Deftige Schnibbelbohnensuppe mit Kartoffeln und Steckrübe

Ich bleibe dabei. Suppen und Eintöpfe sind und bleiben eine Herausforderung. Es bedarf einiger Feinheiten, um aus ihnen das Maximum an Geschmack und Aromen herauszuholen. Einfach nur Brühe und Schärfe genügen nicht.

Schön, wenn das Gemüse schon einmal einen intensiven Eigengeschmck hat, wie zum Beispiel beim Grünkohleintopf. Kräuter tun ihr übriges, etwaige Röstaromen können auch nicht schaden oder ein Schuss Säure zur Abrundung (siehe die Linsensuppe). Das Zusammenspiel ist es dann, was aus einer Suppe etwas Besonderes macht.
Das berühmte Salz in der Suppe darf natürlich nicht fehlen. Wobei ich beim Salz gerade etwas in der Zwickmühle bin, weil es bei einigen biochemischen Prozessen im Körper eher kontraproduktiv sein soll. So wird ein zu hoher Blutdruck oft auf zu viel Salzkonsum zurückgeführt. Auf der anderen Seite soll das Trinken von Meerwasser sehr gesund sein, weil es den Körper mit allen benötigten und überlebenswichtigen Mineralien und Spurenelementen versorgt. Es heißt, dass man sich an ungesalzenes Essen innerhalb von zwei Wochen gewöhnen würde.
Ich entscheide mich vorerst für einen Kompromiss und greife auf ein hochwertiges Meersalz aus dem Biomarkt zurück und schmecke sehr vorsichtig ab. Ich glaube nicht, dass Salz per se das Problem ist. Sondern eher die versteckten Salze in Wurst und Fertigprodukten.
Die Brühe gebe ich übrigens erst nach dem Garen dazu, weil ich die Erfahrung gemacht habe, dass das Gemüse länger braucht, wenn ich die Brühe gleich angieße.

Bohnensuppe mit vielen aromatischen Zutaten – ein Geschmackserlebnis der besonderen Art

So bräune ich zuerst die Zwiebeln in ausreichend Pflanzenöl, streue dann die getrockneten Kräuter dazu, damit sie ihre Aromen ans Öl abgeben. Schließlich kommen die Kartoffel- und Steckrübenwürfel dazu, die ich auch kurz ansetzen lasse, bevor ich die Flüssigkeit angieße. Zum Schluss gesellt sich die Hauptzutat, die Bohnen, dazu. Getrocknete Tomaten, die leicht salzig schmecken, sind mein Geheimtipp. Wenn alles gar ist, mache ich eine erste Geschmacksprobe, dann weiß ich, wo die Reise hingeht und wieviel Würze ich brauche.

Gerade haben Steckrüben Hochsaison. Der herb-süße, leicht erdige Geschmack erinnert ein wenig an Kohlrabi. Ich verwende sie weniger als Hauptgemüse, sondern als Beigabe im Kartoffelstampf oder im Mix mit anderem Gemüse in Suppen und Eintöpfen.
Steckrüben sind kalorienarm und nährstoffreich. Sie enthalten viele Vitamine wie Vitamin C, Beta-Carotin und B-Vitamine, Mineralstoffe wie Kalium und Magnesium sowie ätherische Öle, die gut für die Verdauung sind. Sie sind fettfrei und unterstützen ein starkes Immunsystem, gesunde Haut, Haare und Knochen.  

Schnibbelbohnensuppe mit saisonaler Zutat: Steckrübe

Noch ein kleiner Tipp zur Geschmacksoptimierung: eine Sellerieknolle immer mit dem Grün kaufen. Man kann das Kraut in der Suppe mitgaren oder es trocknen. Letzteres mache ich. Ich hänge es für ein paar Tage zum Trocknen auf, zermahle es in meiner elektrischen Kaffeemühle zu Pulver und mische es mit einem hochwertigen Salz. Ganz oft ist die Zugabe von Selleriesalz das Zünglein an der Waage.
Ich habe gelesen, dass man bereits das frische Kraut grob hackt, mit Salz mischt, die Mixtur auf einem Backblech verteilt und bei geringer Temperatur trocknet. Es entsteht eine Platte, die zerteilt und dann stückweise zermahlen wird. Soll intensiver sein. Mir ist das allerdings zu viel Aufwand.

Rezept für Schnibbelbohnensuppe mit Kartoffeln und Steckrübe

Rezept für 4 Personen

Zutaten

  • 500 Gramm Brechbohnen (tiefgekühlt)
  • 500 Gramm Kartoffeln
  • 1 kleine Steckrübe
  • 1 Zwiebel
  • 1 TL getrocknetes Bohnenkraut
  • 1 TL Liebstöckl
  • 40 Gramm getrocknete Tomaten
  • 1 EL Gemüsebrühe
  • (Sellerie)Salz
  • schwarzer Pfeffer
  • 5 EL Olivenöl

Zubereitung

Zwiebel, Kartoffeln und Steckrübe in Würfel schneiden.

Zwiebeln in Olivenöl anschwitzen, Bohnenkraut und Liebstöckl einstreuen, solange rösten bis die Zwiebeln leicht gebräunt sind und die Aromen aufsteigen. Kartoffeln und Steckrüben dazugeben und unter regelmäßigem Rühren kurz ansetzen lassen. Mit 1 Liter Wasser ablöschen, bei geschlossenem Deckel und mittlerer Hitze 10 Minuten köcheln lassen. Bohnen und getrocknete Tomaten unterrühren. Alles zusammen für etwa 20 Minuten durchgaren. Brühe in 1/4 Liter Wasser anrühren und zur Suppe geben. Aufkochen lassen und mit Salz und Pfeffer abschmecken.




Herzhafter Zwiebelkuchen mit Mürbeteig

Zwiebelkuchen weckt bei mir schöne Erinnerungen. An die liebevoll organisierten Weinfeste in kleinen, pittoresken Dörfern in meiner Heimat, in Rheinland Pfalz. Nach der Weinlese und wenn es den ersten neuen Wein, den Federweißer, gab. Dann wurden die Sträßchen und Hinterhöfe aufgehübscht und für Gäste von nah und fern geöffnet. Kein Fest ohne typische Spezialitäten wie zum Beispiel Zwiebelkuchen. Der so perfekt zu der leichten Süße des prickelnden Weins passte.

Wie so oft habe ich mich auch um dieses Rezept lange herumgewunden, weil ich dachte, dass Zwiebelkuchen ohne Ei nicht funktionieren kann. Seit ich allerdings eine Quiche Lorraine erfolgreich in die tierleidfreie Variante verwandelt habe, weiß ich, was der Seidentofu für eine Allzweckwaffe ist. Es lohnt sich wirklich, seine Vorurteile gegenüber Tofu gänzlich über Bord zu werfen.

