Wiener Kaiserschmarrn
Food

Herrlich luftiger Kaiserschmarrn

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Zuerst gar keine Nachspeise, dann gleich zwei in einer Woche… Diesmal DER Klassiker schlechthin aus Österreich, bei uns mindestens genauso beliebt: Wiener Kaiserschmarrn.

Der Legende nach, hat ein Hofküchen-Pâtissier diese Süßspeise für Kaiserin Elisabeth kreiert und hieß zunächst „Kaiserinnenschmarrn“. Viel lieber mochte aber ihr Gemahl Kaiser Franz-Josef das Dessert, weshalb es dann in „Kaiserschmarrn“ umbenannt wurde.
Wahrscheinlich war ihr die Kreation einfach zu mächtig, jeder weiß wie dünn Sissi war… Tatsächlich finde ich Kaiserschmarrn als Nachspeise auch zu heftig. Ich finde, er eignet sich viel besser als Kuchenersatz. Hat man Lust auf ein Stück Kuchen, es ist aber keiner gebacken, dann zaubert man schnell einen herrlich fluffigen Kaiserschmarrn. Die Zutaten dafür hat man immer zu Hause und innerhalb von 10 Minuten ist er fertig…

Wiener Kaiserschmarrn
Österreichischer Kaiserschmarrn

Die Basis ist ein einfacher Palatschinken- also Pfannkuchenteig, der mit extra geschlagenem Eiweiß, das untergehoben wird, schön luftig wird.

Rezept für original Wiener Kaiserschmarrn

(für 2 Personen)

Kaiserschmarrn mit Apfelmus
Original Wiener Kaiserschmarrn mit Apfelmus

Zutaten:

  • 2 Eier
  • 2 EL Zucker
  • 185 ml Milch
  • 60 g Mehl
  • 1 EL Butter zum Anbraten
  • Puderzucker zum Bestäuben

Eier trennen. Eigelb und Zucker mit dem Schneebesen (der Küchenmaschine) sehr cremig und hellgelb, fast weiß, schlagen.

Kaiserschmarrn-Teig rühren
Eigelb und Zucker schaumig und hellgelb schlagen

Milch zugeben, gut verrühren und nach und nach das Mehl untermischen.
Eiweiß zu Schnee schlagen und unter die Eigelb-Mehl-Masse heben.
Butter in einer Pfanne erhitzen, Teig komplett einfüllen und bei kleiner Hitze anbraten, bis die untere Seite leicht gebräunt ist.
Das Wenden gelingt nicht in einem Stück, dafür ist die obere Seite noch zu flüssig und instabil. Da der Pfannkuchen später in Stücke zerteilt wird, ihn zunächst vierteln und die Teile jeweils wenden. Wenn auch die Unterseite gebräunt ist, kann man die Fragmente mit einem Pfannenwender oder Holzlöffel so zerteilen, wie man es am liebsten mag – größer oder kleiner.

Kaiserschmarrn mit Himbeerspiegel
Kaiserschmarrn mit Himbeerspiegel


Zerteilt man den Kaiserschmarrn vorm Wenden, dann verliert er seine fluffige Konsistenz und man bekommt die typisch großen „Kissen“ nicht mehr hin. Das Ganze erinnert vom Aussehen her dann eher an Käsespätzle – es tut dem Geschmack aber keinen Abbruch!

Nach Belieben vorm Backen noch Rosinen oder geröstete Mandelblättchen in den Teig geben.
Auf Tellern anrichten und mit Puderzucker bestäuben. Traditionell wird der Wiener Kaiserschmarrn mit Apfelmus oder -kompott serviert. Wer es nicht ganz so süß mag, dem empfehle ich einen Fruchtspiegel aus pürierten Himbeeren.

4 Kommentare

  • Carolin Nitsche

    Super einfaches Rezept zum Nachmachen und dazu noch lecker!!!! Danke für den luftigen Kaiserschmarrn. Das wird es jetzt bei uns häufiger geben.

    • Heike Ermel

      Liebe Caro, lieben Dank für dein Feedback! Es freut mich sehr, dass mein Rezept zum Nachmachen animiert hat! Umso mehr, dass das Ergebnis wohl gelungen ist… Es geht wirklich schnell und ist auch sehr gelingsicher…
      Herzliche Grüße
      Heike

  • Cathrin

    Wenn ich das gewusst hätte…
    Seit Jahren traute ich mich nicht an Kaiserschmarren heran, Pfannkuchen und Waffeln sind kein Thema, aber beim Kaiserschmarren bin ich zu oft gescheitert. Habe das „Fluffig“ einfach nicht hinbekommen.
    Das ist jetzt Geschichte. Ganz herzlichen Dank für das Rezept samt Tipps, einfach unschlagbar!
    Liebe Grüße Cathrin

    • Heike Ermel

      Liebe Cathrin, lieben Dank für deine Rückmeldung. Ja, es ist ganz einfach und gelingsicher… Da habe ich auch über Instagram einige positive Rückmeldungen bekommen…
      Ich arbeite übrigens gerade an der der veganen Variante eines luftigen Kaiserschmarrns… Da muss ich mich aber noch etwas mehr in die Physik des Backens einarbeiten…

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