Deftige Schnibbelbohnensuppe mit Kartoffeln und Steckrübe

Ich bleibe dabei. Suppen und Eintöpfe sind und bleiben eine Herausforderung. Es bedarf einiger Feinheiten, um aus ihnen das Maximum an Geschmack und Aromen herauszuholen. Einfach nur Brühe und Schärfe genügen nicht.

Schön, wenn das Gemüse schon einmal einen intensiven Eigengeschmck hat, wie zum Beispiel beim Grünkohleintopf. Kräuter tun ihr übriges, etwaige Röstaromen können auch nicht schaden oder ein Schuss Säure zur Abrundung (siehe die Linsensuppe). Das Zusammenspiel ist es dann, was aus einer Suppe etwas Besonderes macht.
Das berühmte Salz in der Suppe darf natürlich nicht fehlen. Wobei ich beim Salz gerade etwas in der Zwickmühle bin, weil es bei einigen biochemischen Prozessen im Körper eher kontraproduktiv sein soll. So wird ein zu hoher Blutdruck oft auf zu viel Salzkonsum zurückgeführt. Auf der anderen Seite soll das Trinken von Meerwasser sehr gesund sein, weil es den Körper mit allen benötigten und überlebenswichtigen Mineralien und Spurenelementen versorgt. Es heißt, dass man sich an ungesalzenes Essen innerhalb von zwei Wochen gewöhnen würde.
Ich entscheide mich vorerst für einen Kompromiss und greife auf ein hochwertiges Meersalz aus dem Biomarkt zurück und schmecke sehr vorsichtig ab. Ich glaube nicht, dass Salz per se das Problem ist. Sondern eher die versteckten Salze in Wurst und Fertigprodukten.
Die Brühe gebe ich übrigens erst nach dem Garen dazu, weil ich die Erfahrung gemacht habe, dass das Gemüse länger braucht, wenn ich die Brühe gleich angieße.

Bohnensuppe mit vielen aromatischen Zutaten – ein Geschmackserlebnis der besonderen Art

So bräune ich zuerst die Zwiebeln in ausreichend Pflanzenöl, streue dann die getrockneten Kräuter dazu, damit sie ihre Aromen ans Öl abgeben. Schließlich kommen die Kartoffel- und Steckrübenwürfel dazu, die ich auch kurz ansetzen lasse, bevor ich die Flüssigkeit angieße. Zum Schluss gesellt sich die Hauptzutat, die Bohnen, dazu. Getrocknete Tomaten, die leicht salzig schmecken, sind mein Geheimtipp. Wenn alles gar ist, mache ich eine erste Geschmacksprobe, dann weiß ich, wo die Reise hingeht und wieviel Würze ich brauche.

Gerade haben Steckrüben Hochsaison. Der herb-süße, leicht erdige Geschmack erinnert ein wenig an Kohlrabi. Ich verwende sie weniger als Hauptgemüse, sondern als Beigabe im Kartoffelstampf oder im Mix mit anderem Gemüse in Suppen und Eintöpfen.
Steckrüben sind kalorienarm und nährstoffreich. Sie enthalten viele Vitamine wie Vitamin C, Beta-Carotin und B-Vitamine, Mineralstoffe wie Kalium und Magnesium sowie ätherische Öle, die gut für die Verdauung sind. Sie sind fettfrei und unterstützen ein starkes Immunsystem, gesunde Haut, Haare und Knochen.  

Schnibbelbohnensuppe mit saisonaler Zutat: Steckrübe

Noch ein kleiner Tipp zur Geschmacksoptimierung: eine Sellerieknolle immer mit dem Grün kaufen. Man kann das Kraut in der Suppe mitgaren oder es trocknen. Letzteres mache ich. Ich hänge es für ein paar Tage zum Trocknen auf, zermahle es in meiner elektrischen Kaffeemühle zu Pulver und mische es mit einem hochwertigen Salz. Ganz oft ist die Zugabe von Selleriesalz das Zünglein an der Waage.
Ich habe gelesen, dass man bereits das frische Kraut grob hackt, mit Salz mischt, die Mixtur auf einem Backblech verteilt und bei geringer Temperatur trocknet. Es entsteht eine Platte, die zerteilt und dann stückweise zermahlen wird. Soll intensiver sein. Mir ist das allerdings zu viel Aufwand.

Rezept für Schnibbelbohnensuppe mit Kartoffeln und Steckrübe

Rezept für 4 Personen

Zutaten

  • 500 Gramm Brechbohnen (tiefgekühlt)
  • 500 Gramm Kartoffeln
  • 1 kleine Steckrübe
  • 1 Zwiebel
  • 1 TL getrocknetes Bohnenkraut
  • 1 TL Liebstöckl
  • 40 Gramm getrocknete Tomaten
  • 1 EL Gemüsebrühe
  • (Sellerie)Salz
  • schwarzer Pfeffer
  • 5 EL Olivenöl

Zubereitung

Zwiebel, Kartoffeln und Steckrübe in Würfel schneiden.

Zwiebeln in Olivenöl anschwitzen, Bohnenkraut und Liebstöckl einstreuen, solange rösten bis die Zwiebeln leicht gebräunt sind und die Aromen aufsteigen. Kartoffeln und Steckrüben dazugeben und unter regelmäßigem Rühren kurz ansetzen lassen. Mit 1 Liter Wasser ablöschen, bei geschlossenem Deckel und mittlerer Hitze 10 Minuten köcheln lassen. Bohnen und getrocknete Tomaten unterrühren. Alles zusammen für etwa 20 Minuten durchgaren. Brühe in 1/4 Liter Wasser anrühren und zur Suppe geben. Aufkochen lassen und mit Salz und Pfeffer abschmecken.




Fasolakia – Griechische Bohnen mit Kartoffeln und Tomaten

Man kann die Welt nicht nur mit dem Flugzeug, sondern auch kulinarisch entdecken. Vor allem ist es so sehr viel klimafreundlicher, da wir alle angehalten sind, das Klima zu retten. Also ich tue, was ich kann. Zumal ich nicht so gerne reise. Ich weiß nicht, warum. Es ist einfach so. Den Luxus und die Freiheit, die ich zuhause genieße, müsste ich woanders ersteinmal finden und sehr teuer bezahlen. Schließlich habe ich vor vielen Jahren das Zitat gelesen: „Lebe ein Leben, von dem du keinen Urlaub nehmen musst“. Das hat mich erleichtert. So fülle ich meinen Alltag seither noch achtsamer mit so vielen schönen Augenblicken, Unternehmungen und Begegnungen wie möglich.
Mein Hund Paul leistet einen wesentlichen Beitrag dazu. Oder sehr ausgewählte soziale Kontakte. Ein wenig muss ich mich schützen, weil man als Veganer einfach mit anderen Augen durch die Welt geht. So vermeide ich Restaurants, wo neben mir unbeschwert ein Schnitzel gegessen wird. Im Supermarkt nehme ich gerne Umwege in Kauf, damit ich nicht an der Fleisch- und Wursttheke vorbei muss. Ich bin nicht gerne mit Menschen, die so gar keine Rücksicht auf mich nehmen und kein Verständnis für meinen Weg haben. Unterm Strich bringt es mir aber sehr viel mehr Lebensqualität, dass ich wählerisch bin. Weil man mit den richtigen Menschen sich sehr viel wohler fühlt.