Wie der Naturtofu wird auch Seidentofu aus eingedickter Sojamilch hergestellt, die zu festen, weißen Blöcken gepresst wird. Seidentofu hat jedoch eine sehr viel weichere Konsistenz und lässt sich leicht zu einem proteinreichen, milchfreien Ersatz für Sahne (sie auch meine Mousse au chocolat) verarbeiten . Durch das Pürieren mit Sojamilch erhält er eine glatte Textur und es entstehen keine Klümpchen mehr.
Durch den hohen Gehalt an Wasser hat er im Vergleich zum Naturtofu weniger Kalorien, liefert aber viel gesundes Eiweiß.

Zwiebelkuchen: Seidentofu sorgt für die perfekte Konsistenz der Zwiebelmasse

Was auch immer chemisch passiert, Seidentofu macht aufgeschlagen Speisen cremig oder sorgt vermischt mit Gemüse oder Früchten und gebacken eine angenehm (schnitt)feste Konsistenz. Dabei drängt er sich geschmacklich nicht in den Vordergund.

Einfacher Zwiebelkuchen mit Mürbeteig

Dieses Rezept reicht sehr nah an das Original heran und macht glücklich, wenn man beim Essen in so schönen Erinnerungen schwelgen kann.
Dabei ist die Zusammensetzung sehr einfach. Die Basis bildet ein zarter Mürbeteig aus Mehl, Salz und Margarine. Nachdem die Zwiebeln leicht angeröstet wurden, werden sie mit dem aufgeschlagenen Tofu vermischt und fein mit Meersalz, schwarzem Pfeffer und reichlich Muskatnuss abgeschmeckt.
Das Anrösten der Zwiebeln ist in diesem Fall wichtig, erfordert etwas Geduld und die Anwesenheit am Herd. Es braucht das leichte Röstaroma, um perfekt zu schmecken. Letztlich sieht der Zwiebelkuchen so leicht gebräunt natürlich auch sehr viel besser aus.
Ich empfehle einen saisonalen Salat dazu, zum Beispiel einen zarten Endiviensalat mit Orangenfilets und Walnüssen.

Rezept für Herzhafter Zwiebelkuchen mit Mürbeteig

ZUTATEN

Für den Teig:

  • 300 Gramm Dinkelmehl (Typ 630)
  • 1 TL Salz
  • 180 Gramm kalte Magarine

Für den Belag:

  • 6 mittelgroße Zwiebeln (etwa 500 Gramm)
  • 2 EL Pflanzenöl
  • 1 Packung Seidentofu (400 Gramm)
  • Meersalz
  • schwarzer Pfeffer, frisch gemahlen
  • Muskatnuss, frisch gemahlen

ZUBEREITUNG

Für den Mürbeteig zuerst Mehl mit Salz mischen, dann die Margarine in Flocken untermischen und schnell zu einem geschmeidigen Teig verkneten. Gegebenenfalls noch etwas kaltes Wasser dazugeben, falls der Teig zu fest ist. Zugedeckt eine halbe Stunde im Kühlschrank ruhen lassen.

In der Zwischenzeit die Zwiebeln in feine Scheiben hobeln.
Öl in einer Pfanne erhitzen, Zwiebeln dazugeben und bei mittlerer Hitze dünsten und leicht anrösten. Vom Herd nehmen.
Seidentofu mit einem Rührgerät oder Schneebesen aufschlagen und unter die Zwiebelnmasse heben. Gut mit Salz, Pfeffer und Muskatnuss abschmecken.

Den Backofen auf 180 Grad vorheizen (Ober- und Unterhitze).

Eine Quiche- oder Kuchenform gut fetten. Den Mürbeteig so groß ausrollen, dass ein Rand entsteht und in die Form drücken.
Die Zwiebeln darauf verteilen und für etwa 40 Minuten in den Backofen schieben. Gegebenfalls noch etwas Zeit zugeben, bis der Teig und die Zwiebeln goldgelb sind.




Schneller Apfelkuchen mit Filoteig

Habe gerade mal gegoogelt, was der beliebteste Kuchen in Deutschland ist. Dachte, es sei der Apfelkuchen. Ist er aber nicht. Der Apfelkuchen schafft es nur auf den 3. Platz. Platz 1 belegt der Käsekuchen.

Der beliebteste Kuchen in Deutschland: Käsekuchen

Wie praktisch, denn dieser Kuchen ist eine Mischung aus Apfel- und Käsekuchen. Dazu später mehr.
Auf Platz 2 schafft es die Schwarzwälder Kirschtorte. Auch diese findet sich in einer wohlschmeckenden Interpretation unter meinen Rezepten. Denn klassisch mag ich sie nicht so gerne. Zu viel Sahne, die Biskuit-Böden zu fade, die Kirschmasse zu langweilig.

Platz 2 in der Kuchen-Hitliste: Schwarzwälder Kirschtorte

Meine Variante besteht aus einem festen Schokoladenteig, einer Schicht Ganache, für Crisp sorgen karamellisierte Haselnüsse und den Kirschschnaps habe ich durch Mandellikör ersetzt. Dieser tränkt die Böden und verfeinert die Kirschen. Alles in allem steht die Sahne nicht mehr so sehr im Vordergrund, alle Komponenten sind gleichberechtigt und harmonieren bestens.
Auf Platz vier hat es der Bienenstich geschafft, den habe ich natürlich auch erfolgreich veganisiert.

Auf Platz 4 der deutschen Lieblingskuchen: Bienenstich

Der Clou an meinem Bienenstich-Rezept ist die Florentiner-Masse aus Mandeln und Mandelmus, die die Torte krönt.
Auf Platz 5 rangiert der Streusselkuchen. Streussel finden sich bei mir auf vielen Kuchen, auf dem Russischen Zupfkuchen und auf einigen meiner zahlreichen Apfelkuchen-Rezepte – vom Apfelkuchen mit Zuckerteig, bis Apfelkuchen vom Blech hat man die Qual der Wahl.

Platz 5: Streusselkuchen

Nun zu meinem aktuellen Rezept, einer Mischung aus Käse- und Apfelkuchen. Damit es ausnahmsweise mal schnell geht, habe ich Filoteig hergenommen (je nach Hersteller ab 10 Blätter in einer Packung). Sie dienen einmal als Basis für die Crememasse und schließlich als Gerüst für die Äpfel.

Die einzelnen Filoteigblätter werden jeweils zerknüllt und auf die Crememasse gesetzt

Filoteig ist ein sehr dünner, blättriger Teig, der traditionell in der griechischen und türkischen Küche verwendet wird. Er wird aus Mehl, Wasser und Öl hergestellt und bricht leicht, muss daher zügig nach dem Auspacken verarbeitet werden, eventuell mit einem feuchten Tuch abgedeckt werden und vor dem Zerknüllen mit etwas zerlassener Magarine bepinselt werden.

Apfelkuchen aus Filoteig und Käsekuchenmasse

Wer auf der Suche nach einem schnellen, trotzdem überzeugenden und köstlichen Rezept für einen Apfelkuchen ist, der ist hier fündig geworden. Er schmeckt sowohl frisch aus dem Ofen, so ähnelt er einem Apfelstrudel (perfekt mit einer Kugel Vanilleeis), als auch aus dem Kühlschrank.
In einer knappen Viertelstunde steht er im Backofen.

