen Witzeleien, Beleidigungen, fragwürdigen Bedenken und Kritik.

Wie wäre es mit einem Bagel zum Frühstück?

Ich bin gesund, sollte ich einen Mineralstoffmangel haben, dann bringt er mich nicht um. Unsere Lebensqualität hat sich um ein Vielfaches verbessert. Manchmal war ich selbst von meinen Essgewohnheiten und meiner Kochroutine gelangweilt. Nun hatte ich endlich die Möglichkeit, mich weiterzuentwickeln. Ich lege eine komplett andere Kreativität und Experimentierfreudigkeit an den Tag und stelle fest, dass die veganen Köche in den sozialen Medien und manchmal sogar auch im Fernsehen, die bei weitem besseren Köche sind. Tim Raue, ein bekannter TV-Koch und sehr viel kreativer als viele seiner angestaubten Kollegen, prognostizierte in einem Interview, dass in Bälde 50 Prozent der Gerichte auf den Speisekarten vegan seien.
Schön wäre, wenn er recht behielte. Ewig nur dry aged Steaks braten, Fisch räuchern und dreierlei von der Ente anpreisen ist nämlich langweilig ohne Ende. Außerdem ignorant, finde ich. Es ist einfach noch nicht angekommen, dass hinter diesem fragwürdigen Genuss Qual und Tod stehen.

Knuspriger Bagel mit Hummus, Avocado und Rucola

Zurück zum Frühstück. Ja, man kann ohne Leberwurstbrötchen glücklich sein. Sogar sehr. Es gibt so viel mehr. Man muss einfach nur bereit sein. Ich bin es. So was von!
Die Bagels habe ich nachmittags gebacken, belegt, fotografiert und natürlich aufgegessen. Der Genuss hat mich glücklich und zufrieden gemacht. Ich bin mir meiner Mission so unglaublich sicher, dass ich am liebsten gar nicht mehr mit meinen Küchenexperimenten aufhören möchte.

Insofern ist dieser Bagel nicht nur eine Frühstücksoption, wie ich es zunächst angedacht hatte. Wir haben ihn am Abend bei Sonnenuntergang auf dem Balkon mit Blick auf die Donau gegessen und ein kühles Pils dazu getrunken. Herrlich und Glück pur.
Am nächsten Morgen wurde er seiner wahren Bestimmung zugeführt. Mit einer großen Tasse Kaffee mit Hafermilch. Was soll ich sagen? Ein mehr als würdiger Ersatz für alle herzhaften und nicht-veganen Frühstücksangebote.

Was ist das besondere an Bagels?

Bagels sind weiche, luftigte Brötchen, mit einem Loch in der Mitte, damit das Gebäck eine kürzere Backzeit hat und eine bessere Kruste bildet. Sie sind typisch amerikanisch und können herzhaft oder süß belegt werden. Einmal vorgebacken kann man sie bedenkenlos einfrieren und bei Bedarf aufbacken.

Der perfekte Bagel: außen knusprig, innen ‚chewy‘

Bagels werden vor dem Backen kurz in Wasser gekocht. Das Loch in der Mitte beschleunigt den Kochvorgang.
Die Teigkringel kommen leicht schmierig aus dem Bad, weil die Stärke an der Aussenseite der Bagels geliert und so das weitere Eindringen des Wassers verhindert. Beim Backen gibt es somit eine feste Kruste, das Innere bleibt weich und angenehm ‚chewy‘.

Ich habe gesehen, dass es sogar Backformen für Bagels gibt. Braucht man definitiv nicht. In der Anleitung erkläre ich gleich Schritt für Schritt, wie man sie perfekt formt – schnell und einfach.

Rezept für Bagels mit Hummus, Avocado und Rucola

Ergibt 8 Stück

Zutaten:

Für die Bagels:

  • 500 Gramm Dinkelmehl (Typ 630)
  • 2 TL Salz
  • 330 ml lauwarmes Wasser
  • 1 EL Olivenöl
  • 1 Päckchen Trockenhefe
  • 1/2 Tasse Pflanzenmilch zum Bestreichen
  • 2 EL Sesam oder Gomasi (gesalzener Sesam)

Für den Belag:

  • 1 Rezept Hummus
  • 1 reife Avocado
  • 1 Handvoll knackige Rucola-Blätter
  • Salz
  • Pfeffer

Zubereitung:

Das Mehl in eine Schüssel geben, in die Mitte eine Vertiefung drücken. Salz auf den Mehlrand streuen. Wasser mit dem Öl in die Vertiefung geben. Die Hefe drüberstreuen und 5 Minuten stehen lassen. Umrühren.
Das Mehl mit einer Gabel in die Flüssigkeit ziehen und zu einem groben, leicht klebrigen Teig vermischen.

Mit den Händen oder den Knethaken einer Küchenmaschine kräftig kneten. Etwa 10 Minuten, bis der Teig glatt, glänzend und elastisch ist.
Den Teig in eine bemehlte Schüssel geben, abdecken und etwa 1,5 Stunden gehen lassen, bis sich die Masse verdoppelt hat.
Nocheinmal kräftig durchkneten, um die Luft aus dem Teig zu pressen.

Den Backofen auf 200 Grad vorheizen.

Den Teig in 8 gleichgroße Portionen teilen. Kugeln daraus formen. Mit einem bemehlten Finger ein Loch in die Mitte drücken, so dass Ringe entstehen. Dafür auf einer sehr gut bemehlten Fläche den Kringel mit dem Finger kreisen lassen, um das Loch zu dehnen.

Wasser in einem Topf zum Kochen bringen. Hitze reduzieren und nur noch sieden lassen.
Mit dem Schaumlöffel die Bagels einzeln in das Wasser geben und eine gute Minute ziehen lassen, bis sie an die Oberfläche kommen.
Mit dem Schaumlöffel aus dem Wasser nehmen und auf ein gefettetes Backblech legen.

Mit Pflanzenmilch bestreichen und mit Sesam bestreuen.
Etwa 15 Minuten backen.
Auf einem Gitter auskühlen lassen.

Bagel aufschneiden, mit ordentlich Hummus bestreichen, mit Avocadoscheiben und Rucola belegen. Ordentlich salzen und pfeffern.

Bagels schmecken frisch aus dem Ofen am besten. Können aber auch eingefroren und im Toaster aufgefrischt werden.