Fasolakia – Griechischer Eintopf aus grünen Bohnen, Kartoffeln und Tomaten

Einen sehr großen Platz nimmt Essen in meinem Leben ein. Ich liebe es. Ich esse nicht, weil ich muss oder Hunger habe. Ich esse, um mir Glücksmomente zu verschaffen. Um mit meinem Mann oder lieben Menschen an einem schön gedeckten Tisch zu sitzen und zu genießen. Der Gedanke daran, in der Küche zu stehen, zu kochen oder zu backen, macht mich glücklich oder tröstet mich. Ganz besonders, wenn ich die Idee zu einem neuen Rezept habe.
So ist mir die Tage zufällig im Internet dieses Rezpt unter die Augen gekommen – Fasolakia. Da alle Zutaten gerade Hochsaison haben, leiste ich einen weiteren Beitrag zur Klimafreundlichkeit. Die ersten neuen Kartoffeln, grüne Bohnen, Tomaten, sogar die Kräuter – alles ist gerade auf dem Höhepunkt seines Aromas.

Im Originalrezept ist sehr viel mehr Olivenöl vorgesehen. Weil die Tomatensauce ölig sein soll, damit man sie gut mit einem knusprigen Weißbrot aus dem Teller auftunken kann. Es tut dem Gericht allerdings keinen Abbruch, finde ich, wenn man weniger Öl nimmt. Mir war außerdem beim ersten Testkochen der Tomatengeschmack zu sauer und dominant. weshalb ich ihn beim zweiten Versuch mit der Zugabe von Datteln gemindert habe. Der Effekt ist ähnlich meiner Kartoffelsuppe, die mit Rosinen gekocht wird. Auch hier nimmt es die Tomaten auf eine raffinierte Art etwas zurück. Keine Bange, beides verkocht bis zur Unkenntlichkeit.

Ganz viele frische Kräuter und Knoblauch sorgen für maximalen Geschmack

Schärfe tut dem Eintopf gut, wehalb ich statt mit Pfeffer, mit geräucherten Chiliflocken gewürzt habe. Getrocknete Tomaten sorgen für mehr Würze und Herzhaftigkeit. Für herrliches Aroma sorgen schließlich frische, statt getrocknete Kräuter. Außer Lorbeerblätter, die waren getrocknet. Aber von allem habe ich sehr viel mehr als vorgesehen verwendet. Sogar den Knoblauch habe ich verdoppelt, den gibt es auch gerade frisch. Überhaupt sind die Zutaten das Zünglein an der Waage. Hier war alles taufrisch vom Biobauern, beste Qualität, maximales Aroma.
Beim zweiten Probekochen habe ich statt vollreifer Tomaten Dosentomaten genommen. Ich bin ehrlich gesagt ein großer Freund von Dosentomaten aus Italien, sie schmecken einfach immer.

Ein Wort noch zu den Mengenangaben. Die sind für mich immer etwas problematisch, weil ich viel nach Gefühl und persönlichem Geschmack koche. Man kann hier die Bohnen, Kartoffeln und Tomaten alle im gleichen Verhältnis zugeben oder nach Vorliebe variieren. Mehr Kartoffeln statt Bohnen oder umgekehrt. Mehr Tomaten, wenn man mehr Sauce mag. Ich denke, das weiß jeder und spätestens beim zweiten Mal passt man das Verhältnis schließlich an.

Fasolakia mit weniger Olivenöl, dafür mit mehr Koblauch und Kräutern

Ein ganz großartiges Menü würde es schließlich für den besonderen Anlass oder für Gäste geben, wenn es vorweg einen schön bunten Bauernsalat mit Reisnudeln gäbe und als Dessert den Klassiker Galaktoboureko.
Den möchte ich erleben, der sich dann noch über die tierleidfreie Küche beschwert. Sehr zu Unrecht hat sie einen so schlechten Ruf. Aber ich werde nicht müde, weiter an außergewöhnlichen Rezepten zu arbeiten.

Rezept für Fasolakia – Griechische Bohnen mit Kartoffeln und Tomaten

Für 2 Personen

Zutaten:

  • 4 EL Olivenöl
  • 2 mittelgroße Zwiebeln
  • 4 große Knoblauchzehen
  • 2 EL Tomatenmark
  • 1 TL geräucherte Chiliflocken
  • 1 Handvoll frischen Thymian
  • 1 Handvoll frisches Oregano
  • 4 Lorbeerblätter
  • 1 EL getrocknete Tomaten
  • 4 Datteln
  • 1 Dose Tomaten (stückig) oder 400 g frische
  • 500 g Kartoffeln (festkochend)
  • 400 g grüne Bohnen (frische oder tiefgekühlt)
  • Salz

Zubereitung:

Die Zwiebeln schälen, halbieren und in schmale Schnitze schneiden. Den Knoblauch schälen und grob hacken. Die Datteln halbieren (eventuell entkernen) und in dünne Streifen schneiden.
Die Kartoffeln schälen, halbieren und jede Hälfte, je nach Größe, in drei oder vier Schnitze teilen.
Sofern frische Bohnen verwendet werden, die Enden abschneiden und je nach Länge halbieren. Frische Tomaten in kleine Würfel schneiden.

Olivenöl in einem großen Schmortopf oder einer Pfanne erhitzen, die Zwiebeln darin andünsten. Knoblauch dazu geben, kurz mitdünsten. Chiliflocken, die Kräuter, Lorbeerblätter, Tomatenmark dazugeben und kurz anbraten.
Die Tomaten (Würfel oder Dose) und die Datteln dazugeben.
Die Kartoffeln unterrühren und so viel Wasser zugießen, bis die Kartoffeln bedeckt sind. Zugedeckt etwa 20 Minuten köcheln lassen.
Die Bohnen dazugeben und weitere 20 Minuten köcheln. Zwischendurch vorsichtig umrühren, damit sich am Boden nichts festsetzt. Sollte zu wenig Flüssigkeit im Topf sein, noch etwas Wasser nachgießen.
Mit Salz abschmecken.




Shepherd’s Pie – herzhafter Kartoffelauflauf mit Linsen und Bohnen

Beim Shepherd’s Pie handelt es sich um einen herzhaften Kartoffelauflauf der seinen Ursprung wahrscheinlich in Irland hat.
Den Zeitpunkt für die Veröffentlichung dieses Rezept-Klassikers hätte ich nicht besser wählen können, weil in den nächsten Tagen wieder der Schäfer mit seinen unzähligen Schafen in unser Naturschutzgebiet einzieht. Er bleibt bis Oktober. Bis dahin genießen die Tiere saftiges Gras, unzählige Kräuter und Blätter. Es gibt dort viele Apfelbäume, die im Spätsommer niemand aberntet, es bleibt alles für die Schafe. Es freut mich, dass sie unbefleckte Natur genießen dürfen.
Ich gehe dort auch am allerliebsten mit meinem Hund Paul spazieren, weil ich mir sicher sein kann, dass dort keine Gifte versprüht werden. Alles darf wachsen und gedeihen. So herrlich, wenn mein Hundekind sich wälzt und sein Fell hinterher intensiv nach Wildkräutern duftet. Sofern auf der Wiese nicht gerade die Schafe geweidet haben und sich ein kleiner Nebenduft untergemogelt hat…

Shepherd’s Pie – Kartoffelauflauf mit Linsen und Kräuterkruste

Im Original wurden Fleischreste in Form von Hackfleisch verarbeitet und mit einer Kartoffeldecke überbacken.
Hackfleisch ersetze ich gerne durch Linsen. Diese machten sich ohne geschmackliche Einbußen schon prächtig in meiner Lasagne, weshalb ich sie auch hier verwendet habe. Die kleinen Berglinsen, weil sie etwas feiner im Geschmack sind und nicht so sehr verkochen wie die großen Tellerlinsen. Jetzt geht es nur noch darum, so viel wie möglich Geschmack und Aromen in das Gericht zu zaubern. Das gelingt hier ganz hervorragend mit Kräutern. So wird das Öl, in dem die Linsen geschwenkt werden, mit gemahlenem Rosmarin aromatisiert. Auch die Semmelbrösel, die ganz zum Schluss über dem Auflauf verteilt werden, werden in einem Thymianöl geröstet.