Rezept für Schneller Apfelkuchen mit Filoteig

Zutaten:

  • 1 Packung Filoteig (10 Blätter)
  • 3 mittelgroße Äpfel
  • 1 Becher Natur- oder Vanillejoghurt (vegan)
  • 1 Packung Vanillepuddingpulver
  • 100 Gramm Rohrohrzucker
  • 100 Gramm Margarine
  • 1 TL Zimt
  • optional: Mandellikör und gehackte Nüsse

Zubereitung:

Backofen auf 180 Grad (Ober- und Unterhitze) vorheizen.

Margarine schmelzen. Die Hälfte benötigt man zum Bestreichen der Teigblätter, die andere Hälfte kommt in die Creme.

Joghurt, Puddingpulver, 80 Gramm Zucker und die Hälfte der Margarine zu einer glatten Creme verrühren. Wer möchte, kann mit einem Schuss Mandellikör abschmecken.

Die Äpfel vierteln, das Kerngehäuse entfernen und in dünne Scheiben hobeln oder schneiden.

Eine Spring- oder Quicheform fetten und mit zwei Blättern Filoteig auskleiden. Dabei einen Rand von etwa zwei Zentimetern stehen lassen.
Darauf die Vanillecreme verteilen.
Jedes der acht verbleibenden Teigblätter zuerst dünn mit Margarine bepinseln, dann vorsichtig zusammenknüllen und dicht an dicht in die Form setzen (siehe Foto oben).
Die Äpfel gleichmäßig auf dem Kuchen verteilen. Zimt und 20 Gramm Zucker mischen und drüberstreuen. Wer mag kann noch mit einer Handvoll gehackter Nüsse verfeinern.

Für etwa 40 Minuten backen.




Cemiger Pasta-Sugo aus Zucchini

Es ist ein gutes Zucchini-Jahr. Entsprechend reichlich bekomme ich wunderhübsche Zucchini-Exemplare in allen Größen und Farben von allen Seiten geschenkt. Zur beiderseitigen Freude. Der Schenker ist erleichtert, dass er in mir einen dankbaren Abnehmer findet. Ich freue mich, weil ich mich herausgefordert fühle, das gesunde und kalorienarme Gemüse so vielfältig wie möglich zu verkochen. Apropos kochen, Zucchini können auch roh verzehrt werden, zum Beispiel gerieben im Salat.
Alleine hier auf meinem Blog finden sich reichlich Rezepte. Zu Salat verabeitet, mit Buchweizen gefüllt, als Brotbelag zubereitet, in Linsenpuffer gerieben, in Suppen oder Curries geschnippelt… – einfach mal ‚Zucchini‘ in die Suchfunktion eingeben.

Pasta mit cremigem Zucchini-Sugo

Eine Pasta-Sauce mit Zucchini fehlte mir noch in der Sammlung.
Habe ich schon einmal erwähnt, dass ich keine Sahne mag? Auch nicht in der tierleidfreien Version. Ihre Daseinsberechtigung findet sie alleine in meiner sehr imposanten Interpretation einer Schwarzwälder Kirschtorte.
Sahnesaucen oder Süßspeisen mit Sahne waren und sind mir einfach zu mächtig. Oder mit Käse Überbackenes. Das sind schon sehr viele Ersatzprodukte, die ich nicht brauche und ganz nebenbei auch sehr viele Kalorien, die sich nicht auf meinen Hüften oder meinem Bauch einen Platz suchen müssen. Noch dazu ist Sahne auch nicht unbedingt ein Geschmacksbringer. Warum es also nicht anders versuchen, Cremigkeit zu erzielen?

Cremige Sauce aus Zucchini, Zwiebeln, Pinienekernen und getrockneten Tomaten

Für dieses Pastarezept werden Zucchinischeiben, Zwiebeln, Pinienkerne und getrocknete Tomaten in Olivenöl angebraten. Die Hälfte wird püriert, um die Pasta darin zu baden, damit sie alle Aromen aufnimmt. Die andere Hälfte wird über den Nudeln verteilt. Man braucht nicht einmal einen Salat, weil die Zucchinistücke als Beilage genügen. So hat man sich ganz schnell etwas sehr Besonderes und Gesundes aus dem Sommerkürbis gezaubert.

Rezept für Cremiger Pasta-Sugo aus Zucchini

Rezept für 2 Personen

Zutaten:

  • 1 goße oder 2 mittlere Zucchini (etwa 500 Gramm)
  • 1 große Zwiebel
  • 50 Gramm Pinienkerne
  • 50 Gramm getrocknete Tomaten
  • Olivenöl
  • Salz
  • Pfeffer oder Chiliflocken

Zubereitung:

Wasser für die Pasta erhitzen.

Zucchini in dicke Scheiben schneiden. Gegebenenfalls halbieren, falls die Zucchini zu dick ist.
Zwiebeln in Ringe schneiden.
Reichlich Olivenöl in einer großen Pfanne erhitzen. Zwiebeln, Zucchini, Pinienkerne und getrocknete Tomaten darin anbraten, bis leichte Röstaromen aufsteigen und das Gemüse und die Pinienkerne eine schöne Farbe annehmen. Mit Salz und Pfeffer/Chiliflocken abschmecken.
Die Hälfte in einer hohen Rührschüssel pürieren. Die andere Hälfte warmhalten.

In der Zwischenzeit die Pasta garen. Wer es bissfest/al dente liebt, zwei Minuten weniger Kochzeit einstellen. Nudelwasser auffangen.

Nudeln und das pürierte Gemüse in einem Topf mischen und so viel Nudelwasser dazugießen, bis die gewünschte Cremigkeit erreicht ist. Bei geringer Hitze und geschlossenem Topf noch einmal kurz erwärmen.

Auf einem Teller anrichten und mit den Gemüsestücken als Topping servieren.




Gebratene Zucchinischeiben auf Röstbrot

So einfach, so gut geht ein köstlicher Brotbelag. Muss ja nicht immer Leberwurst, Salami oder Käse sein. Oder Ersatz dafür, was den Veganern immer vorgeworfen wird. Wenngleich es den anderen einerlei sein könnte, wovon wir uns ernähren. Als würde ein Allessesser sich nur gesund und frisch ernähren. Wenn er wüßte, woraus seine heißgeliebte Wurst gemacht wird, würde ihm der Bissen im Hals stecken bleiben. Oder auch nicht. Für ein paar Minuten fragwürdigen Genuss, werden die Ohren auf Durchzug gestellt und die Augen verschlossen.
Ich kann es nicht ändern, auch wenn ich es gerne möchte. Letzen Endes ist dies der Grund, warum ich das, was bei mir auf dem Teller landet, fotografiere und veröffentliche. Dass jemand sich von meinen Fotos angesprochen fühlt und die Rezepte nachkocht. Das freut mich für die Tiere.