Schnelle Gemüse-Bowl mit cremiger Tahini-Sauce

Jetzt, da der Trend schon Jahre zurückliegt, habe ich die Bowl für mich entdeckt. Schon öfter eine auswärts gegessen und nicht für gut befunden. Zu trocken, zu kalt aus dem Kühlschrank, zu langweilig. Ab und zu schon mal eine daheim gemacht. Zwar lecker, aber viel zu viel Aufwand für den schnellen Hunger. Weil ich nicht so die geduldige und meditative Köchin bin. Schon mal zu bestimmten Anlässen, dass es mehr Aufwand sein darf. Aber unter der Woche bin ich schon froh, wenn es schnell geht. Nicht falsch verstehen. Ich bin kein Freund von Fast Food oder Convienence-Food. Ich koche sehr gerne mit frischen Zutaten, aber es sollte möglichst schnell von der Hand gehen. Nicht zu viele Arbeitsschritte.

Das hat mich an meinen Bowls gestört, die ich bisher zusammengestellt habe. Die Kichererbsen im Backofen rösten. Die Erbsen, Bohnen und Linsen jeweils getrennt garen. Quinoa oder Hirse zubereiten. Schließlich noch die Sauce aus 1000 Zutaten…

Das Geheimnis einer schnellen Bowl: alles Gemüse wird zusammen im Backofen gegart

Dann kam mir die Idee, dass ich ja auch meine Antipasti alle zusammen im Backofen zubereite. Warum also nicht auch das Gemüse für eine abwechslungsreiche, appetitliche und wohlschmeckende Bowl?
So hat man nur noch die Qual der Wahl (oder den Luxus) sein Lieblingsgemüse zu wählen, das in etwa die gleiche Garzeit hat.

Was die Bowl im Vergleich zu einem Salat ausmacht, ist meines Erachtens die Zusammenstellung – Gemüse, Proteinquelle und Sättigungsbeilage (Kohlehydrate). Also für mich ist die Sättigungsbeilage (Kartoffeln, Reis, Hirse, Quinoa, Couscous…) wichtig, damit ich nicht hungrig vom Tisch aufstehe. Damit ich sie zusammen mit allem Gemüse auf dem Backblech garen kann, habe ich mich hier für die Süßkartoffel entschieden. Damit habe ich mir den Kochtopf gespart.
Für das Gemüse habe ich mich von meinem Eisschrank inspirieren lassen. Dort fanden sich Prinzessbohnen, Brokkoli und Blumenkohl. Für die Kichererbsen hat sich schließlich auch noch etwas Platz auf dem Blech gefunden, diese eignen sich immer hervorragend als Topping und letzendlich Proteinquelle.

Als Bowl-Gemüse bestens geeignet: Bohnen, Kichererbsen, Blumenkohl, Brokkoli und Süßkartoffeln

Während das Gemüse im Ofen weilt, bleibt genügend Zeit, die Küche aufzuräumen und die Salatsauce zuzubereiten. Geht auch ganz fix. Alle Zutaten in ein hohes Gefäß oder einen Multizerkleinerer geben und pürieren.

Für’s Finish sind dem Einfallsreichtum und den Vorlieben schließlich keine Grenzen gesetzt. Ich habe Brotwürfel in Olivenöl und Knoblauch geröstet. Dafür habe ich dann doch noch einen weiteren Arbeitsschritt und eine Pfanne in Anspruch genommen. Genauso gerne mag ich Räuchertofu, den ich brate und mit Sojasauce ablösche. Aber nicht jeder mag Tofu.
Pinien-, Kürbis- oder Sonnenblumenkerne passen. Hanfsamen oder Sprossen… Nüsse in jeglicher Form…

Jetzt blieb mir noch, das letzte „Problem“ zu lösen. Gewisse Begrifflichkeiten schrecken meinen Mann ab. Mit „Smoothies“ und „Bowls“ kann man ihn jagen. Da geht ihm die Vorfreude komplett verloren. Deshalb nennen sich Smothies bei uns Gemüse – oder Multivitaminsäfte. Für die Bowl richte ich ihm das Gemüse nicht in einer Schüssel, sondern auf einem Teller an und nenne es Röstgemüse. Um nichts anderes handelt es sich letztendlich. So einfach ist das.

Rezept für Schnelle Gemüse-Bowl mit cremiger Tahini-Sauce

Rezept für 4 Personen

Zutaten:

Für das Backofen-Gemüse:

  • 2 Süßkartoffeln, mittelgroß
  • 400 Gramm Blumenkohlröschen (frisch oder tiefgekühlt)
  • 400 Gramm Brokkoliröschen (frisch oder tiefgekühlt)
  • 400 Gramm Prinzessbohnen (frisch oder tiefgekühlt)
  • 1 Glas oder Dose Kichererbsen
  • Olivenöl
  • Paprikapulver (edelsüß oder geräuchert)
  • Meersalz

Für die Salatsauce:

  • 4 EL Tahini
  • 1 Zitrone (Saft)
  • 3 EL Dattelsirup (wahlweise Ahornsirup oder Agavendicksaft)
  • 2 TL Sojasauce
  • 150 ml Gemüsebrühe
  • 1 TL Chilipulver (wahlweise Pfeffer)
  • 1 Stück frischen Ingwer (daumendick, etwa 5 cm)
  • 1 rote Zwiebel

Für das Topping:

  • 1/2 Bund Petersilie
  • Brotwürfel (wahlweise Tofu)

Zubereitung:

Backofen auf 180 Grad vorheizen.

Die Süßkartoffeln schälen und in mundgerechte Stücke schneiden. Gemüse, falls nicht tiefgekühlt, waschen und vorbereiten. Kichererbsen abgießen und waschen.

Backblech mit Backpapier auslegen. Das Gemüse gleichmäßig in Bahnen flach auf dem Blech verteilen. Mit Salz und Paprikapulver würzen und mit Olivenöl beträufeln, vorsichtig mischen.
Für etwa 25 Minuten im Ofen garen.

In der Zwischenzeit das Dressing zubereiten. Dafür Tahini, Zitronensaft, Dattelsirup, Brühe, Sojasauce, zerkleinerte Zwiebel, geschälten und grob zerstückelten Ingwer, Chilipulver in einen hohen Rührbecher oder Multizerkleiner geben und cremig pürieren.
Petersilie hacken. Die Brotwürfel in Olivenöl rösten und zum Schluss mit gepresstem Knoblauch mischen.

Das Gemüse in einer Bowl oder auf einem Teller anrichten. Die Tahinisauce gleichmäßig darübergießen. Mit Petersilie und Brotwürfeln garnieren.

Schmeckt lauwarm oder in Zimmertemperatur am besten. Im Kühlschrank ein bis zwei Tage haltbar.