Ich habe frische Kräuter verwendet und zum Zerkleinern gerade meine neue, elektrische Kaffeemühle entdeckt. Geht schneller, gleichmäßiger und kleiner als das Hacken mit einem einem Messer. Die Kräuter werden quasi atomisiert. Natürlich gehen auch getrocknete Kräuter, aber frische haben einfach mehr Kraft und das macht das Gericht zum Schluss perfekt. Lenkt überzeugte Omnivore vom nicht verwendeten Hackfleisch ab und kann unter Umständen sogar im Ergebnis überzeugen.

Besonderes Extra: Semmelbrösel aus selbstgebackenem Brot in Kräuteröl geröstet

Es ist immer die Qualität der Zutaten, die man verwendet, die den feinen Unterschied machen. Eine Karotte von meinem Biobauern schmeckt einfach anders, als aus einer Tüte vom Supermarkt.
Ich habe hier außerdem selbstgemachte Semmelbrösel verarbeitet. Von einem selbstgebackenen Brot, von dem zufällig noch eine Kante übrig war. Es waren die besten Brösel, die ich jemals gegessen habe. Allerdings würde ich nicht extra ein Brot backen, wenn das nächste Mal ein Shepherd’s Pie auf dem Speiseplan steht. Eher umgekehrt: wenn ich Brot backe, gibt es zeitnah einen Shepherd’s Pie.

Neben den Kräutern sorgen Stangensellerie und gemahlener Koriander (die Samen habe ich ebenso in der Kaffeemühle gemahlen) für ein schönes Geschmackserlebnis. Der Kartoffelstampf besteht je zur Hälft aus Süßkartoffeln und mehligen Kartoffeln – schmeckt besser, sieht interessanter aus und sorgt für die perfekte Konsistenz.

Rezept für Shepherd’s Pie – herzhafter Kartoffelauflauf mit Linsen und Bohnen

Für 4 Personen

Zutaten:

  • 150 g Berglinsen
  • 1 kleine Dose weiße Cannellini-Bohnen (kleine Bohnen, 400 g)
  • 500 g Kartoffeln, mehlig kochend
  • 500 g Süßkartoffeln
  • 2 mittelgroße Zwiebeln
  • 2 mittelgroße Karotten
  • 2 Stangen Sellerie
  • 200 g braune Chamipgnons
  • 2 TL frisch gehackter Rosmarin
  • 2 TL frisch gehackter Thymian
  • 1 TL gemahlender Koriander
  • 1/2 Liter Brühe
  • Olivenöl
  • Salz
  • schwarzer Pfeffer, frisch gemahlen

Zubereitung:

Backofen auf 180 Grad vorheizen.
Süßkartoffeln waschen, mit Olivenöl einreiben und in einer ofenfesten Form im Backofen garen. Dauer hängt von der Größe der Süßkartoffeln ab, 30 bis 50 Minuten. Öfter mal eine Stabprobe machen.
Die Kartoffeln schälen, vierteln und in Salzwasser garen.

Berglinsen nach Packungsanweisung garen.

Rosmarin und Thymian klein hacken, Koriandersamen mörsern. Alles kann auch in der Kaffeemühle zerkleinert werden, falls vorhanden.

Karotten, Stangensellerie und Zwiebeln fein reiben. Champignons klein hacken.

Bohnen abschütten und gut waschen, bis sie nicht mehr schäumen (macht sie bekömmlicher).

Etwa 4 EL Olivenöl in einer Pfanne erhitzen und Rosmarin darin rösten. Zwiebeln, Karotten, Stangensellerie und Champignons dazugeben und anbraten, bis alle Flüssigkeit verdunstet ist. Mit Gemüsebrühe ablöschen.
Linsen und Bohnen darunter mischen und mit Koriander, Salz und Pfeffer abschmecken. Alles zusammen noch einmal zum Kochen bringen.

Den Linsen-Bohnen-Gemüsemix in eine ofenfeste Form geben.

Süßkartoffeln schälen, mit den Salzkartoffeln grob zerstampfen und mit etwas Salz und Pfeffer würzen. Auf dem Gemüse verteilen.

2 EL Olivenöl in einer Pfanne erhitzen, Thymian dazugeben, kurz anbraten und die Semmelbrösel einrühren. Gleichmäßig über der Kartoffeldecke verteilen.

20 Minuten bei 180 Grad im Ofen backen, bis die Brösel goldgelb getönt sind.




Schwäbische Maultaschen mit Kartoffel-Wirsing-Füllung

Mein absolutes Lieblings-Bundesland, was Lebensqualität und kulinarische Genüsse anbelangt, ist Baden-Württemberg. Wir haben länger in Baden-Baden gelebt, es war in jeder Hinsicht der Traum schlechthin. Die Nähe zu Frankreich und der Schweiz machte sich in den Speisekarten bemerkbar und war nicht so extrem fleischlastig, wie zum Beispiel in Bayern. Mit Schupfnudeln, Spätzle, Dampfnudeln oder Rösti konnte man mich schon immer glücklich machen.

Trotzdem war ich zu Beginn meiner veganen Ära durchaus bereit auf diese Lieblingsgerichte zu verzichten, weil ich mir nicht vorstellen konnte, beziehungsweise ich keine Ahnung hatte, dass die Alternativen auch bestens tierleidfrei funktionieren. Tun sie aber, sogar gänzlich ohne geschmackliche Einbußen. Meine Rezepte für Rösti, Dampfnudeln und Schupfnudeln sind der beste Beweis und sind durchaus wettbewerbsfähig. Würden sie in einem Wirtshaus angeboten und nicht als vegan deklariert, ich bin mir sicher, dass es keine Beschwerden geben würde. Das ist übrigens immer meine Motivation, wenn ich Klassiker veganisiere, dass entweder niemand den Unterschied schmeckt oder sie das Original noch übertreffen.

Knusprig gebackene Maultaschen mit Röstzwiebeln

Jetzt habe ich mir endlich meine heißbeliebten Maultaschen vorgenommen. Die nicht nur ganz großartig schmecken, sondern noch dazu sehr vielseitig einsetzbar sind. Nicht nur in der Zubereitungsweise (gegart und/oder gebacken), sondern auch für viele Gelegenheiten. Im Rahmen eines Festessens würden sie sich durchaus ganz wunderbar als Vorspeise in einer Festtagssuppe machen.