Geröstetes Brot mit gebratenen Zucchinischeiben

Zucchini haben gerade Hochsaison. In Grün, Gelb, Weiß, gestreift, groß oder klein, länglich oder rund. Zucchini ist ein Sommerkürbis, eine rankende krautige Pflanze, deren Früchte geerntet werden, wenn ihre unreifen Samen und die Schale noch weich und essbar sind. Die relativ kalorienarme Zucchini enthält Mineralstoffe wie Kalzium, das für die Knochen wichtig ist, sowie Spurenelemente wie Eisen, das für die Blutbildung benötigt wird. In Zucchini findet sich zudem Beta-Carotin, eine Vorstufe von Vitamin A, das der Körper zum Beispiel für das Sehen braucht. Wie bei fast allen Obst- und Gemüsesorten ist der Vitamin- und Mineralstoffgehalt in rohem Zustand und ungeschält am höchsten. Allerdings muss dann unbedingt darauf geachtet werden, dass die Zucchini nicht bitter schmeckt. Bittere Zucchini enthalten giftige Cucurbitacine, die zu Magen-Darm-Beschwerden führen können und daher nicht verzehrt werden sollten. 
Deshalb bin ich ein Fan von bissfest gegartem Gemüse, wann immer möglich ungeschält. Dann bleiben die Nährstoffe zumindest weitestgehend erhalten. In Kombination mit einem hochwertigen Öl, werden sie vom Körper besser aufgenommen.

Balsamicoessenz – mehr als nur eine Dekoration

Für diesen schnellen und einfachen Brotbelag, wurden die Zucchini in Scheiben geschnitten, kurz in Ölivenöl gebraten und nur mit Salz und Chiliflocken gewürzt. Auch wenn das Verzieren mit Balsamicoessenz mittlerweile etwas in Verruf geraten ist, weil sie zu inflationär angewendet wurde, machen ein paar Spritzer hier durchaus Sinn. Das cremige Gemisch aus Säure und Süße macht das Geschmackserlebnis erst richtig rund und perfekt. Einfach mal eine Gabel mit und eine ohne probieren.

Für welche Gelegenheit ist dieses Zucchinibrot gedacht? Ob zum Frühstück, als schneller Snack für den kleinen Hunger zwischendurch, als Vorspeise, Hauptgang oder zum Abendbrot, diese unkomplizierte Köstlichkeit passt einfach immer.

Rezept für Gebratene Zucchinischeiben auf Röstbrot

Rezept für 2 bis 4 Personen

Zutaten:

  • 4 Scheiben Sauerteigbrot
  • 2 Zucchini, mittlere Größe (à etwa 300 Gramm)
  • Olivenöl
  • 1 Knoblauchzehe
  • Meersalz
  • Chiliflocken oder schwarzer Pfeffer
  • hochwertige Balsamicoessenz

Zubereitung:

Knoblauchzehe schälen und pressen, mit etwas Olivenöl mischen und mit einem Backpinsel auf den Brotscheiben verteilen. Im Toaster, in der Pfanne oder im Backofen rösten.

In der Zwischenzeit die Zucchini waschen und in dünne Scheiben schneiden. In Olivenöl anbraten, mit Salz und Chiliflocken würzen.
Auf den Brotscheiben verteilen, mit Balsamicoessenz beträufeln und warm servieren.




Herrlich saftige Tomatentarte – So schmeckt der (Spät)Sommer

Jetzt gibt es sie in Hülle und Fülle, die wunderbar farbenprächtigen Tomaten in allen Größen und Formen. Mit ihren vielfältigen Rottönen oder in Gelb oder in Grün oder sogar mehrfarbig präsentieren sie sich gerade in der Gemüseauslage der Marktstände und stehlen allem anderen Gemüse die Show.

Da wird den Veganern immer unterstellt, dass sie sich nur von Ersatzprodukten ernähren würden, ihnen nur Obst und Gemüse bliebe.
Wer braucht bitte Ersatzprodukte, wo die Natur so viele Köstlichkeiten für uns bereit hält? Was es vielmehr braucht, sind mehr Rezepte, die den Köstlichkeiten gerecht werden. Ein wenig Auswahl gibt es auch hier bei mir. Zum Beispiel einen köstlichen Tomatensalat mit selbstgemachtem Basilikumöl, eine Tomatenvinaigrette, Bruschette, in vielen Saucen und Gerichten verarbeitet – einfach mal „Tomaten“ in die Suchfunktion eingeben.

Tausendsassa TOMATEN – hier in form einer Quiche

Es gibt kein Gemüse, das nicht gesund wäre und vor Inhaltsstoffen nur so strotzt. Aber die Tomate nimmt einen vorderen Rang ein.
Das Nachtschattengewächs ist äußerst kalorienarm, enthält viele wichtige Nährstoffe wie Vitamin C, Kalium und Ballaststoffe. Der wichtigste Inhaltsstoff ist das Lycopin, ein Antioxidans, das die Herzgesundheit fördert, vor Arterienverkalkung schützt und die Hautalterung verlangsamt. Durch Erhitzen wird die Aufnahme von Lycopin für den Körper sogar verbessert. 
Besonders empfehlenswert, gerade außerhalb der Saison, ist übrigens ein Teelöffel Tomatenmark täglich (pur oder als Brotbelag).

Nun kommt eine weitere, kulinarisch höchst ansprechende Zubereitungsmöglichkeit dazu: ein Tomatenkuchen, eine Tomatenquiche oder Tomatentarte – wie auch immer man diese kleine, feine, schnell zubereitete Köstlichkeit auch nennen mag. Ob als kleiner Snack, Vorspeise oder Hauptgang, kalt oder warm – wie es das Herz oder die Gelüste begehren.

Die Tomatentarte wird umgedreht gebacken, damit der Blätterteig schön knusprig bäckt

Ideal sind überreife Tomaten, desto besser und intensiver das Aroma. Das gute Stück wird verkehrt herum gebacken. Das heißt zuerst kommen die Gewürze, dann die Tomaten in die Form, die schließlich mit einer Blätterteigbahn abgedeckt werden. So können die Tomaten am Boden in ihrer Marinade wunderbar karamellisieren und die Aromen aufnehmen, während der Blätterteig herrlich knusprig und goldbraun bäckt. Danach wird die Tarte nur noch auf eine Platte gestürzt.

Serviervorschlag: die Quiche mit Rucola und pflanzlichem Feta garnieren

Ob Sie die Tomatenquiche pur mit einem knackigen Salat servieren oder sie mit ein paar Rucolablättern und pflanzlichem Feta garnieren, bleibt Ihrem Geschmack überlassen. Was in diesem Fall aber auf gar keinen Fall fehlen sollte, sind ein paar Spritzer hochwertige Balsamico-Essenz – die perfekte Balance zwischen Süße und Säure.