Tierschützerin Karin Minder – Durch das Schweinchen Babe kam alles ins Rollen

Es leben etwas mehr als 8 Milliarden Menschen auf dem Planeten Erde. Weltweit werden pro Jahr etwa 80 Milliarden Landtiere und 2,7 Billionen Fische geschlachtet. Bei diesen Zahlen stockt mir der Atem.
Ich habe nur kurz recherchiert, weil es für die Tiere keinen Unterschied macht. Aber bei uns in Deutschland werden zehnmal mehr Tiere gemeuchelt, als wir Einwohner sind. In der Schweiz sind es „nur“ 1/3 Tiere auf die Einwohner. Nicht wirklich aussagekräftig, weil wir wahrscheinlich viel exportieren, die Schweiz importiert, weil es dort die Massentierhaltung in unserem großen, grausamen Stil nicht gibt.

Wie auch immer, es ist furchtbar. Wie die Mehrzahl der Tiere gehalten wird, wie sie gequält und schließlich getötet wird. Damit sie in den meisten Fällen für billiges, dreckiges Geld abgepackt in den Discounter-Regalen landen und schließlich auf den Tellern, weil das Einfühlungsvermögen und das Einsehen fehlen. Immer wieder die gleichen Plattitüden von den Reißzähnen, dass die Menschheit schon immer Fleisch gegessen hat und dass man ohne Fleisch krank wird.

Tierschützerin Karin Minder – Schweinchenmama mit Leib und Seele

Nur 6 % der Weltbevölkerung ernähren sich rein pflanzlich. In Deutschland gibt es angeblich 1,5 Millionen Veganer, in der Schweiz 42.000. Wie sollen wir die Welt retten? Unmöglich bei zu viel fragwürdiger Tradition, Ignoranz, Besserwisserei, Häme und Gewinnmaximierung.
Aber wir versuchen es zumindest und geben die Hoffnung nicht auf. Wir tun es für die Tiere, unser Ego spielt dabei keine Rolle.
Vor ein paar Jahren habe ich die außergewöhnliche Tierschützerin Karin Minder über die sozialen Medien kennengelernt. Als ich kürzlich in einem Facebook-Beitrag ihre Sorgen und Nöte spürte, kam mir die Idee zu diesem Beitrag. In der Hoffnung, jemanden zu erreichen, der sich in die Situation einfinden kann und bereit ist, Karin in ihrer Arbeit finanziell zu unterstützen. Denn wie wir alle wissen, gibt es im Leben nichts geschenkt. Sehr tragisch noch dazu, wenn man gerne helfen würde, es aber nicht kann, weil die Kosten das Budget überschreiten.

Hier ihre Geschichte und wie sie zum Engel für viele Schweine wurde.

Karin Minder – Mit Leib und Seele Schweinchenmama

Im Sommer 2020 hatte Karin Minder aus privaten Gründen auf einem Schweinemastbetrieb im Kanton Luzern zu tun. Sie wollte schon wieder ins Auto einsteigen, als ihr Blick auf ein Schwein fiel und sie sich magisch angezogen fühlte. Das 5 Monate alte Schwein war sehr menschenfreundlich, weil es mit der Flasche aufgezogen wurde. Sie streichelte es und fragte den Bauern, was mit ihm geschehen würde. Was wohl?
Die Tierschützerin Karin Minder war schon Zeit ihres Lebens fasziniert von den Schweinewesen und tief in ihrem Herzen wusste sie, das sie besonders waren. Aus dem Bauch heraus fragte sie, ob sie das Schweinchen haben könne. Der Bauer war bereit, es für 400 CHF abzugeben und gab ihr vier Wochen Zeit, einen Platz zu finden. Über Facebook und intensive Recherche fand sie schließlich einen Platz und finanzielle Unterstützung.

Schweinchen – Hunde in Rosarot

Karin wäre nicht Karin, hätte sie es dabei belassen. Für ein halbes Jahr verbrachte sie mit der Erlaubnis des Bauern jede freie Minute in den Ställen des Mastbetriebs. Auch wenn sie das Schicksal nicht aufhalten konnte, so wollte sie jedes einzelne Schweinchen wenigstens einmal in seinem viel zu kurzen Leben spüren lassen, dass es sie gibt, die Liebe. Denn Schweine seien nichts anderes als „Hunde in Rosarot“.

Ja, da bin ich mit all meinen Sinnen bei Karin. Bei mir hört die Tierliebe auch nicht bei meinem Hund auf. Ich möchte, dass es meinem Haustier gut geht, ebenso allen anderen. Auch den sogenannten „Nutztieren“. Was für ein schreckliches Wort und wie fatal, ob man als Hund oder Schwein geboren wird.
Denn in den meisten Fällen leben Schweine Zeit ihres Lebens in dunklen, nach Ammoniak stinkenden Ställen, in viel zu kleinen Parzellen. Wenn sie Pech haben in Kastenständen mit Spaltböden. Vor lauter Verzweiflung knabbern sie sich gegenseitig an, weshalb ihre Ringelschwänze mit einer Schere abgezwickt werden, viel zu oft noch ohne Betäubung. Sehen maximal einmal in ihrem Leben das Tageslicht. Wenn sie zum Schlachthof gefahren werden.

Vom „Nutztier“ zum Glücksschwein: artgerecht in freier Natur und im Stroh – Streicheleinheiten inklusive

Meine ganze Hochachtung gebührt dieser großartigen Tierschützerin, denn ich hätte diese menschliche Größe nicht! Karin begleitete, während dieser sechs intensiven Monate, die sie im Mastbetrieb verbrachte, jedes einzelne Schwein auf seinem letzten Weg. Gab ihnen jede Zuwendung, die möglich war, in Form von Liebkosungen und Leckereien. Sah ihre erschrockenen Blicke und in ihre traurigen Augen, wenn der Transporter kam, um sie zum Schlachthof zu bringen. In Gedanken war sie bei jedem einzelnen Schweinchen und fühlte mit!

Das ist es, warum wir Veganer so sind, wie wir sind. Mahnwachen vor Schlachthöfen halten, Regenwürmer von der Straße in die Wiese verfrachten, Flyer verteilen, unangenehme Wahrheiten in den sozialen Medien ansprechen und sich in geselliger Runde oft fehl am Platz fühlen. Weil wir mitleiden. Weil es ist, als würde uns dieses Leid widerfahren oder unserem geliebten Haustier. Weil wir nicht verstehen, wie man bedenkenlos ein tellergroßes Schnitzel verspeisen kann, weil wir all die Qual und den sinnlosen Tod dahinter sehen.

