Apfelmus selber machen
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Multitalent Apfelmus – wunderbar einsatzfähig!

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Apfelmus, Apfelkompott, Apfelbrei oder welchen Namen das Kind auch immer trägt, ist so unglaublich gut! Vor allem oder gerade, wenn es selbst gemacht ist! Und man kann es so vielseitig einsetzen. Ob zu Süßspeisen, wie meinem Kaiserschmarrn, zu herzhaften Gerichten, wie meinen Kartoffelröstis, als Brotaufstrich oder einfach nur pur – das Mus sorgt immer für das gewisse Etwas.

Der richtige Apfel? Besonders geeignet für Apfelmus sind eher sauere Sorten wie Boskop, Braeburn oder Cox Orange – ganz nach persönlichem Geschmack. Tendenziell zerfällt das Fruchtfleisch schneller und lässt sich demnach gut einkochen. 
Ich lasse es nicht übermäßig kochen, ich erhitze das Mus nur so lange, bis die Apfelstücke zwar weich sind, aber immer noch Biss haben. Es sollen schließlich so viele Vitamine wie möglich erhalten bleiben, weshalb ich die Äpfel übrigens auch nicht schäle.

Apfelkompott und Apfelmus
Apfelkompott und Apfelmus

Es gibt nur selten einen Apfel, der auch wirklich schmeckt. Ich bin oft schon froh, wenn die Konsistenz nicht mehlig ist und er keinen morksigen Abgang hat… Das ist anders, wenn wir in Hamburg sind und einen Abstecher ins Alte Land machen, da schmeckt dann ein Apfel, wenn man auf einem der vielen Obsthöfe einkauft, wirklich noch nach Apfel…

Umso erstaunlicher ist es, dass Apfelmus so gut schmeckt, auch wenn der verwendete Apfel nicht perfekt ist! Dafür sorgen dann der braune Zucker und ein Schuss Calvados… Man muss sich nur zu helfen wissen.

Rezept für Apfelmus

(4 Portionen)

  • 1kg Äpfel
  • 1 Zitrone (Saft)
  • 4 EL brauner Zucker
  • 1 ordentlicher Schuss Calvados oder Apfelsaft
  • Zimtstange
  • Zimtpuder

Die Äpfel vom Kerngehäuse befreien, nicht schälen. Wie man die Äpfel jetzt weiter verarbeitet, bleibt jedem selbst überlassen. Ob man die Äpfel viertelt und in grobe oder feine Scheiben schneidet oder wie ich in Würfel. Als Freund definierter und gleichmäßiger Formen, umso schöner nachher das Ergebnis, habe ich gerade wieder ein neues Helferlein bei Tchibo gefunden…

Äpfel in Würfel schneiden
Äpfel in gleichmäßige Würfel schneiden

Einen Multizerkleinerer mit verschiedenen Einsätzen, unter anderem einem, mit dem man wunderbare Würfel in perfekter Größe zaubern kann. Damit habe ich übrigens auch die Äpfel für den Apfelkuchen vorbereitet…
Dafür muss man den halbierten Apfel noch einmal mittig durchschneiden, damit es eben Würfel und keine „Pommes“ geben.

Äpfel vorbereiten

Das geht in jedem Fall schneller als per Hand oder einem Gemüsehobel und ist vor allem gefahrloser für die Finger! Das Ergebnis sind schöne, gleichmäßig große Apfelwürfel, die auf dem Teller oder in einer Schale später sehr gut aussehen.

Äpfel würfeln

Nun kommen die gewürfelten Äpfel zusammen mit dem Zitronensaft, dem Zucker, dem Calvados (oder Apfelsaft) und der Zimtstange in einen großen Topf. Kurz aufkochen und bei kleiner Hitze zugedeckt maximal 10 Minuten köcheln lassen. Ruhig zwischendurch eine Garprobe machen. Ich finde, dass die Äpfel nicht zerkochen und noch einen leichten Biss haben sollten. Und das Mus unbedingt abschmecken. Vielleicht fehlen noch etwas Zucker oder eine feine Zimtnote…

Ich verwende übrigens braunen Zucker, weil er nicht nur süßt, sondern für zusätzlichen Benefit durch seine leicht karamellige Note sorgt.
Der Calvados oder Apfelsaft wird nicht nur wegen des Aromas zugegeben, sondern weil es etwas Flüssigkeit braucht, um die Apfelwürfel zu Mus zu kochen, damit sie nicht am Topfboden fest brennen. In vielen Rezepten wird dafür Wasser genommen oder zuerst ein Sirup gekocht. Wasser???? Also bitte…

Apfelmus selber machen
Apfelkompott im Blender pürieren – voilà Apfelmus

Je nach Verwendungszweck oder Geschmack passt entweder stückiges Apfelkompott oder samtiges Apfelmus besser. Früher hat man das mit der „Flotten Lotte“ gemacht, heute geht das sehr viel feiner und unkomplizierter im Mixer.
Oder man serviert ganz einfach beides, dann kann sich jeder seinen Favoriten heraussuchen…

Apfelkompott und Apfelmus
Apfelkompott oder -mus – Jeder wie er es am liebsten mag

Im Kühlschrank lässt sich das Apfelmus problemlos drei bis vier Tage aufbewahren.

2 Kommentare

  • Cathrin

    Ich hätte wirklich nie gedacht, dass ich für Apfelmus ein Rezept brauche, aber doch!
    Zimt! Darauf wäre ich nie gekommen! Köstlich, herzlichen Dank!

    • Heike Ermel

      Jederzeit sehr gerne!!! Ich denke mir manchmal selbst, dass das ein oder andere Rezept zu banal ist, um es zu posten… Aber vieles ist eben doch nicht so selbstverständlich…

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