Rezept für Herrlich saftige Tomatentarte

Rezept für zwei Personen als Hauptgang, für vier als Vorspeise

ZUTATEN

  • 1 Packung Dinkelblätterteig (vegan)
  • 1 Pfund Tomaten
  • 1 TL Estragon (getrocknet)
  • 1 TL Rohrohrzucker
  • Salz
  • Pfeffer (frisch gemahlen)
  • Balsamico-Essig und -Essenz
  • Olivenöl
  • optional Rucola und pflanzlichen Feta

ZUBEREITUNG

Den Backofen auf 180 Grad (Ober- und Unterhitze) vorheizen.

Die Tomaten in etwa 1 Zentimeter dicke Scheiben schneiden.

Eine eckige Auflaufform mit Backpapier auslegen.
Salz, Pfeffer, Zucker, Estragon, Balsamico-Essig und Olivenöl auf dem Backpapier verteilen und mit einem Kuchenpinsel mischen und gleichmäßig verstreichen.
Die Tomaten schuppenförmig in der Form auslegen. Mit Blätterteig abdecken und die Seiten nach innen einschlagen. Mit einer Gabel den Teig mehrmals einstechen, damit die Luft entweichen kann und keine Blasen entstehen.

Für etwa 25 bis 30 Minuten in den Backofen schieben, bis der Blätterteig golgelb gebacken ist, auf eine Platte stürzen. Am besten mit einem kleinen Rand, weil die Tomaten sehr saftig sind.

Mit Rucola, Fetawürfeln und Balsamico-Essenz anrichten.




Saftiger Apfelkuchen ohne Backen zubereitet

Ich bin zurück aus der Sommerpause. Obwohl ich gar keine gebraucht hätte. Nicht von meinem Schaffen. Denn Essen ist meine Leidenschaft. Von A bis Z. Von der Idee, über die Zubereitung, bis hin zum Anrichten, Fotografieren und zur Veröffentlichung.

Wir haben in Italien Urlaub gemacht. Jede Sekunde habe ich mit Leib und Seele genossen. Ich hatte meine Kamera nicht dabei, sonst hätte ich so viele schöne und neue Rezepte veröffentlichen können. Weil man auf den herrlichen Märkten so wundervolles Obst und Gemüse kaufen kann.
So habe ich mich sofort in ‚Fragiolini di Sant’Anna‘, etwa 50 Zentimeter lange Spaghetti-Bohnen, verliebt, die ich zum ersten mal gesehen habe. Sie werden im Bund angeboten. Sie werden ganz unspektakulär mit Tomatensauce und frischem Brot serviert, aber die einfachen Gerichte sind bekanntlich die besten.
Was nutzt es, wenn ich hier die Gaumen kitzle, man die Zutaten aber bei uns nicht bekommt. Wie auch italienisches Brot besser schmeckt, weil Mehl ein anderes ist…

No-Bake-Kuchen aus Nüssen und Äpfeln

So starte ich mit einem schnellen und unkomplizierten No-Bake-Kuchen aus den ersten Äpfeln dieses Jahres. Lässt schon ein klein wenig den nahenden Herbst erahnen, wird aber den hochsommerlichen Temperaturen draußen noch gerecht, weil er nicht gebacken wird. Er muss nach der Zubereitung noch zwei bis drei Stunden im Kühlschrank ruhen und ist kalt genossen eine ebenbürtige Erfrischung zu einem Eis.

Der Boden besteht aus gemahlenen Nüssen und Kokosöl, das die Masse zusammenhält. Auch die geriebenen Äpfel erhalten durch das Kokosöl ihre Festigkeit. Die Süße obliegt dem individuellen Geschmack und hängt natürlich auch etwas von den Äpfeln ab.

Eine erfrischende Kühlschranktorte aus geriebenen Nüssen und Äpfeln

Jetzt verrate ich ein Geheimnis. Offensichtlich handelt es sich hier um einen Apfelkuchen. Etwas feiner klingt es, wenn man ihn als Apfeltarte bezeichnet. Der Kuchen ist nicht besonders hoch und erinnert zumindest optisch ein wenig an die französische Spezialität. No-Bake-Kuchen oder Kühlschrank-Torte treffen auch zu.
Genau genommen, handelt es sich hier aber um einen rohveganen Apfelkuchen. Keine Zutat wurde erhitzt, damit bleiben die natürlichen Enzyme und Nährstoffe erhalten, die so auch besser aufgenommen werden. Mag für den ein oder anderen zunächst abschreckend klingen. Wer jedoch ein Stück kostet, wird sich wundern, wie großartig ein gesunder Kuchen schmecken kann.
Andere wiederum, könnten aber Gefallen daran finden, weil gesund und Geschmack sich nicht gegenseitig ausschließen.
Bester Beweis ist dieser rohvegane Apfelkuchen. Oder No-Bake-Kuchen. Oder Kühlschrank-Kuchen. Oder Apfeltarte.

Rezept für Saftiger Apfelkuchen ohne Backen

Zutaten:

Für den Boden

  • 200 Gramm gemahlene Nüsse (z.B. Mandeln, Haselnüsse, Walnüsse, Cashewkerne…, auch gemischt)
  • 40 Gramm Kokosblütenzucker, Dattelsüße, Rohrohrzucker
  • 60 Gramm natives Kokosöl

Für die Apfelschicht

  • 6 mittelgroße Äpfel
  • 35 Gramm Kokosöl
  • 1 EL Kokosblütenzucker, Dattelsüße, Rohrohrzucker…
  • Zimt

Zubereitung:

Für den Boden das Kokosöl auf kleinster Stufe schmelzen.
Nüsse nach Wahl (Walnüsse und Cashewkernen können auch grob gehackt sein, für den Crunch) mit dem Zucker mischen, Kokosöl dazugeben und gleichmäßig verrühren.
Den Mix in eine Springform (24 cm Durchmesser) füllen und leicht andrücken. Da das Kokosöl im Kühlschrank fest wird, hält der Boden sehr gut zusammen.

Für den Belag das Kokosöl auf kleinster Stufe schmelzen.
Die ungeschälten Äpfel raspeln (grob oder fein, je nach Geschmack), mit Zucker, Zimt und Öl mischen und auf dem Boden verteilen.
Für mindestens 2 Stunden in den Kühlschrank stellen und kalt genießen.




Pflanzlicher Mozzarella aus Cashewkernen

Herkömmlicher Mozzarella, ein italienischer Käse, den man in Plastikbeuteln und in Salzlake eingelegt kaufen kann, schmeckt gemeinhin nach nichts. Meiner Meinung nach. Dieser wird größtenteils aus der Milch von Kühen hergestellt und ist preiswerter als Mozzarella, der traditionell aus der Milch von Wasserbüffeln gemacht wird. Mozzarella di Bufola ist sehr viel cremiger, hat manchmal einen fast flüssigen Kern und einen leicht salzigen Geschmack.

Mozzarella ist ein beliebter Käse, der in vielen verschiedenen Gerichten verwendet wird, inbesondere bei Pizza, Pasta und Salaten. Mehr aus Gewohnheit als aus Leidenschaft war Mozzarella daher auch zu meinen nicht veganen Zeiten eine häufige Zutat. Mit entsprechender Würze und seinen Schmelzeigenschaften konnte ich ihm etwas Leben einhauchen.