Rettung in letzter Sekunde

Noch heute plagt Karin das schlechte Gewissen, dass nicht all ihren Schweinen, um die sie sich so liebevoll gekümmert hat, das Leben in Freiheit vergönnt war. Da gab diese innigen Momente, die ihr aufzeigten, wen sie ganz dringend vorm Tod bewahren musste. So kam sie zu ihren Schweinchen Babe, Mandy, Sam und J’adore, für die sie in letzter Minute Platz auf zwei verschiedenen Höfen in Ibsbach bei Biel (Schweiz) und in der Gemeinde Saxon im Kanton Wallis fand. Weitere zwei bezogen ihr Für-immer-Zuhause bei einer befreundeten Tierschützerin.

Rettung in letzter Sekunde für Sam und J’adore

J’adore ist leider im Herbst letzen Jahres an einem Herzversagen verstorben. Eines Morgens bekam sie den verzweifelten Anruf vom Bauern, dass er das Schweinchen tot in seiner Suhle gefunden hätte. Nicht nur die eigene Trauer, die es zu bewältigen galt. Noch schlimmer die Verzweiflung Sams, der um seinen Bruder trauerte.

Karin hatte damals auf Facebook die herzzerreißenden Videos veröffentlicht, die Sam mit dem verstorbenen J’adore zeigten. Wie er Abschied nehmen durfte, in der Hoffnung, dass er versteht, dass er fortan alleine ist. Aber seither ist nichts mehr, wie es war. Trotz liebevollster Zuwendung kehrt der Glanz nicht in seine Augen zurück. Auch Babe und Mandy, die inzwischen auf den Bauernhof umziehen durften, auf dem Sam lebt, bringen ihm seine Lebensfreude nicht wieder. Die Zusammenführung ist übrigens ein sehr langer Prozess, der sehr viel Einfühlungsvermögen bedarf und sich bis heute schwierig gestaltet.

Babe, die zusammen mit Mandy, mittlerweile bei Sam auf dem Hof lebt

Durch Karins regelmäßige Beiträge in den sozialen Medien erhält man viel und vor allem tiefen und berührenden Einblick in das Seelenleben der Schweinchen. Ich habe unglaublich viel gelernt. Vor allem, dass es keinen Unterschied in der Behandlung gibt. Dass ein Schwein ebenso Zuwendung braucht wie ein Haustier. Oder wie wir Menschen! Dieses Wissen macht mein Leben nicht leichter.

Pro Jahr werden in Deutschland etwa 52 Millionen Schweine geschlachtet, in der Schweiz 2,5 Millionen. Unvorstellbare Zahlen! Wie sollen wir, die so wenige sind, alle retten? Wie sollen wir verhindern, dass ein Schweinchen, das eine natürliche Lebenserwartung von etwa 20 Jahren hat, mit spätestens 6 Monaten in den Tod gefahren wird? Ich weiß, es ist unmöglich. Das macht mich traurig und wütend, hoffnungs- und hilflos. Zumal ich den Mut und das Rückgrat von Karin nicht habe.
Ich bin nicht zum Aktivisten geboren, habe die Kraft zum Retten nicht. Meine Aktivitäten bündeln sich hier in meinem Blog. Mit all meinen leidenschaftlich entwickelten, tierleidfreien Rezepten und dem Aufruf, wenigstens sein Haustier respektvoll zu behandeln.

Gemeinsam sind wir stark!

Ich habe Karin sehr gerne meine Hilfe angeboten, auf meinem Blog über sie und ihre Schweinchen und ihren unermüdlichen Einsatz zu schreiben. Das rettet mich ein wenig aus meiner Hilflosigkeit und es tröstet mich die Hoffnung, hier jemanden zu erreichen, der bereit ist, die mutige und empathische Tierschützerin zu unterstützen. Denn nur gemeinsam sind wir stark und können etwas erreichen!

Demnächst müssen Karins zwei Schweinchen Babe und Mandy ihren derzeitigen Platz verlassen (Sam darf noch bleiben), da sich der Hof neu ausrichtet. Das bedeutet neben emotionalen Turbulenzen, auch ein erheblicher finanzieller Aufwand.
Eine große Erleichterung wäre es natürlich, könnten alle drei Schweinchen an einem Platz untergebracht werden. Vielleicht kann jemand auf diesem Wege helfen?

Ein Bild, das mehr als 1000 Worte sagt

Für Sam, Babe und Mandy suchen Karin Minder und ich liebe Menschen, die die Tierschützerin bei der Finanzierung mittels Patenschaften oder einer Spende unterstützen.
Jeder Franken oder Euro ist herzlich willkommen und wird zu 100% für die Pensions- und Pflegekosten der Schweinchen eingesetzt.

Spenden können auf folgendes Konto mit dem Vermerk Glücksschweinchen überwiesen werden:

IBAN CH48 0077 8218 6827 4200 1

Karin Minder/ EG Tierrettung
Kantonsstrasse 122
CH-6048 Horw

Bei Interesse an einer Vollpatenschaft (CHF 150/monatlich) oder einer Teilpatenschaft (ab CHF 5/monatlich) würde sich Karin sehr über eine Kontaktaufnahme freuen (minder.karin@bluewin).

In jedem Fall lohnt es sich, der leidenschaftlichen Tierschützerin auf Facebook oder Instagram zu folgen. Dort gewährt sie tiefe Einblicke in das (Seelen)Leben der Schweinchen und ihr eigenes.
Ich habe in den letzen Jahren eine Menge lernen dürfen und weiß inzwischen, dass es nicht den geringsten Unterschied zu unseren Haustieren gibt.

Meinen herzlichsten Dank, liebe Karin, für dein Sein und dein Bestreben die Welt ein klein wenig besser zu machen. Zumindest für die drei Schweinchen Sam, Babe und Mandy. Ich bin stolz, das hier für dich tun zu dürfen und mit dir befreundet zu sein!




Knusprige Linsenpuffer in mehrfacher Ausführung

Mal wieder ein Rezept, von dem ich mehr als überzeugt bin, dass nicht nur ich davon begeistert bin. Vor allem auch so verblüffend, wie das Rezept funktioniert. Weil die getrockneten Linsen (gelbe oder rote) einfach nur für etwa anderthalb Stunden in Wasser eingeweicht werden, dann sehr schnell zu Puffern, Frikadellen oder Pfannküchlein weiterverarbeitet werden können – wie auch immer man sie nennen mag, um die Vorfreude aufs Essen zu steigern. Das überschüssige Wasser wird abgegossen, die Linsen werden püriert und je nach Gusto gewürzt und mit zerkleinertem Gemüse gemischt. Beim Braten zerfällt die Masse nicht und wird wunderbar knusprig.