Ich erinnerte mich, dass die schwäbische Spezialität in ihrer Heimat auch „Herrgottsbescheißerle“ genannt werden. Ich wußte nur nicht mehr warum.
Maultaschen sind bis heute ein sehr beliebtes Fastengericht. Für die Fastenzeit, die am Aschermittwoch beginnt. In dieser Zeit soll bekanntlich kein Fleisch gegessen werden. Im Originalrezept sind sie allerdings mit Fleischbrät gefüllt. Der Legende nach hat ein schwäbischer Mönch aus Maulbronn sie erfunden. Um das Fleischverbot zu umgehen, hat er das Hackfleisch einfach in diesen Nudelteigtaschen versteckt.

Was ein Mönch kann, kann ich schon lange. Wenn er betrügt, darf ich das doch auch, dachte ich mir. Insofern versteckt sich in meiner Variante eine fleischlose Füllung aus Kartoffeln, Wirsing, Lauch und Steinpilzen. Ich nenne es nach 400 Jahren einen Ausgleich der Gerechtigkeit. Vielleicht komme ich dafür in den Himmel, wer weiß…

Ein wahres Festessen: Maultaschen in Gemüsebrühe

Auf jeden Fall hält sich der „Betrug“ in Grenzen, denn die Füllung ist nicht minder herzhaft wie mit Fleisch. So sorgen mehlig kochende Kartoffeln für die Bindung, Wirsing, Lauch und Steinpilze für ordentlich Geschmack.

Die Zubereitung ist absolut gelingsicher. Einmal gegart kann man die Maultaschen ein paar Tage im Kühlschrank aufbewahren. Traditionell werden sie in Brühe und mit geschmorten Zwiebeln serviert. Ich mag sie als Suppeneinlage genauso gerne, wie knusprig gebraten und auf einem Salat angerichtet.

Rezept für Schwäbische Maultaschen mit Kartoffel-Wirsing-Füllung

Rezept für 12 Maultaschen

Zutaten:

Für den Maultaschenteig:

  • 320 Gramm Pastamehl (oder 200 Gramm Hartweizengrieß und 120 Gramm Mehl)
  • 160 ml Wasser
  • 1 TL Salz
  • 2 EL Olivenöl

Für die Füllung:

  • 300 Gramm Kartoffeln (mehlig kochend)
  • 100 Gramm Lauch
  • 200 Gramm Wirsing
  • 20 Gramm getrocknete Steinpilze oder 200 Gramm frische Pilze
  • 2 Zwiebeln
  • 4 EL Olivenöl
  • etwa 100 ml Brühe
  • Salz
  • schwarzer Pfeffer (frisch gemahlen)
  • Muskatnuss

Zubereitung:

Für den Maultaschenteig das Pastamehl (oder das Mehl und den Grieß) und Salz in einer großen Schüssel mischen und mit dem Wasser und Olivenöl sorgfältig verkneten. Der Teig sollte sich später gut ausrollen lassen. Ist er zu fest löffelweise noch etwas Wasser dazugeben. 1 Stunde mit Folie verschlossen im Kühlschrank ruhen lassen.

Die Kartoffeln schälen, in kleine Würfel schneiden und in Salzwasser garen. Abschütten, zerstampfen und zur Seite stellen.

Getrocknete Steinpilze einweichen. Die Zwiebeln würfeln. Die Wirsingblätter vom Strunk befreien und grob zerkleinern. Den Lauch putzen, halbieren und in Streifen schneiden.

Die Zwiebeln in einer ausreichend großen Pfanne in Olivenöl anschwitzen. Lauch, Wirsing und Steinpilze dazugeben. Alles zusammen gut anbraten und durchgaren.

Den Pfanneninhalt komplett in einen Multizerkleinerer geben und mit so viel Brühe auffüllen, dass sich die Zutaten gut miteinander mixen lassen und eine geschmeidige, streichfähige Masse entsteht.

Die zerstampften Kartoffeln und den Gemüsebrei miteinander vermischen. Mit Salz, Pfeffer und Muskatnuss herzhaft abschmecken.

Einen großen Topf mit Gemüsebrühe zum Kochen bringen.

Den Teig zu einem Rechteck (etwa 30 x 60 cm) auf einer bemehlten Matte oder glatten Fläche dünn ausrollen und 10 x 15 cm große Stücke daraus schneiden.

Auf eine Hälfte eines jeden Rechtecks einen gut gehäuften Esslöffel der Füllung geben, zuklappen und die Kanten entweder mit den Zinken einer Gabel verschließen oder zwischen Daumen und Zeigefinger gut zudrücken.

Die Maultaschen nacheinander in die nicht mehr kochende Brühe geben und etwa 10 bis 15 Minuten garen. Sie steigen dann an die Oberfläche.
Am besten in zwei Durchgängen, also jeweils 6 Maultaschen, arbeiten.

Die Maultaschen mit etwas Brühe servieren. Man kann sie aber auch knusprig braten und mit gerösteten Zwiebeln auf einem Salat anrichten.




Kartoffel-Tortilla mit Kichererbsenmehl

Warum ich vegane Rezepte blogge? Obwohl ich Journalistin, noch dazu mit Spezialisierung auf Beauty und Mode, bin? Weil ich es kann, wäre die einfache und freche Antwort. Weil ich die Welt verbessern möchte, die ehrliche. Das hat mir nämlich gefehlt, in den über 20 Jahren meines emsigen Strebens, die Zeitschriftenwelt mit meinen Ideen, Fotoproduktionen und Texten zu bereichern.
Zweifelsohne habe ich ein Faible für alles Schöne, das hat sich nicht geändert. Aber eben nicht nur die Äußerlichkeiten betreffend, sondern vielmehr und mittlerweile auf die inneren Werte bezogen. Ich habe in den letzten Jahren ein sehr viel feineres Auge für Menschen bekommen.
Ich schaue genauer hin, wenn von Tierliebe gesprochen wird. Diese kommt oft noch nicht einmal beim eigenen Haustier zum Tragen. Da fängt sie nämlich an, die Tierliebe. Wie man seinen Hund oder seine Katze behandelt. Geschweige, welche Wahl man trifft, was im Einkaufskorb und schließlich auf dem Teller landet.

Tierwohl ist mein höchster Anspruch, weshalb es neben Rezepten auf meinem Blog auch um tierleidfreie Kosmetik geht.

Schicksalshafter Weise strahlt die innere Schönheit automatisch nach außen. So schließt sich der Kreis wieder. Ich liebe es, wenn das Schicksal alles fügt. Es schadet mir bei meiner neuen Aufgabe nicht, dass ich recherchieren, produzieren und arrangieren kann. Auch nicht, dass ich studierte Germanistin und Kunsthistorikerin bin. Oder dass ich unglaublich gerne und vor allem gut esse.

Vegan ist die große Überschrift meines Blogs. In allen Lebensbereichen, auch die Schönheit betreffend.