Insalata Caprese in der tierleidfreien Variante

Nun habe ich in den letzten Jahren, seit ich mich den Tieren zuliebe vegan ernähre, meine Kochroutine komplett verändert. Ich bin sehr viel kreativer, anspruchsvoller und experimentierfreudiger geworden. Außerdem habe ich statt sie zu ersetzen, Zutaten einfach weggelassen. Allen voran Käse. War mir meist zu schwer, mit Käse Überbackenes gab es bei uns gar nicht. Daher weder Magenbeschwerden noch Gewichtsprobleme.
Insalata Caprese gab es im Sommer allerdings öfter mal. Mit saftigen Tomaten, ordentlich Salz, Pfeffer, Balsamico-Essig, Olivenöl und Basilikum angerichtet, konnte man dem Mozzarella dann schließlich doch etwas abgewinnen.
Da die veganen Mozzarella-Alternativen zu wünschen übrig lassen, habe ich auf den italienischen Vorspeisensalat in den letzten Jahren verzichtet. Beziehungsweise einen Kompromiss gefunden, mit dem ich leben konnte. Ein weicher Naturtofu wurde in Scheiben geschnitten und ein paar Stunden in Salzwasser, Knoblauch und Basilikum mariniert. Durchaus eine Alternative und einen Versuch wert, wer diese Zubereitung noch nicht kennt.

Mozzarella auf pflanzlicher Basis aus Cashewkernen

Allerdings habe ich mit diesem Rezept die bessere und vor allem schmackhaftere Lösung gefunden. Mit dem großen und entscheidenden Vorteil, dass jeder die Masse, die in der Hauptsache aus Cashewkernen besteht, so mit Knoblauch, Gewürzen und Essig abschmecken kann, dass sie schon pur ein Genuss ist.

Schmeckt dieser vegane Mozzarella wie das Original? Nein, definitiv nicht. Er schmeckt anders, meiner Ansicht nach sehr viel besser. Wenn man diese Fälschung nicht gerade mit dem besten Mozzarella di Bufola vergleicht. Trotzdem hat mich unser Nachbar zur „besten Fälscherin“ ernannt. Das ist für mich der perfekte Gradmesser, wenn ein konstruktiver Allesesser, der die beste Küche gewohnt ist, das sagt. Das ist der wahre Zweck meines Blogs und meiner veganen Rezepte, dass ich beweisen kann, dass man auf nichts verzichten muss. Schon gar nicht auf Geschmack und Lebensqualität!

Mozzarella auf pflanzlicher Basis schmeckt ohne Tierleid gleich doppelt gut

Der größte und wichtigste Benefit eines pflanzlichen Mozzarellas jedoch ist, dass kein Tier dafür leiden musste. Im Zweifelsfall sollte das über etwaige geschmackliche Unterschiede hinwegtrösten. Mich spornt dieses hohe Ziel des Tierglücks zumindest an, so gut und abwechslungsreich zu kochen, dass der Allesesser gerne an unserem Tisch sitzt, erstaunt ist und Vorurteile im Nirwana verschwinden.

Woraus besteht er denn nun, dieser Mozzarella-Ersatz? Die Basis bilden eingeweichte Cashewkerne (gute pflanzliche Eiweißquelle). Für die Bindung und Konsistenz sorgen Flohsamenschalen, die Zugabe von Hanfsamen liefert Omega-3- und Omega-6-Fettsäuren, die Hefeflocken sind für ein dezentes Käsearoma zuständig. Mit Gewürzen, Kräutern, Knoblauch und Säure darf dann gerne experimentiert werden.

Rezept für Pflanzlicher Mozzarella aus Cashewkernen

Rezept für 4 Portionen

Zutaten:

  • 100 g Cashewkerne
  • 3 EL Flohsamenschalen
  • 2 EL Hanfsamen
  • 1 EL weißer Balsamico-Essig oder Zitronensaft
  • 2 EL Hefeflocken
  • (Kräuter)Salz
  • 2 Zehen Knoblauch
  • Frischhaltefolie

Zubereitung:

Die Cashewkerne mit kochendem Wasser überbrühen und mindestens 1 Stunde quellen lassen.

Das Wasser abschütten. Cashewkerne, Floh- und Hanfsamenschalen, Hefeflocken, Knoblauch, Salz und Essig in einen Multizerkleinerer geben und zunächst mit einem Schuss kalten Wasser pürieren. Nicht zu lange mixen, damit die Masse nicht warm wird. Nach und nach so viel Wasser zugeben, bis alle Zutaten sich zu einer geschmeidigen Masse verbinden.

Mit angefeuchteten Händen die Mozzarellamasse zu einer dicken Wurst formen und in Frischhaltefolie wickeln. Die Enden festhalten und in der Luft zu einer festen Rolle zwirbeln (wie ein Bonbon).

Für mindestens zwei Stunden in den Kühlschrank stellen.




Gefüllter Pfannkuchen aus Filoteig mit karamellisierten Zwiebeln

Kochen muss Spaß machen, finde ich. Natürlich bin ich nicht jeden Tag gleich motiviert, aber neben meinen Spaziergängen mit meinem Hund Paul, ist Kochen meine zweite Leidenschaft. Ich freue mich, wenn ich weiß, dass ich später noch in die Küche darf, um unser Essen vorzubereiten. Umso mehr, wenn mir eine neue Idee im Kopf herumspukt. Geheimnisvoll kündige ich meinem Mann an, dass er schon einmal auf eine neue Kreation gespannt sein darf. Die, wenn sie gelingt, genial sein wird oder komplett in die Hose geht, wenn Theorie und Praxis auseinanderklaffen. Kommt vor, dass ich enttäuscht bin. Aber nicht heute, hier und jetzt.

Gefüllter Pfannkuchen aus Filoteig

Die Idee war, den Filoteig in der Pfanne zuzubereiten. In etwa wie eine Pfannenpizza, die aber im Backofen fertig gebacken wird, damit sie auch von oben bräunt. Also musste die Füllung komplett vom Teig umgeben sein, damit man den Fladen wenden kann, wenn er von unten fertig ist.
Wie ich den Filoteig schon für das griechische Kultdessert Galaktoboureko verwendet habe, einfach den Griesspudding in die dünnen Teigblätter packen, so bin ich mit dem Pfannkuchen hier verfahren. Ich habe die Pfanne mit ein paar Teigblättern ausgelegt, die Füllung darauf verteilt, weitere Teigblätter als Deckel verwendet, die Seiten eingeschlagen und den Pfannkuchen von beiden Seiten knusprig und goldgelb gebraten.
Das ganze birgt keinen Schwierigkeitsgrad, weil der Fladen, wenn er mal auf der einen Seite gebacken ist, sehr stabil ist und sich gut wenden lässt. Die einzige klitzekleine Herausforderung ist, den idealen Bräunungsgrad zu erwischen. Besser zu früh, als zu spät wenden, denn die Unterseite brennt schnell an.