Der Verwendungszweck der Linsenpuffer ist fast unendlich, dem Ideenreichtum ist keine Grenze gesetzt. Ich konnte mich nur sehr schwer entscheiden, habe die Linsenmasse schließlich jeweils mit Roter Beete, Zucchini und Karotten gemischt. Da Rote Beete und Karotten nicht so viel Wasser wie Zucchini enthalten werden die Bratlinge schön kross. Die mit der Zucchini sind weicher. Es ist natürlich auch sehr individuell, wieviel Gemüse man jeweils unter die pürierten Linsen gibt. Oder ob man es ganz weglässt.
Gewürzt werden kann einfach mit Salz und Pfeffer. Oder mit diversen Kräutern, Curry, gemahlenem Koriander, Chiliflocken… Unmöglich alles aufzuzählen, was möglich ist.

Wunderbar wandelbar: Linsenpuffer mit Rote Beete, Karotte oder Zucchini

Es funktioniert übrigens nur mit den roten und gelben Linsen, da sie geschält sind. Dadurch sind sie natürlich auch wesentlich bekömmlicher als die grünen, braunen oder schwarzen. Das ist nicht ihr einziger Vorteil. Außerdem punkten sie mit einer positiven Klimabilanz, sind kalorienarm, ballastoffreich und dadurch sättigend, enthalten reichlich Mineralien und sind allem voran der perfekte Proteinlieferant.

Doppelte Eiweißquelle: Linsenpuffer mit Erbsenguacamole

Um die Proteine übrigens optimal nutzen zu können, sollten sie am besten mit einer weiteren Proteinquelle kombiniert werden. Ganz wunderbar passt zum Beispiel eine erfrischende Erbsenguacamole (aus rohen Erbsen) als interessante Beilage.

Nicht nur ihrer Zubereitungsart sind keine Grenzen gesetzt. Auch beim Verwendungszweck darf man kreativ sein. Ob als Topping zu einem knackigen Salat, als Hauptakteur mit Dip, im Burger oder Sandwich, mit Kartoffelstampf oder Bratkartoffeln… – die Linsenpuffer passen einfach immer.

Rezept für Knusprige Linsenpuffer

Rezept ergibt 4 Stück

Zutaten:

  • 100 g rote oder gelbe Linsen
  • 1 rote Zwiebel
  • Gemüse nach Wahl – zum Beispiel Karotte, Rote Beete, Zucchini
  • Salz
  • Pfeffer
  • optional: Kräuter, Chili, Curry, gemahlener Koriander…
  • Pflanzenöl zum Braten

Zubereitung:

Linsen für mindestens 1,5 Stunden in reichlich Wasser einweichen. Überschüssiges Wasser abgießen, muss nicht in einem Sieb sein.
Zwiebel in feine Ringe schneiden, Gemüse raspeln.

Linsen mit dem Pürierstab pürieren oder in einen Multizerkleinerer oder Blender geben. Die Masse darf ruhig etwas breiig sein, nicht zu trocken. Aber auch nicht zu flüssig, weil die Bratlinge dann nicht kross werden.

Das Gemüse unterziehen, würzen und abschmecken. Darauf achten, dass Zucchini sehr viel Wasser enthält. Hier notfalls etwas Flüssigkeit abgießen.

Öl in einer beschichteten Pfanne auf mittlerer Hitze erhitzen.
Die Linsen-Gemüse-Masse in etwa vier gleich großen Klecksen in die Pfanne setzen und zu Pfannküchlein drücken. Kross anbraten, dann lassen sie sich problemlos wenden. Da Bratzeit beträgt etwa 4 bis 5 Minuten.




Sheperd’s Pie – herzhafter Kartoffelauflauf mit Linsen und Bohnen

Beim Sheperd’s Pie handelt es sich um einen herzhaften Kartoffelauflauf der seinen Ursprung wahrscheinlich in Irland hat.
Den Zeitpunkt für die Veröffentlichung dieses Rezept-Klassikers hätte ich nicht besser wählen können, weil in den nächsten Tagen wieder der Schäfer mit seinen unzähligen Schafen in unser Naturschutzgebiet einzieht. Er bleibt bis Oktober. Bis dahin genießen die Tiere saftiges Gras, unzählige Kräuter und Blätter. Es gibt dort viele Apfelbäume, die im Spätsommer niemand aberntet, es bleibt alles für die Schafe. Es freut mich, dass sie unbefleckte Natur genießen dürfen.
Ich gehe dort auch am allerliebsten mit meinem Hund Paul spazieren, weil ich mir sicher sein kann, dass dort keine Gifte versprüht werden. Alles darf wachsen und gedeihen. So herrlich, wenn mein Hundekind sich wälzt und sein Fell hinterher intensiv nach Wildkräutern duftet. Sorfern auf der Wiese nicht gerade die Schafe geweidet haben und sich ein kleiner Nebenduft untergemogelt hat…

Sheperd’s Pie – Kartoffelauflauf mit Linsen und Kräuterkruste

Im Original wurden Fleischreste in Form von Hackfleisch verarbeitet und mit einer Kartoffeldecke überbacken.
Hackfleisch ersetze ich gerne durch Linsen. Diese machten sich ohne geschmackliche Einbußen schon prächtig in meiner Lasagne, weshalb ich sie auch hier verwendet habe. Die kleinen Berglinsen, weil sie etwas feiner im Geschmack sind und nicht so sehr verkochen wie die großen Tellerlinsen. Jetzt geht es nur noch darum, so viel wie möglich Geschmack und Aromen in das Gericht zu zaubern. Das gelingt hier ganz hervorragend mit Kräutern. So wird das Öl, in dem die Linsen geschwenkt werden, mit gemahlenem Rosmarin aromatisiert. Auch die Semmelbrösel, die ganz zum Schluss über dem Auflauf verteilt werden, werden in einem Thymianöl geröstet.

Ich habe frische Kräuter verwendet und zum Zerkleinern gerade meine neue, elektrische Kaffeemühle entdeckt. Geht schneller, gleichmäßiger und kleiner als das Hacken mit einem einem Messer. Die Kräuter werden quasi atomisiert. Natürlich gehen auch getrocknete Kräuter, aber frische haben einfach mehr Kraft und das macht das Gericht zum Schluss perfekt. Lenkt überzeugte Omnivore vom nicht verwendeten Hackfleisch ab und kann unter Umständen sogar im Ergebnis überzeugen.

Besonderes Extra: Semmelbrösel aus selbstgebackenem Brot in Kräuteröl geröstet

Es ist immer die Qualität der Zutaten, die man verwendet, die den feinen Unterschied machen. Eine Karotte von meinem Biobauern schmeckt einfach anders, als aus einer Tüte vom Supermarkt.
Ich habe hier außerdem selbstgemachte Semmelbrösel verarbeitet. Von einem selbstgebackenen Brot, von dem zufällig noch eine Kante übrig war. Es waren die besten Brösel, die ich jemals gegessen habe. Allerdings würde ich nicht extra ein Brot backen, wenn das nächste Mal ein Sheperd’s Pie auf dem Speiseplan steht. Eher umgekehrt: wenn ich Brot backe, gibt es zeitnah einen Sheperd’s Pie.