Ich stehe auch nicht nur den ganzen Tag in der Küche. Ich kümmere mich noch immer um Beauty-Themen, schreibe über handverlesene vegane Kosmetiklinien, die ich jedem nur ans Herz legen kann.
Für unsere Haustiere, insbesondere Hunde, versuche ich ein anderes Bewusstsein zu entwickeln. In der „Erziehung“ hat sich einiges getan, was sich allerdings noch nicht herumgesprochen hat. Härte, Rudelführer und Dominanz waren gestern. Ein Familienmitglied darf auch gerne als solches behandelt werden. Vielleicht einfach mal in der Rubrik „Paul“, so heißt mein lieber Hund, stöbern. Auf diesem Gebiet muss noch sehr viel Pionierarbeit geleistet werden. Wenn mein Paul aus dem gröbsten raus ist, werde ich ein Buch über meine Erfahrungen bezüglich des freundlichen und liebevollen Miteinanders schreiben.

Tierliebe sollte nicht beim eigenen Haustier aufhören

Ich bewundere Tierschützer, die aktiv sind. Die Mahnwachen vor Schlachthäusern halten, in der Tierrettung Gutes tun oder an strategischen Plätzen über die Missstände aufklären. Das ist aber nicht mein Weg. Meine Strategie ist die Hintertür und die gute Tat. Ich möchte die vegane Küche rehabilitieren. Wenngleich sie das nicht nötig hat, denn sie ist ganz großartig. Das ist allerdings noch nicht in allen Köpfen angekommen. Kritiker reduzieren die vegane Küche auf Ersatzprodukte, die an die tierischen Originale erinnern, oder auf Tofu. Ich werde nicht müde werden, diese Vorurteile zu widerlegen und regelmäßig neue und köstliche Rezepte zu veröffentlichen. Vielleicht tue ich das, so lange ich lebe. Auch ein Kochbuch ist in Arbeit, zumindest angedacht. Auch hier wird mir mein akademischer Abschluss nicht von Nachteil sein.
Wie hat mir einmal ein PR-Profi auf einer Beauty-Messe, zu der ich geladen war, verraten: Der deutsche Markt ist der letzte Markt, der erschlossen wird, wenn es um die Einführung neuer Produkte geht. Weil die deutsche Frau nicht für Schönheit steht.

So hoffe ich aber wenigstens doch für eine gute Küche. Wir werden im Ausland gerne als „Kartoffel“ bezeichnet. Um die geht es heute. Sie ist die Hauptzutat meiner Interpretation einer veganen Tortilla.

Vegane Tortilla mit Kartoffeln und Kichererbsenmehl

Eine Tortilla ist ein spanisches Omelett, das traditionell aus Kartoffeln, Eiern und Zwiebeln besteht. Sie wird zur Unterscheidung von der Tortilla francesa, die keine Kartoffeln enthält, als Tortilla española oder Tortilla de patatas bezeichnet. Nicht zu verwechseln mit dem gleichnamigen mexikanischen Fladenbrot, das mit Bohnen und Salat gefüllt wird. Das Rezept dafür findet sich hier.

Wer hätte gedacht, dass eine der Hauptzutaten so leicht zu ersetzen ist, nämlich das Ei? Selbst ich war ein wenig verblüfft, als ich den ersten Bissen gekostet hatte. Ersetzt wird die Eimasse durch einen Teig aus Kichererbsen und Mineralwasser, gewürzt mit dem schwefelhaltigen Salz Kala Namak.
Frisch aus der Pfanne schmeckt die Tortilla am besten. Mit einem knackigen Salat und einer Guacamole oder Salsa als Beilage, fühlt man sich kurzzeitig nach Spanien versetzt.

Rezept für eine Kartoffel-Tortilla mit Kichererbsenmehl

Rezept für 1 Tortilla (2 Personen)

Zutaten:

  • 500 Gramm (vorwiegend) festkochende Kartoffeln
  • 2 große rote Zwiebeln
  • 100 ml Olivenöl
  • 120 Gramm Kichererbsenmehl
  • 250 ml Mineralwasser (spritzig)
  • ca. 1/2 TL Kala Namak
  • 1 TL Kurkuma
  • Salz
  • frisch gemahlener, schwarzer Pfeffer
Kartoffel-Tortilla mit Zwiebeln, Kichererbsenmehl und Mineralwasser

Zubereitung:

Kartoffeln schälen und in etwa 1 Zentimeter große Würfel schneiden. In eine Schüssel geben und gut salzen.

Zwiebeln würfeln.

Das Olivenöl in einer Pfanne erhitzen und die Zwiebeln leicht anbraten.
In der Zwischenzeit die Kartoffeln in ein Sieb geben und abtropfen lassen. Schließlich zu den Zwiebeln in die Pfanne geben und alles bei mittlerer Hitze ungefähr 15 Minuten anbraten. Gelegentlich umrühren.

Das Kichererbsenmehl mit dem Mineralwasser, dem Kala Namak und dem Kurkuma in einer großen Schüssel vermischen. Die Kartoffeln und Zwiebeln dazugeben, unterrühren und 5 Minuten lang ziehen lassen.

Die Masse in eine entsprechend große, gefettete Pfanne geben und 5 Minuten bei mittlerer Hitze anbraten.
Einen Deckel oder entsprechend großen Teller auf die Pfanne legen und die Tortilla darauf stürzen. Wieder in die Pfanne geben und weitere 5 Minuten braten.

Die Tortilla auf eine schöne Platte gleiten lassen, 5 Minuten abkühlen lassen, damit sie stocken kann.

Schmeckt am besten mit einem frischen Salat und Guacamole und/oder Salsa.




Herzhafte Tarte Tatin mit Kartoffeln

Ende August, die Tage werden schon wieder spürbar kürzer. Es dauert nicht mehr lange und es ist Herbst. Juhu! Ich war nicht traurig, dass wir keinen richtigen Sommer hatten. Ich habe mich über jeden Tag ohne Sonne gefreut, auch über Regen. Mein Hund Paul ebenso.

Vielleicht ist das der Grund, warum ich heute schon ein eher herbstlich anmutendes Rezept poste. Es bot sich an. Gestern regnete es. Ich hatte wundervolle, kleine, rote Kartoffeln in meinem wöchentlichen Gemüsesortiment, die sich für diese wundervolle und besondere Kartoffel-Tarte angeboten haben.

Ursprünglich wollte ich in Bälde einen Zwiebelkuchen veganisieren. Nicht ganz einfach ohne Eier, Sahne und Ersatzprodukte. Da ich nicht gerne pfusche, ich Zwiebelkuchen auch nicht wirklich vermisse (sind mir einfach zu viele Zwiebeln) und ich keinem Produkt tierischer Herkunft auch nur im geringsten nachtrauere, ist mir mit dieser Kartoffel Tarte Tatin, einer Art Kartoffelkuchen, die perfekte Alternative gelungen! Und ein paar Zwiebeln sind schon auch dabei…

Eine Tarte Tatin (hier mit Kartoffeln) wird kopfüber gebacken, dann gestürzt.

Tarte Tatin? Ursprünglich handelt es sich dabei um einen französischen Apfelkuchen. Typisch ist eine Karamellschicht, die beim Backen auf dem Kupfer- oder Keramikboden der Tarteform entsteht. Sie wird über Kopf gebacken. Zuerst kommt also das Karamell in die Form, dann die Äpfel, schließlich eine dünne Schicht Blätter- oder Mürbeteig. Nach dem Backen wird die Tarte gestürzt.

