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Saftiges Sandwich mit Salat und Räuchertofu

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Das neue Lieblingsessen meines Mannes: genau dieses Sandwich! Mit ganz viel buntem Salat, Räuchertofu und Guacamole…

Ich war gerade mit der Produktion dieses Themas fertig, als mein Mann hungrig von der Arbeit nach Hause gekommen ist. Leider ist er bislang weder Vegetarier, geschweige denn Veganer! Er liebt Sandwiches, zu meinem Leidwesen Klassiker wie ein Clubsandwich, mit Thunfisch oder Schinken und Käse… Ich war sehr kreativ, aber immer gab es noch etwas zu bemäkeln… Zu trocken, zu fad, zu was auch immer…

Veganes Sandwich mit Salat, Tofu und Guacamole


Auf jeden Fall stand nun dieses appetitlich angerichtete Sandwich auf dem Küchentresen, das ich gerade in allen möglichen Positionen fotografiert hatte. Und was gibt es Schöneres, als mit Hunger etwas zu essen, das man so gerne mag? Natürlich hatte ich Bedenken, weil es eine neue Kombination war, noch dazu mit Tofu, der nicht einmal bei der Zielgruppe einen vorderen Platz auf der Beliebtheitsskala einnimmt. Auf der anderen Seite ist mein Mann das beste Versuchskaninchen, das man haben kann! Er ist allem Neuen aufgeschlossen, hinterfragt nicht viel und alleine der Geschmack entscheidet. Er ist sich der Tatsache bewusst, dass es langfristig keine tierischen Produkte, außer für unseren Hund, in unserem Haushalt mehr geben wird. Insofern harrt er der Dinge, die da kommen. Und ich gebe mir eine Menge Mühe, weil ich ihn natürlich mit bestem Essen von einem veganen Lebensweg überzeugen möchte!

Ich bin erst seit ein paar Monaten vegan und natürlich ist es ein komplett anderer Lebensstil! Es erfordert viel Recherche, manchmal ist es sogar eine kleine Wissenschaft! Ich kann keinen Kuchen mehr backen, wie ich es Jahrzehnte gewohnt war. Kein Stück Käse am Abend, wenn ich mal keine Lust zum Kochen hatte. Beim Bäcker nicht einfach ein süßes Teilchen zum nachmittäglichen Kaffee mitnehmen oder einen Keks in den Mund schieben… Erst mal die Verpackung lesen oder die Verkäuferin fragen, die mich oftmals erstaunt anschaut.


Aber ich habe mich rein des Tierwohles wegen für diese Lebensweise entschieden und das gibt mir Wind in die Segel! Und nach ein paar Monaten bin ich bereits sehr viel weiter! Ich habe eine Pflanzenmilch gefunden, mit der der Kaffee noch besser als vorher schmeckt. Ich habe ein paar gelingsichere Kuchen, ohne viel Aufwand oder Ersatzprodukte, die köstlich schmecken. Manchmal reicht es, wenn man Zutaten tierischen Ursprungs einfach weglässt… Vieles ist von Hause aus vegan. Und beim Rest bin ich froh, an diesem Punkt in meinem Leben angekommen zu sein! Denn es macht unglaublich viel Spaß zu experimentieren, neue Wege zu gehen und die gewohnte Kochroutine über Bord zu werfen! Ich habe ungewohnte Erfolgserlebnisse, weil ich über die Jahre ein wenig festgefahren war und auch gerne an Altbewährtem festhalte, obwohl ich gedanklich schon viel weiter bin.

Apropos Erfolgserlebnis, zurück zu meinem Mann und diesem Sandwich… Was soll ich sagen, die Begeisterung war bereits nach dem ersten Bissen groß und zum ersten Mal war ein Sandwich nach seinem Geschmack zubereitet: saftig, würzig, knackig, frisch!