Neben den Kräutern sorgen Stangensellerie und gemahlener Koriander (die Samen habe ich ebenso in der Kaffeemühle gemahlen) für ein schönes Geschmackserlebnis. Der Kartoffelstampf besteht je zur Hälft aus Süßkartoffeln und mehligen Kartoffeln – schmeckt besser, sieht interessanter aus und sorgt für die perfekte Konsistenz.

Rezept für Sheperd’s Pie – herzhafter Kartoffelauflauf mit Linsen und Bohnen

Für 4 Personen

Zutaten:

  • 150 g Berglinsen
  • 1 kleine Dose weiße Cannellini-Bohnen (kleine Bohnen, 400 g)
  • 500 g Kartoffeln, mehlig kochend
  • 500 g Süßkartoffeln
  • 2 mittelgroße Zwiebeln
  • 2 mittelgroße Karotten
  • 2 Stangen Sellerie
  • 200 g braune Chamipgnons
  • 2 TL frisch gehackter Rosmarin
  • 2 TL frisch gehackter Thymian
  • 1 TL gemahlender Koriander
  • 1/2 Liter Brühe
  • Olivenöl
  • Salz
  • schwarzer Pfeffer, frisch gemahlen

Zubereitung:

Backofen auf 180 Grad vorheizen.
Süßkartoffeln waschen, mit Olivenöl einreiben und in einer ofenfesten Form im Backofen garen. Dauer hängt von der Größe der Süßkartoffeln ab, 30 bis 50 Minuten. Öfter mal eine Stabprobe machen.
Die Kartoffeln schälen, vierteln und in Salzwasser garen.

Berglinsen nach Packungsanweisung garen.

Rosmarin und Thymian klein hacken, Koriandersamen mörsern. Alles kann auch in der Kaffeemühle zerkleinert werden, falls vorhanden.

Karotten, Stangensellerie und Zwiebeln fein reiben. Champignons klein hacken.

Bohnen abschütten und gut waschen, bis sie nicht mehr schäumen (macht sie bekömmlicher).

Etwa 4 EL Olivenöl in einer Pfanne erhitzen und Rosmarin darin rösten. Zwiebeln, Karotten, Stangensellerie und Champignons dazugeben und anbraten, bis alle Flüssigkeit verdunstet ist. Mit Gemüsebrühe ablöschen.
Linsen und Bohnen darunter mischen und mit Koriander, Salz und Pfeffer abschmecken. Alles zusammen noch einmal zum Kochen bringen.

Den Linsen-Bohnen-Gemüsemix in eine ofenfeste Form geben.

Süßkartoffeln schälen, mit den Salzkartoffeln grob zerstampfen und mit etwas Salz und Pfeffer würzen. Auf dem Gemüse verteilen.

2 EL Olivenöl in einer Pfanne erhitzen, Thymian dazugeben, kurz anbraten und die Semmelbrösel einrühren. Gleichmäßig über der Kartoffeldecke verteilen.

20 Minuten bei 180 Grad im Ofen backen, bis die Brösel goldgelb getönt sind.




Knusprige Blätterteig-Pizza mit Frühlingsgemüse

Nicht wirklich ein Rezept, an dem ich lange basteln musste. Aber gut zu wissen, dass man, wenn der Hunger ruft, schnell was Feines zaubern kann.
Schnell im Sinne von „schnell vorbereitet und in den Ofen geschoben“. Im Ofen verweilt das gute Stück dann doch etwas länger, weil zuerst der Gemüsemix gart, in der zweiten Hälfte dann der Blätterteig dazu kommt. In der Zwischenzeit ist dann ein Salat geschnippelt und die Küche wieder auf Vordermann gebracht.

Auf Pinterest wurde unlängst mein Käsekuchen moniert. Das sei gar kein richtiger Kuchen, weil ich ihn mit Blätterteig und nicht mit einem Mürbeteig gebacken habe. Nun ja, auch hier ist es von Vorteil, dass man schnell einen Kuchen im Ofen hat.

Schnelle Blätterteig-Pizza: zuerst wird das Gemüse gegart, dann mit Blätterteig bedeckt

Ich persönlich mag Blätterteig sehr gerne, er ist mir oft viel lieber als ein schwerer und massiver Teig. Außerdem ist er knusprig. Hier noch mehr, weil er über dem vorgegarten Gemüse verteilt und goldgelb gebacken wird. Danach wird die Pizza gestürzt und mit zarten Salatblättern und Balsamico-Essenz garniert.

Das Ergebnis kann sich sehen lassen. Na klar, ist es nicht im herkömmlichen Sinn eine Pizza. Aber so gut, dass sich die Blätterteig-Variante sehen lassen kann.
Für mich ein weiterer Vorteil, dass die Küche hinterher nicht wie ein Schlachtfeld aussieht. Denn die Pizza mit Hefeteig backe ich auf einem heißen Stein. Da muss die Pizza von einem bemehlten Brett auf den Stein rutschen. Hinterher sieht meine Küche wie eine Backstube aus.
Da fällt mir gerade ein, dass es auch eine Pfannenpizza auf meinem Blog gibt. Aber Hefeteig braucht eben immer seine Zeit und Vorbereitung…

Schnelle Blätterteig-Pizza mit Rucola und Balsamico-Essenz

In jedem Fall hat man mit dieser Blätterteig-Pizza schnell eine kleine Leckerei gezaubert. Als Zutaten und Gemüse eignet sich alles, was der Kühlschrank hergibt.
Ich mag es eher minimalistisch. Champignons, Frühlingszwiebeln, Tomaten und Rucolablätter waren hier die Hauptdarsteller. Besonders fein wird es mit ein paar Spritzern Balsamico-Essenz vor dem Anrichten.

Rezept für Knusprige Pfannenpizza mit Frühlingsgemüse

Für 2 Personen

Zutaten:

  • 1 Packung Blätterteig
  • Frühlingszwiebeln
  • (Dosen)Tomaten
  • Champignons
  • Rucola
  • Oregano, gerebelt
  • Salz
  • Pfeffer
  • Olivenöl
  • Balsamico-Essenz

Zubereitung:

Backofen auf 180 Grad vorheizen.

Frühlingszwiebeln, Tomaten, Champignons in die gewünschte Form bringen. In einer ofenfesten Form verteilen. Mit Salz, Pfeffer und Oregano würzen. Mit einem guten Schuss Olivenöl mischen und für etwa 15 Minuten im Backofen vorgaren.