Die typische Keramikform hätte ich gehabt – ich weiß auch nicht, warum ich sie nicht verwendet habe… Letztendlich hatte ich ein wenig Sorge, dass der Blätterteig am Rand festklebt und die Tarte sich nicht stürzen lässt. So weiß ich aber nun, dass es auch in einer Springform funktioniert. Falls jemand weder eine Keramik- noch eine Kupferform besitzt. Es gibt keinerlei Bedenken, keinen Schwierigkeitsgrad. Stattdessen ist diese wunderbare Köstlichkeit absolut gelingsicher.
Wer sich selbst verwöhnen möchte oder auf der Suche nach einem raffinierten Essen für Gäste ist, der ist mit diesem Rezept bestens beraten. Dieser feine Kartoffelkuchen eignet sich sowohl als kleine Vorspeise, dann genügt eine Tarte für vier Personen, als auch als Hauptgericht für zwei Personen. Jeweils mit einem bunten Salat dazu, dann ist es perfekt.

Wir haben diese neue Kartoffel-Kreation am Abend auf unserem Balkon genossen. Mit Blick auf die Donau und einem kühlen Bierchen. Natürlich hatte es inzwischen aufgehört zu regnen. Ein perfekter Spätsommerabend.

Rezept für eine Tarte Tatin mit Kartoffeln

Rezept für 2 Personen als Hauptspeise oder für 4 Personen als Vorspeise

Herzhafte Tarte Tatin mit karamellisierten Kartöffelchen

Zutaten:

  • 500 Gramm kleine Kartoffeln (mehligkochend)
  • 4 rote Zwiebeln
  • 30 Gramm getrocknete Tomaten
  • 3 EL Olivenöl
  • 1 TL Oregano
  • 40 Gramm Zucker
  • 10 Gramm Margarine
  • 1 Stück fertiger Blätterteig
  • Salz
  • schwarzer Pfeffer

Zubereitung:

Die Kartoffeln gut waschen und in Salzwasser garen. Abgießen und abkühlen lassen.

In der Zwischenzeit die Zwiebeln in dünne Scheiben hobeln und in Olivenöl glasig dünsten. Die getrockneten Tomaten untermischen. So saugen sie das restliche Öl auf, werden etwas weicher und nehmen das Zwiebelaroma auf.

Die Backform mit Backpapier auslegen.
In einem kleinen Topf den Zucker und die Margarine unter ständigem Rühren bei hoher Temperatur erhitzen. Sobald ein nicht zu dunkler Karamell entstanden ist, diesen in die Kuchenform gießen und gleichmäßig verteilen.
Oregano darüber streuen.

Kartoffel-Tarte auf Blätterteig, mit Zwiebeln und getrockneten Tomaten

Den Backofen auf 200 Grad vorheizen.

Von den ungeschälten Kartoffeln an beiden Enden ein kleines Stück abschneiden und halbieren.
Die Kartoffelhälften nun dicht an dicht, mit dem größeren Durchmesser nach unten, auf das Karamell legen.
Das Zwiebel-Tomatengemisch in die Lücken verteilen und mit Salz und Peffer würzen.

Den Blätterteig auf die Füllung legen und den Teigrand zwischen Kartoffeln und Rand stecken. Gegebenenfalls mit einem runden Messer etwas nachhelfen.
Mein Blätterteig war eckig. Ich habe ihn etwas größer als die Form ausgeschnitten, mit den Resten die Seiten verstärkt.

Die Tarte Tatin mit Kartoffeln schmeckt am besten mit einem frischen Salat

Die Tarte 20 Minuten backen, dann die Temperatur auf 180 Grad reduzieren und weitere 10 Minuten backen, bis der Boden goldbraun und knusprig ist.
Aus dem Ofen nehmen und 5 Minuten ruhen lassen. In dieser Zeit löst sich der Rand von der Form und der Kartoffelkuchen lässt sich ganz leicht auf einen Teller stürzen. Das Backpapier abziehen und zum Vorschein kommt eine perfekt karamellisierte und glänzende Kartoffel Tarte Tatin.

Die Tarte schmeckt am besten frisch aus dem Ofen und mit einem knackigen, bunten Salat.




Kartoffel-Bohnen-Salat mit Zitronen-Senf-Dressing

Früher gab es im Schnitt zwei neue Songs im Jahr, die es auf die Playlist meines iPods geschafft haben. Mittlerweile nicht mehr. Radio nervt mich. Die Helden meiner Jugend sind allesamt leider viel zu früh gestorben oder die Bands haben sich aufgelöst. Ich werde alt, ich verlagere meinen Fokus nun aufs Essen. Könnte ich mit Emojis umgehen, wäre an dieser Stelle ein Zwinkersmiley…

Hauptakteur Kartoffel-Bohnensalat

Beim Essen bin ich fündig geworden. Eine Neu-Entdeckung, ein neuer Hit. Das erste kulinarische Highlight für dieses Jahr, ich bin so gespannt, was sich noch so alles dazu gesellt.
Innerhalb einer Woche habe ich diesen Traum von Salat dreimal gemacht. Nicht, dass es wichtig wäre, denn der Zeitfaktor spielt für mich keine Rolle. Aber es ist verblüffend, wie unglaublich köstlich dieser Kartoffel-Bohnen-Salat schmeckt und wie schnell er zubereitet ist!

Ich hatte noch so viele schöne, kleine Kartoffeln, Lust auf Bohnen, kann gerade ohne Chipotle Chili nicht leben und Knoblauch sorgt immer für richtig viel Aroma… Ich mag am allerliebsten den frischen Knoblauch, dessen Haut noch nicht getrocknet ist, der einen grünen Stil und noch keine Keime hat.

Auch wenn ich kein Ernährungs-Experte bin, aber grüne Bohnen, Bohnen im Allgemeinen, sind das „Fleisch“ des Veganers. Sie sind eine wichtige Eiweißquelle, liefern Ballaststoffe. Sie enthalten Vitamine wie Vitamin B2, Vitamin B6 und Beta-Carotin, das der Körper in Vitamin A umwandeln kann und enthalten Mineralstoffe (Kalium, Kalzium, Magnesium…). Nicht schlecht also, wenn sie denn ab und an auch mal auf dem Speiseplan stehen. Wenn ich mich recht entsinne, habe ich hier noch kein Rezept mit grünen Bohnen veröffentlicht… Manchmal finden sie sich in einer Minestrone wieder, da machen sie sich auch gut.

Hier passen die grünen Bohnen nun perfekt in einen außergewöhnlichen Kartoffel-Bohnen-Salat mit einem Dressing aus grobkörnigem, süßen Senf, Zitronensaft und Olivenöl.

Wozu man ihn essen kann? Für mich ist er absolut ein Hauptakteur, ich war und bin heute noch der absolute Beilagenfan. Vielleicht noch eine Scheibe knuspriges Brot dazu…

Rezept für Kartoffel-Bohnen-Salat

Für 4 Personen

Zutaten:

  • 1 Kilo kleine Kartoffeln in bester Qualität
  • 500 Gramm Prinzessbohnen (tiefgekühlt)
  • 12 Knoblauchzehen
  • 1 TL Rauchsalz
  • 6 EL Öl
  • 1 Zitrone (Saft)
  • 1 EL Agavendicksaft
  • 2 EL süßer, grobkörniger Senf
  • Meersalz
  • schwarzer Pfeffer
  • 1 TL Chipotle Chili (geräucherte Chiliflocken)

Zubereitung:

Backofen auf 200 Grad vorheizen.
Die Kartoffeln waschen, Knoblauchzehen schälen. Kartoffeln und 10 der 12 Knoblauchzehen in einer großen, feuerfesten Form verteilen, mit Salz und 2 EL Olivenöl mischen. Die Kartoffeln sollten nicht übereinander liegen, damit sie gleichmäßig garen können.
Im heißen Ofen etwa 40 Minuten backen, die Kartoffeln sollten leicht gebräunt sein.