Rezept für ein veganes Sandwich mit Salat und Räuchertofu

Zutaten:

(für 2 Personen)

  • 4 Scheiben Dinkeltoastbrot
  • 1 EL Cashewmus
  • 2 EL Guacamole, ersatzweise 1 Avocado
  • 200 g Räuchertofu
  • 1 Möhre
  • ein paar Blätter Salat nach Wahl (Blattsalat, Rucola, Chicoree…)
  • 1 Tomate
  • 1 Spitzpaprika
  • 8 Scheiben dünn gehobelte Gurke
  • Meersalz
  • frischgemahlener, schwarzer Pfeffer

Zubereitung:

Den Räuchertofu in dünne Scheiben schneiden und in Olivenöl scharf anbraten. Mit Salz und Pfeffer würzen. Abkühlen lassen.

Möhre fein raspeln

Die Möhre schälen und raspeln. Es ist ein unglaublicher, geschmacklicher Unterschied, ob man die Möhre in dünne Scheiben hobelt oder wie hier raspelt! Davon abgesehen, ist das Sandwich so auch besser zu essen.

Die Tomate, Spitzpaprika und Gurke in dünne Scheiben schneiden. Je dünner, desto besser, dann wird das Sandwich stabiler und die Scheiben rutschen während des Essens nicht an den Seiten heraus!

Eine ganze Avocado halbieren, entkernen, mit einem Esslöffel aus der Schale lösen und in dünne Scheiben aufschneiden.
Mein Tipp: Noch mehr Geschmack liefert selbstgemachte Guacamole (Link in der Zutatenliste). Den Rest kann man problemlos noch ein paar Tage im Kühlschrank aufbewahren.

Die Toastscheiben je nach Geschmack rösten oder auch nicht und mit Cashewmus bestreichen. Cashewmus sorgt für eine Extra-Portion Geschmack, davon abgesehen riecht es unglaublich fantastisch! Natürlich kann man stattdessen auch Olivenöl oder Margarine verwenden.

Für die Stabilität: alle Zutaten in hauchdünne Scheiben schneiden

2 Brotscheiben, die als Basis dienen, zuerst mit dem Salat belegen, dann mit dem Räuchertofu, den Gurken, Tomaten, Paprika und Möhrenraspeln. Je eine Prise Salz und Pfeffer können jetzt nicht schaden. Zum Schluss kommen die Guacamole und die übrigen Brotscheiben, fertig!

2 Kommentare

  • Cathrin

    Liebe Heike,
    ich habe das glaube ich schon einmal geschrieben, dass ich bei dir irgendwie immer den passenden Blogbeitrag finde, wenn ich irgendetwas suche. So auch diesmal. Vor einigen Tagen war ich auf der Suche nach Alternativen zum üblichen Brotbelag. Ich drehte und wendete im Bioladen unschlüssig eine Packung geräucherten Tofu in den Händen und entschloss mich zum Kauf. Zu Hause belegte ich Roggenvollkornbrotscheiben mit pflanzlichem Bohnenaufstrich, Räuchertofuscheiben, Gurke und etwas Senf. Das Ergebnis fand ich sehr lecker, doch jeden Tag möchte ich es auch nicht essen. Ich stöberte also ein bisschen auf deinem Blog und … zack! Wie erwartet wurde ich fündig. Und ich muss noch nicht mal einkaufen gehen, ich habe alle benötigten Zutaten zu Hause, wunderbar! Im Moment köchelt ein Eintopf auf dem Herd, aber ich freue mich schon aufs Abendessen.
    Ganz liebe Grüße Cathrin

    • Heike Ermel

      Liebe Cathrin,

      vor allem macht die Zubereitung den großen, großen Unterschied. Den Räuchertofu einfach nur aufschneiden und so essen ist komplett anders, als ihn in Scheiben zu schneiden und ihn in Olivenöl knusprig zu braten. Noch etwas frisch gemahlender Pfeffer – perfekt. Ich plane ein eigenes Thema, wie man Tofu zubereiten kann. Vor allem um sein Renommee etwas aufzupolieren! Man kann ihn marinieren, frittieren, panieren… Fleisch isst man ja auch nicht, wie man es kauft, sondern muss es erst zubereiten, dass es schmeckt… Ich mache aus geriebenem, geräucherten Tofu übrigens auch Frikadellen… Das Rezept reiche in Bälde nach!

      Liebe Grüße
      Heike

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