Die Ränder der Form mit Olivenöl bestreichen und den Blätterteig über dem Gemüse platzieren. Die Ränder dabei nach innen einklappen.
Weitere 25 bis 30 Minuten backen, bis der Blätterteig goldgelb ist.

Die Blätterteig-Pizza auf eine Platte stürzen, mit Rucolablättern belegen und etwas Balsamico-Essenz darüber verteilen.




Scharfer Glasnudelsalat mit cremiger Erdnusssauce

Schon ewig bin ich auf der Suche nach einem Rezept für einen Glasnudelsalat. Ich hatte einmal ein ganz großartiges aus einer Zeitschrift herausgerissen und sofort nachgemacht. Die Sauce wurde gekocht und in der Pfanne reduziert. Ich werde nie vergessen, wie gut es in der Küche roch und wie köstlich dieser Salat schmeckte. Ich finde das Rezept leider nicht mehr. Geschweige, dass ich noch annähernd wüsste, was die Zutaten waren.

Glasnudelsalat mit Erdnusssauce

Dieses Rezept hier ist anders, trotzdem gut und meine Gelüste nach einem Glasnudelsalat stillend. Etwas deftiger, da er mit einer Erdnusssauce gemischt wird. Er erinnert mich an mein Sommerrollen-Rezept. Nur ohne Reispapier. Alle Zutaten in eine Schüssel geben und mischen, statt sie in Reispapier zu wickeln. Die Erdnusssauce, die als Dip gereicht wird, ist das Dressing. So einfach kann das Leben sein.

Zutaten für den Glasnudelsalat: Alles, was weg muss, in schmale Streifen geschnitten

Diese Asia-Salat-Variante eignet sich hervorragend zum Resteverwerten. Alles, was sich an Salat und Gemüse im Kühlschrank angesammelt hat und weg muss, passt. Bei mir waren es Karotten, Rotkohl, Paprikaschote und Salatgurke. Gehackte Erdnüsse gehören unbedingt hinein. Das Gemüse in Form bringen, entweder in Streifen hobeln oder raspeln. Alle Zutaten für das Erdnussdressing in einem Mixer cremig pürieren und fertig ist ein kleiner Snack, eine Vorspeise oder Hauptmahlzeit.

Die Erdnusssauce besteht aus verhältnismäßig vielen Zutaten, die es sich aber lohnt anzuschaffen. Weil es diesen Sommerrollensalat ab jetzt bestimmt öfter geben wird und man die einzelnen Komponenten auch für viele andere asiatische Gerichte verwenden kann. Mit dem gerösteten Sesamöl kann man herrlich Gemüse anbraten. Den Reisessig braucht man für den Sushireis. Alternativ zur Sojasauce gibt es eine Würzsauce, die sich ‚Coco Aminos‚ nennt. Sie ähnelt in Konsistenz und Geschmack einer Sojasauce. Kokosblütenzucker wird bei der Herstellung mit Salz fermentiert, weshalb das Ergebnis leicht süßlich und etwas milder schmeckt. Da sie sehr viel weniger Salz enthält, ist sie wesentlich bekömmlicher und gesünder als Sojasauce. Für Schärfe sorgt Sriracha, eine scharfe Chilisauce. Man kann sie besser dosieren als Chilischoten oder -flocken und auch sehr viele andere Gerichte damit befeuern. Beim Asiaten steht sie meistens auf dem Tisch, so dass man dem Schärfegrad individuell nachhelfen kann.

Rezept für Scharfer Glasnudelsalat mit cremiger Erdnusssauce

Rezept für 2 Personen

Zutaten:

Für den Salat:

  • 100 g Glasnudeln
  • 1 Karotte
  • 1 kleine Snackgurke
  • 1 Stück Rotkohl
  • 90 g Erdnüsse
  • 1 Zwiebel
  • 1/2 Bund Petersilie

Für die Erdnusssauce:

  • 2 gehäufte EL Erdnussmus
  • 5 TL Cocos Aminos
  • 2 TL Sojasauce
  • 2 TL Reisessig
  • 2 TL Sriracha
  • 2 Knoblauchzehen
  • 1 Stück frischer Ingwer
  • 4 EL heißes Wasser
  • 2 TL geröstetes Sesamöl

Zubereitung:

Die Glasnudeln nach Packungsanweisung kochen und kalt abschrecken. Karotten, Gurke, Paprika, Rotkohl in dünne Streifen schneiden (Julienne) oder raspeln. Zwiebel in Ringe schneiden. Petersilie und Erdnüsse hacken.
Alles in eine Schüssel geben und mischen.

Für die Erdnusssauce alle Zutaten in einen Blender füllen und fein pürieren.
Über den Glasnudel-Gemüse-Mix geben und gut vermischen.




Mousse au Chocolat aus Seidentofu – Besser als das Original!

Heute räume ich mal wieder mit einem Vorurteil auf. Mit einem, das meiner Vorstellung entsprungen ist. Es betrifft den Seidentofu, der in seiner Konsistenz festem Joghurt oder Quark entspricht. Er besteht zu 80 Prozent aus Wasser, wird im Gegensatz zu herkömmlichen Tofu, der nur 50 Prozent Wasser enthält, nicht gepresst, nachdem die Sojamilch erhitzt und nicht geronnen wurde.
Ich liebe Tofu, aber in herzhaften Gerichten. In einer Süßspeise konnte ich mir die zu Blöcken gepressten Sojabohnen bislang weniger vorstellen. Dachte, dass man das leicht Säuerliche herausschmecken würde. Nein, keineswegs.

Perfekte Mousse au Chocolat aus Seidentofu

Ich versuche Rezepte, die Tofu enthalten, weitestgehend zu vermeiden, weil ich keine Vorurteile bedienen möchte und ich vorbehaltlos für die vegane Küche begeistern möchte. Aber an diesem Rezept führt kein Weg vorbei. Ich übertreibe nicht, wenn ich wie in der Überschrift behaupte, dass diese Mousse au Chocolat, deren Hauptbestandteil Seidentofu ist, besser als das Original schmeckt. Noch cremiger, noch luftiger – versprochen. Der Clou: dieser Dessert-Klassiker ist in maximal 5 Minuten zubereitet, wenn man von der Schmelzzeit der Schokolade einmal absieht.

Ich weiß noch aus meinen vegetarischen Zeiten, wie aufwändig die Zubereitung einer klassischen Mousse au Chocolat war. Das Aufschlagen der Eimasse, bis sie weiß und luftig war, dauerte alleine schon mindestens eine Viertelstunde. Deshalb gab es sie nicht allzu oft und nur zu besonderen Anlässen. Aber diese Variante hier, wird wahrscheinlich ab jetzt wöchentlich auf dem Speiseplan stehen, wenn man sie erstmal gekostet hat.