Kartoffeln zerdrücken

In der Zwischenzeit:
Für das Dressing Senf, Zitronensaft, gehackten oder gepressten Knoblauch, Agavendicksaft und 4 EL Olivenöl cremig rühren und mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Die Bohnen in kochendes Salzwasser geben und 4 Minuten kochen lassen, abschütten.
Die Kartoffeln mit einer Gabel zerdrücken, dann nehmen sie so schön das Olivenöl auf.

Kartoffeln, Bohnen, Dressing und Chipotle Chili

Bohnen, Dressing und Chipotle Chili untermischen – fertig.

Dieses einfache, aber extremst köstliche Gericht schmeckt sowohl warm, als auch kalt als Salat.




Kartoffelrösti – noch ein Klassiker aus Kartoffeln…

Die Kartoffel – der Deutschen liebstes Kind… So heißt es, aber das ist nicht der Grund, warum Kartoffeln bei mir auf dem Speiseplan stehen. Wer meine Food-Liste durchgeht, sieht, dass ich nicht typisch deutsch bin. Vor allem bin ich auch kein besonderer Fan der deutschen Küche…

Ich bin Vegetarierer, auf dem Weg dazu, vegan zu werden. Das schränkt die Auswahl an Nahrungsmitteln erheblich ein. Wie gut, dass es Kartoffeln gibt und man so viel damit anstellen kann!
Zu Unrecht sind Kartoffeln als Dickmacher verschrien, sie bestehen zu 78% aus Wasser, 100 g haben nur 70 kcal. Reis hat im Vergleich dazu über 100 kcal.

Es ist die Zubereitungsart, weshalb Kartoffeln auf dem Index für kalorienbewusste Ernährung stehen! Ich habe bereits in der Top 5 meiner Kartoffelgerichte und beim Kartoffelsalat darauf hingewiesen, dass man auch ohne Unmengen von Butter, Sahne, Käse und Mayonnaise beste Ergebnisse ohne Geschmacksverlust erzielen kann.

Knusprige Kartoffelrösti
Wunderbar knusprige Kartoffelrösti

Diese wunderbaren, knusprigen Kartoffelrösti sind wieder ein Beispiel, dass man keinen großen Aufwand betreiben und keine zusätzlichen Kalorien zuführen muss! Und dass es auch vegan geht, ohne Eier… Aber dann heißen sie auch nicht Rösti, sondern Kartoffelpuffer oder Kartoffelpfannkuchen… Zusätzlich noch mit Mehl oder Stärke, gebraten in Butterschmalz… Das muss wirklich nicht sein!

Hier ein einfaches Rezept, wie man ganz schnell knusprige Rösti zaubern kann. Dazu ein frischer Salat, Guacamole oder Apfelmus, fertig ist ein schönes Gericht, das noch dazu vegan ist – mal so ganz nebenbei bemerkt…

Rezept für Kartoffelrösti

(für 4 Personen)

  • 800 g festkochende Kartoffeln
  • 2 rote Zwiebeln
  • Meersalz
  • frisch geriebener, schwarzer Pfeffer
  • frisch geriebene Muskatnuss
  • Olivenöl
Kartoffeln raspeln
Kartoffeln grob raspeln

Die Kartoffeln grob raspeln, ebenso die roten Zwiebel. Rote Zwiebeln haben für mich einen feineren Geschmack, sind nicht so dominant, wie die gelben beziehungsweise weißen Zwiebeln, eine Gemüsezwiebel wäre für diesen Verwendungszweck zu süß. Aber das kommt immer auf den persönlichen Geschmack an.

Die Kartoffelmasse mit Salz, Pfeffer und Muskatnuss gut abschmecken. Alles in ein Abtropfsieb geben, damit die entstehende Flüssigkeit abfließen kann. Liegen die geraspelten Kartoffeln in ihrem Kartoffelwasser, werden die Rösti erstens nicht knusprig, zweitens spritzt es später in der Pfanne zu stark.

Als Liebhaber einer gleichmäßigen Form und Größe, nehme ich beim Braten gerne Anrichteringe zur Hilfe. Ich setze sie in das heiße Öl (1 EL Olivenöl pro Bratdurchgang genügt, der Boden muss nur leicht benetzt sein), fülle sie zur Hälfte mit den rohen Kartoffelraspeln und drücke die Masse mit einemLöffel ein wenig fest.

Röstis braten
Röstis braten mit Anrichtering

Die Ringe müssen schnell wieder entfernt werden, da sie aus Edelstahl sind und sofort sehr heiß werden. Am besten ein Küchenpapier verwenden, um die Finger zu schützen.

Kartoffelröstis gleichmäßig formen

Die Röstis mit einem Pfannenwender schön fest drücken, damit sie später beim Umdrehen in einem Stück bleiben und nicht zerfallen.
Bei mittlerer Hitze goldbraun rösten, das dauert etwa vier Minuten, dann vorsichtig wenden. Weitere drei Minuten braten. Sollte die erste Seite noch nicht den gewünschten Röstgrad haben, einfach erneut auf dieser Seite braten.

Kartoffelrösti mit Apfelmus
Kartoffelrösti mit Apfelmus

Die angegebene Menge reicht für etwa 9 Stück also drei Durchgänge. Man kann natürlich auch einen großen Rösti backen, dann beim Wenden den Deckel zur Hilfe nehmen.
Ich empfehle, nicht zu viele auf einmal zu braten, weil es beim Umdrehen etwas Platz braucht und das Öl ansonsten zu schnell wieder herunterkühlt.
Zwischendurch schwenke ich die Pfanne, um zu prüfen, dass die Röstis nicht am Pfannenboden festkleben. Sollte dies der Fall sein, die Röstis vorsichtig mit dem Pfannenwender lösen.




Kartoffelgerichte – Meine Top 5

Ich habe kurz überlegt, ob das Thema nicht zu banal ist, aber da ich für diese einfach und schnell zubereiteten Rezepte (da haben wir es wieder – einfach und schnell) ganz oft Komplimente bekomme, habe ich mich doch dafür entschieden, euch meine Top 5 vorzustellen…

Gerade ist ja auch Erntezeit und da schmecken die Kartoffeln besonders gut! Ich bin durch meinen Ökobauern mit zwei Sorten versorgt – einmal eine mehligkochende Sorte für Pürees, dann eine zweite mit der man den ganzen Rest machen kann (Bratkartoffeln, Salat, Salzkartoffeln…).

Ich bin Vegetarier, aber ganz unkompliziert… Ich mag keinen Tofu und auch keine Soja-Bratlinge, privat nicht und auch nicht, wenn ich zum Essen eingeladen bin. Ich bin schon mit den Beilagen glücklich. Das war schon immer so, auch zu Fleisch-Zeiten… Vorausgesetzt die Beilagen sind lecker!