Knuspriger Filoteigpfannkuchen mit Tomaten-Spinat-Frischkäse-Feta-Füllung

Bei der Füllung kann man seinen Geschmäckern freien Lauf lassen. Ich habe mich für Frischkäse, Cocktailtomaten, Fetakäse und Spinat entschieden. Ich hatte noch einen Rest Béchamelsauce von einer Moussaka am Vortag, diese habe ich dazu gegeben. Hätte es aber nicht gebraucht. Durch den Frischkäse und den Feta, die beide wunderbar schmelzen, wird es saftig genug. Mit Rucola schmeckt die Füllung intensiver, Wildkräuter würden auch ganz hervorragend passen.

Die geschmackliche Krönung, dass aus einem schnöden Pfannkuchen etwas ganz Besonderes wird, sind karamellisierte Zwiebeln, die beim Umdrehen mitgebacken werden. Sie können auch zur Füllung hinzugefügt werden, bleiben aber natürlich in dieser Variante schön knusprig und machen auch optisch etwas her.

Perfekt, gesund und sehr vitaminreich mit einem bunten Salat als Beilage, idealerweise aus Wildkräutern und Blüten wie Holunder, Rotklee, Spitzwegerich, Lindenblättern. Wie man sie gerade in Hülle und Fülle in der Natur zur freien Verfügung hat.

Filoteig (auch Yufkateig genannt) gibt es leider nicht in allen Supermärkten. Ich habe ihn aus einem kleinen Laden mit ausländischen Spezialitäten. Dort wird er in einem Kühlschrank gelagert. In einer Packung befinden sich 20 große Filoteigblätter, die für mindestens zwei Durchgänge ausreichen. Nimmt man zu viele Blätter, wird der Teig zu fest und zu trocken und zu dick im Vergleich zur Füllung. Ideal sind jeweils 5 Blätter für unten und als Deckel.

Alternativ könnte man Strudelteig verwenden, das habe ich aber noch nicht ausprobiert. Filoteig ist ein sehr dünner, blättriger Teig, der traditionell in der griechischen und türkischen Küche verwendet wird. Er wird aus Mehl, Wasser und Öl hergestellt und bricht leicht.
Strudelteig dagegen ist etwas dicker und elastischer und ist typisch für die deutsche und österreichische Küche. Er wird ebenfalls aus Mehl, Wasser und Öl hergestellt. Durch eine Ruhezeit und mehr Öl ist er allerdings besser dehnbar und reißt nicht so schnell.
Der Filoteig ist tendenziell leichter und knuspriger, während der Strudelteig etwas schwerer und saftiger ist.

Rezept für Gefüllter Pfannkuchen aus Filoteig

Rezept für 2 bis 3 Personen

Zutaten:

  • etwa 8 – 10 Blätter Filoteig
  • eine Packung Babyspinat
  • etwa 20 Cocktailtomaten
  • 1 Packung veganer (Kräuter)Frischkäse
  • 1 Packung veganer Fetakäse
  • 2 Zehen Knoblauch
  • 10 Schalotten oder 2 mittelgroße Zwiebeln
  • Olivenöl
  • 1 EL Rohrohrzucker
  • Salz
  • frisch gemahlener, schwarzer Pfeffer
  • optional Crispy-Chilli-Öl

Zubereitung:

Zwiebeln schälen, in Schnitze schneiden und in einer Pfanne in Olivenöl glasig dünsten. Mit Zucker karamellisieren. Zur Seite stellen.

Spinat waschen. Cocktailtomaten halbieren. Knoblauch pressen und mit dem Frischkäse vermischen. Fetakäse in Würfel schneiden.

Olivenöl in eine große Pfanne geben und mit 4 bis 5 Blättern Filoteig auslegen. Jedes Blatt mit etwas Olivenöl bepinseln, damit es nicht bricht.
Frischkäse gleichmäßig auf dem Boden verteilen. Ebenso den Spinat, die Cocktailtomaten und den Fetakäse. Mit (Kräuter)Salz, Pfeffer und falls vorhanden etwas Crispy-Chilli-Öl würzen. Mit den restlichen Teigblättern (jeweils mit Olivenöl bestrichen) bedecken und die Ränder nach oben einschlagen. Die karamellisierten Zwiebel auf dem Deckel verteilen.

Bei mittlerer Hitze etwa 7 Minuten backen. Mit einem Pfannenwender vorsichtig seitlich anheben und den Bräunungsgrad prüfen. Ist die Unterseite perfekt gebacken, den Pfannkuchen auf einen Deckel oder ausreichend großen Teller stürzen und zurück in die Pfanne gleiten lassen, damit auch die Oberseite knusprig bäckt. Benötigt etwas weniger Zeit als die Oberseite, etwa 5 Minuten.

Den kross gebratenen Filoteig-Pfannkuchen auf eine Platte stürzen und mit einem bunten Salat servieren.
Schmeckt auch kalt.




Schnelle Quiche mit geschmortem Lauchgemüse

Nun bin ich seit über 5 Jahren vegan und habe zum ersten Mal eine Quiche gemacht. Dem Original oder nach meiner Kenntnis einer Quiche Lorraine, die aus Sahne oder Schmand, Eiern, Porree und Schinken besteht, nachempfunden. Ich habe ein paar Jahre in Elsassnähe gewohnt, dort ist sie eine Spezialität. Mein Mann und ich mochten sie sehr und stand oft auf unserem Speiseplan.

Wie sage ich immer, meine engsten Mitmenschen können es wahrscheinlich nicht mehr hören: Das Huhn wird völlig umsonst gequält und muss sich XXL-Eier aus seinem filigranen Körper pressen, so dass oft sogar der Brustkorb bricht.
Es braucht keine Eier im Kuchen. Weder im Hefeteig noch im Mürbeteig noch im Rührteig, auch im Biskuit nicht. Pfannkuchen, sogar Kaiserschmarren, gelingen ohne Eier, werden mindestens genauso fluffig.
Man muss sich ein wenig durchprobieren, wie man Eier je nach Verwendungszweck ersetzt. Im Mürbeteig übernimmt Apfelmus die Aufgabe. In Pfannkuchen und bei Biskuit genügt die Kombination aus Mineralwasser und Backpulver. Im Hefeteig lasse ich sie weg.

Saftige Quiche mit Seidentofu

Wie ersetze ich die Eier aber nun in einer Quiche, damit die Masse, die den Lauch zusammenhält, fest wird? Ich hatte mir zwei Alternativen überlegt. Einmal eine vegane Schmand-Alternative, die ich mit Leinsamen oder Chiasamen binden könnte. Oder ich würde es mit Seidentofu versuchen, den viele zum Beispiel auch für einen Käsekuchen verwenden und mit dem ich auch schon für meine Mousse au Chocolat beste Erfahrungen gemacht habe.
Ich habe mich kurz und schmerzlos für den Seidentofu entschieden. Weil es schnell gehen sollte und ich weder Leinsamen noch Chiasamen daheim hatte. Aus Zeitgründen und weil das immer so herrlich knusprig ist, kam schließlich noch ein fertiger Blätterteig als Boden zum Einsatz. Bestimmt werde ich die Quiche in nächster Zeit auch mal mit einem salzigen Mürbeteig probieren. Dann ist es mehr eine Mahlzeit. Mit Blätterteig eher ein kleiner, schneller Snack für zwischendurch.