Woher nun mein Sinneswandel? Diese Mousse au Chocolat gab es bei einer veganen Freundin als Dessert. Eigentlich hatte ich keinen Hunger mehr und als ich vom Seidentofu hörte, hielt sich meine Begeisterung zusätzlich in Grenzen. Eigentlich… Nach dem ersten Löffel war es vorbei mit der Zurückhaltung.

Vegane Mousse au Chocolat mit Orangenlikör

Meine Freundin ist schon sehr viel länger vegan als ich und auch mutiger, was das Experimentieren anbelangt. Sie ist übrigens so leidenschaftlich bezüglich ihres tierleidfreien Lebens, dass sie vor ein paar Jahren ihre eigene vegane Kosmetiklinie ins Leben gerufen hat. Mit ausschließlich biologischen und natürlichen Inhaltsstoffen. Selbstverständlich ohne Tierversuche.
Auf jeden Fall kann es nicht schaden, vegane und kochbegeisterte Freunde zu haben. Damit man einfach mal öfter über den eigenen Tellerrand hinausschaut.

Ein ganz klein wenig trägt dieses Rezept meine eigene Handschrift, weil ich statt einer reinen Zartbitterschokolade eine mit Orangen und Mandeln gewählt habe. Für den Kick sorgt ein Schuss Orangenlikör.
Einfach sich vom Schokoladenangebot inspirieren lassen. Da gibt es ganz großartige Kombinationen wie zum Beispiel mit Chili, Pfefferminze, Saltet Caramell, Limone… Mandel oder Haselnusslikör runden entsprechend ab. Man kann den Alkohol aber natürlich genauso gut auch weglassen.

Rezept für Mousse au Chocolat aus Seidentofu

Rezept für 4 Portionen

Zutaten:

  • 1 Paket Seidentofu (400 g)
  • 1 Tafel Zartbitterschokolade (100 g, hier mit Orange und Mandeln)
  • 2 EL Dattelsirup (oder Agavendicksaft, Ahornsirup…)
  • 2 EL Orangenlikör

Zubereitung:

Schokolade in kleine Stücke brechen und im Wasserbad schmelzen.

Den Seidentofu (das Wasser aus der Verpackung vorher abschütten) in einen Multizerkleinerer oder eine Rührschüssel löffeln. Die geschmolzene Schokolade, den Dattelsirup und den Orangenlikör dazugeben und gründlich mixen.

Gleichmäßig in Schälchen oder Gläser verteilen und anrichten.




Kartoffelsuppe mit Kichererbsen

Es gibt noch kein Kartoffelsuppen-Rezept auf meinem Blog. Obwohl ich sie gerne mag und ich sie häufig koche. Unspektakulär mit Suppengemüse, Brühe, getrockneten Tomaten und Majoran. Bodenständig wie man so schön sagt. Dazu gibt es dann meist Apfelpfannkuchen. Eine gewöhnungsbedürftige Kombination, aber ich kenne es so aus meiner Kindheit.

Nach wie vor sind Suppen und Eintöpfe für mich eine Königsdisziplin. Nicht einfach, sie besonders zu machen. ‚Salz in der Suppe‘ ist natürlich wichtig, aber es braucht mehr, damit sie nicht gewöhnlich oder langweilig schmeckt.
Bei meiner Linsensuppe, ist es der Schuss Balsamico-Essig, der nicht fehlen sollte. Bei der Kürbissuppe ist es das Ablöschen mit einem trockenen Weißwein und ein gutes Kürbiskernöl als Krönung. Bei orientalischen Suppen erledigen die Gewürzmischungen ihren Job.

Komplizen des guten Geschmacks: Rosinen, Zimt, Stangensellerie und Chili

Nun kann ich im Rahmen meiner Ansprüche, die ich an mich und meine Rezepte stelle, eine würdige Kartoffelsuppe, besser noch: einen köstlichen Kartoffeleintopf, präsentieren. Aus Kartoffeln, Kichererbsen (Proteinquelle), Stangensellerie und Dosentomaten.
Es mag beim ersten Lesen befremdlich klingen, aber meine Zauberzutat sind in diesem Fall Rosinen. Sie nehmen den Tomaten ihre Säure und auch den intensiven Tomatengeschmack, ohne sich als umstrittene Backzutat in den Vordergrund zu spielen. Es harmonieren alle Zutaten also ganz hervorragend, auch die Prise Zimt hält sich dezent im Hintergrund.

Kartoffeleintopf mit Kichererbsen, Dosentomaten und Stangensellerie

Keine Angst vor den Rosinen. Selbst mein Mann, mein schärfster Kritiker und leidenschaftlicher Rosinenliebhaber, hat sie nicht herausgeschmeckt. Erst als ich sie beim Essen erwähnt hatte, war ihm plötzlich klar, warum die Suppe so gut schmecken würde. Manchmal muss man einfach mutig sein.
Ich gebe ehrlich zu, dass ich lange auch kein Freund von solch exotischen Mixturen war. Heute liebe ich sie und weiß, dass sie den kleinen und feinen Unterschied machen.

Rezept für Kartoffelsuppe mit Kichererbsen

Für 4 Personen

Zutaten:

  • 1 Kilo Kartoffeln, festkochend oder mehlig
  • 2 Dosen Kichererbsen (á 400 g)
  • 1 Dose Tomaten, stückig (à 400 g)
  • 4 Stangen Sellerie
  • 2 Zwiebeln
  • 4 Zehen Knoblauch
  • 2 EL Rosinen
  • 4 EL Pflanzenöl
  • 1 Liter Gemüsebrühe
  • 1/2 TL Zimt
  • Chili oder frisch gemahlener, schwarzer Pfeffer
  • 1 Bund Petersilie

Zubereitung:

Kartoffeln schälen und in kleine Würfel schneiden. Kichererbsen abschütten und gut mit Wasser spülen, bis es nicht mehr schäumt (macht sie bekömmlicher). Stangensellerie von den Fäden befreien und in dünne Scheibchen schneiden. Zwiebeln würfeln, Knoblauch fein hacken. Petersilie hacken.

Zwiebeln in Öl andünsten. Kartoffeln dazugeben und vorsichtig rösten. Knoblauch untermischen, kurz anschwitzen. Mit Tomaten und Brühe aufgießen, Rosinen unterrühren. 15 Minuten köcheln lassen.
Kichererbsen und Zimt zugeben, für weitere 10 Minuten köcheln.

Mit Salz, Chili oder Pfeffer und Petersilie abrunden.