Vegane Quiche mit Lauchgemüse, Seidentofu und getrockneten Tomaten

Und der Speck? Getrocknete Tomaten sind mein Speck und mein erstes Mittel der Wahl, wenn in einer Suppe, einem Pesto oder wo auch immer noch etwas Raffinesse fehlt.
Wer den Eigeschmack vermisst, kann statt mit Salz mit Kala Namak, einem schwarzen Salz, das nach Schwefel riecht, würzen.
Auf jeden Fall bin ich mir sicher, dass vom Ergebnis niemand enttäuscht sein wird. Der Seidentofu verbindet sich ganz vorzüglich mit dem geschmorten Lauchgemüse und kein Gast würde auf die Idee kommen, dass er gerade eine komplett tierleidfreie Version einer Quiche Lorraine genießt.

Rezept für Schnelle Quiche mit geschmortem Lauchgemüse

Rezept für 2 bis 3 Personen

Zutaten:

  • 4 Stangen Porree (mittlere Größe)
  • 1 Packung Seidentofu (400 Gramm)
  • 40 Gramm getrocknete Tomaten
  • 1 Packung Blätterteig
  • Salz, wahlweise Kala Namak
  • schwarzer Pfeffer, frisch gemahlen
  • Muskatnuss
  • 2 EL Olivenöl

Zubereitung:

Backofen auf 180 Grad vorheizen (Ober- und Unterhitze).

Lauch putzen, waschen und in feine Ringe schneiden. In einer Pfanne Olivenöl erhitzen und das Gemüse so lange schworen, bis leichte Röstaromen aufsteigen. Getrocknete Tomaten untermischen, mit Salz/Kala Namak, Pfeffer und Muskatnuss würzen. Etwas abkühlen lassen.

Blätterteig in einer Springform verteilen.

Seidentofu abtropfen lassen und im Mixer oder mit dem Schneebesen fluffig schlagen. Unter das Gemüse heben. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Die Masse in der Springform verteilen und für etwa 20 Minuten in den Backofen schieben, bis die Oberfläche leicht gebräunt ist.




Schnelles Wokgemüse mit gebratenem Pak Choi in Teriyaki-Sauce

Fast zu einfach, ein Rezept daraus zu machen. Da es aber so überaus köstlich schmeckt, Genuss und Aromatherapie in einem ist, halte ich es kurz und schmerzlos schriftlich fest.

Wie wir alle schon oft die Erfahrung gemacht haben, sind die unaufgeregten Gerichte oft die besten. Noch dazu ist dieses bunte Wokgemüse in 15 Minuten, sagen wir in maximal 20, servierbereit. Während der Basmatireis gart, werden Kräuter, Gewürze und Gemüse vorbereitet, um im Wok nach und nach zusammenzufinden.

Buntes Wokgemüse mit gebratenem Pak Choi

Das Ganze gelingt genauso gut in einer Pfanne, ein Wok hat aber den Vorteil, dass das Gemüse bissfest bleibt, wenn man es denn möchte. Ich persönlich liebe es, wenn das Gemüse noch Biss hat, dann gehen auch nicht so viele Vitamine verloren. Genau genommen würde es mir genügen, das Gemüse nur kurz zu erwärmen und mit den Kräutern, den Gewürzen und den Würzsaucen zu mischen. Das lässt sich im Wok sehr gut steuern, weil man alles, was nicht weiter garen soll, an den Rand legen kann. Generell gilt, dass die Zutaten in der Reihenfolge fest zu weich zugegeben werden. Zuerst also die Karotten, dann den Brokkoli, zum Schluss die Zucchini.

Machen aus dem Wokgemüse etwas ganz besonderes: frisch geriebener Ingwer, klein geschnittenes Zitronengras, Chilischote und Thaibasilikum

Was das Wokgemüse perfekt macht, sind neben knackigem Bio-Gemüse die frischen Kräuter und Gewürze. Natürlich kann man alles auch getrocknet oder als Gewürzmischung zugeben, aber frisch geriebener Ingwer, klein gehacktes oder gemahlenes Zitronengras und die in feine Ringe geschnittene Chilischote wirken wie eine Aromatherapie, wenn sie ihren Duft beim kurzen Anschwitzen in Sesamöl entfalten. Das Thaibasilikum gibt man ganz zum Schluss über das Gemüse, denn durch das Köcheln würde das zarte Kraut fast sein ganzes Aroma verlieren.
Sitzt man schließlich vor dem angerichteten Teller, dann möchte man gerade nirgendwo anders auf der Welt sein.

Rezept für Schnelles Wokgemüse mit gebratenem Pak Choi in Teriyaki-Sauce

Für 2 Personen

Zutaten:

  • 1 Zucchini
  • 2 Karotten
  • 1 kleiner Brokkoli
  • 2 Pak Choi
  • 1 Handvoll Cashewkerne
  • 1 mittelgroße Chilischote
  • 1 Stück Ingwer (walnussgroß)
  • 1 Stange Zitronengras
  • 1 Bund Thaibasilikum (aus dem Asialaden)
  • 5 EL Teriyakisauce
  • 5 EL Sojasauce
  • 1/4 Liter Gemüsebrühe
  • 3 EL Sesamöl

Zubereitung:

Karotten und Zucchini in Scheiben schneiden. Brokkoli in Röschen teilen. Pak Choi halbieren.

Ingwer reiben, auch gerne ungeschält. Zitronengras in ganz dünne Ringe schneiden, so dünn wie möglich, sonst ist er wie Holz; oder in der Kaffeemühle mahlen. Chillischote in feine Scheiben schneiden. Das Thaibasilikum (mit Stiel) grob zerzupfen.

Sesamöl auf mittlerer Hitze im Wok erhitzen. Ingwer, Zitronengras und Chili dazugeben und so lange dünsten, bis die Aromen aufsteigen. Mit dem Kochlöffel die Würzmischung an den Rand schieben. Zuerst die Karotten dazugeben und kurz anschwitzen. Dann den Brokkoli und ebenso anschwitzen. Schließlich die Zucchini. Vorsichtig mischen und mit Soja- und Terriyaki-Sauce löschen. Gemüsebrühe dazugießen, Cashewnüsse unterheben und mit Deckel zum Kochen bringen.

In der Zwischenzeit die Pak-Choi-Hälften in etwas Öl von beiden Seiten anbraten und zum Schluss mit etwas Sojasauce ablöschen.

Das Wokgemüse gegebenenfalls noch mit Salz oder Sojasauce abschmecken, Thaibasilikum unter das Gemüse mischen, auf einem Teller anrichten und mit dem Pak Choi dekorieren.

Dazu perfekt: Basmatireis