An dieser Stelle ein ganz großes Lob an meinen Mann. Er ist kein Vegetarier, passt sich aber, zumindest zu Hause, meinen Essgewohnheiten sehr gerne an. Sein Lieblingsgericht sind zum Beispiel Kartoffeln und Quark. Da haben viele Mitleid mit ihm, warum auch immer… Kartoffeln sind nicht gleich Kartoffeln und jetzt bin ich auch schon beim Thema.

Röstkartoffeln
Kartoffeln und Quark bedeutet meistens: Pellkartoffeln und Kräuterquark. Das ist jetzt auch nicht unbedingt meins. Daraus ein geschmackliches Highlight zu machen, ist schon schwieriger… Als Vegetarier muss ich auswärts ja auch ganz oft auf Folienkartoffel und Sour Creme ausweichen… Abgesehen davon, dass ich mittlerweile Bedenken wegen der Alufolie habe, habe ich da auch schon ganz schreckliche Geschmackserlebnisse gehabt…

Kartoffeln und Quark gibt es bei mir als Röstkartoffeln mit Tsatsiki. Klingt auch einfach, ist es auch… Aber Tsatsiki schmeckt auch nicht immer, nicht mal beim Griechen. Da gibt es ja auch ganz viele Varianten… Meine findet ihr hier: https://typisch-heike.de/2019/09/24/tsatsiki-und-guacamole-mehr-als-nur-eine-vorspeise/

Für die Röstkartoffeln nehme ich eine festkochende Sorte und koche Pellkartoffeln. Wenn sie gar sind, werden sie geschält und halbiert. Mit den Schnittflächen nach unten lege ich sie in die heiße Pfanne und brate sie bei mittlerer Hitze in Olivenöl an. Das gibt zusätzlich Aroma! Gewürzt wird mit (Kräuter-)Salz, schwarzem Pfeffer aus der Mühle und frisch geriebener Muskatnuss. Wenn sich eine schöne, knusprige Röstschicht gebildet hat, wende ich die Hälften.

Wenn ich ausnahmsweise mal gut organisiert bin, dann habe ich Pellkartoffeln auf Vorrat und dann geht es ganz schnell. Aber meistens bin ich unorganisiert, deshalb liebe ich ja alles, was einfach ist und schnell geht. Abgesehen davon, sind das ja auch meistens die besten Gerichte!

Kräuterkartoffeln
Salzkartoffeln sind eine ganz beliebte Beilage. Allerdings merkt man gerade hier, dass die ganze Aufmerksamkeit in das Fleischgericht fließt. Und irgendwie schmecken sie ja nur, wenn man sie in der Soße zerdrückt…
Dabei ist es so einfach, eine köstliche Beilage daraus zu machen. Oder für mich ein Hauptgericht, zusammen mit einem tollen Salat.

Am besten geeignet ist eine festkochende Kartoffelsorte. Und da das Auge bekanntlich mit isst, kommt es auch auf die Form an. Ich finde, Schnitze sehen am hübschesten aus. Diese werden zusammen mit ausreichend Wasser (so dass die Kartoffeln gerade bedeckt sind), beliebigen Kräutern (Salbei, Thymian, Oregano, Rosmarin…), Salz und einem guten Schuss Olivenöl gar gekocht.

Das Wasser abgießen, grobe Stiele, die man nicht essen kann, entfernen und noch einmal mit Salz, (buntem) Pfeffer, Zitronensaft und Olivenöl abschmecken. Vorsichtig wenden, sonst zerfallen die Kartoffeln.

Wenn etwas übrig bleibt, den Rest am nächsten Tag in Olivenöl anbraten. Einen Dip und einen bunten Salat dazu, fertig.

Kartoffelgratin
Da gibt es auch die verschiedesten Varianten. Vor allem scheuen viele die Kalorien. Gerade deshalb finde ich mein Rezept so gut. Weil es verhältnismäßig kalorienfreundlich ist, ohne geschmacklich Abstriche zu machen. Es kommt ohne Käse aus. Ich mag prinzipiell nichts, was mit Käse überbacken ist…

  • 1 Kilogramm Kartoffeln, festkochend
  • 1/4 Liter Milch (1,5%)
  • 1/4 Liter Sahne
  • 1 Zehe Knoblauch, fein gehackt
  • Salz
  • Pfeffer
  • Muskatnuss

Den Backofen auf 180 Grad vorheizen (Ober- und Unterhitze). Die Kartoffeln schälen und roh mit der Gemüsereibe oder einem Küchenmaschinen-Aufsatz in sehr feine Scheiben schneiden. Je feiner, desto besser. Schuppenförmig in einer gut gebutterten Auflaufform anrichten.
Milch, Sahne, Knoblauch und Gewürze mischen und über die Kartoffeln gießen. Das Gemisch kräftig abschmecken.

Für etwa 1 Stunde in den Ofen schieben. Nach 50 Minuten kann man den Backofen bereits ausschalten und bei geschlossener Tür das Gratin noch ruhen lassen. Man sieht es an der appetitlichen Bräunung, wenn das Gratin fertig ist.

Durch das Sahne-Milch-Gemisch hält sich der Schaum, der beim Backen langsam aufsteigt und gerne über die Form läuft, in Grenzen. Ist die Form ausreichend hoch, bleibt der Backofen in jedem Fall sauber.

Kartoffelpüree, klassich
Genau genommen handelt es sich um Kartoffelstampf, denn die gekochten Kartoffeln werden gestampft und nicht durch eine Presse gedrückt. Ich persönlich mag es, wenn noch ein paar Kartoffelstücke bleiben, das ist aber Geschmacksache. Alternativ funktioniert das Zerkleinern auch mit einem Handrührgerät. Auf keinen Fall mit dem Pürierstab arbeiten, weil sich so die Kartoffelstärke in Tapetenkleister verwandelt – in Farbe und Konsistenz!

Hierfür sind mehlig kochende Kartoffeln am besten geeignet. Diese schälen, in kleine Stücke schneiden und in ausreichend Salzwasser gar kochen. Das Wasser abgießen, ein Stück Butter zu den heißen Kartoffeln geben, Salz, Pfeffer und Muskatnuss, einen guten Schuss Milch und kräftig zerstampfen. Auch hier nehme ich wieder die kalorienfreundlichere Variante. Natürlich funktioniert es fast noch besser mit Sahne, da die Konsistenz cremiger wird, aber der Geschmacksunterschied ist für mich nicht so relevant, dass sich die Kalorienbombe lohnt. Oder man nimmt halb Milch, halb Sahne…
Wieviel Flüssigkeit in Form von Milch oder Sahne man zugibt, ist Gefühlssache. Einfach vorsichtig anfangen und nachgießen, wenn die Konsistenz noch zu fest ist.

Ich richte gern mit Servierringen an, das sieht ansprechender aus und ist immer ein Hingucker. Noch etwas Muskatnuss darüber reiben, fertig.

Kartoffelpüree, mediterran
Hier handelt es sich einfach um eine Abwandlung des klassischen Stampfes. Mehligkochende Kartoffeln in Stücke schneiden, in Salzwasser garen.

Das Wasser abgießen und mit Zitronensaft, Salz, Pfeffer und Olivenöl zerstampfen. Passt sehr gut zu Fisch und ist raffinierter, wenn man Gäste hat. Wer mag und wenn es passt, kann noch etwas Parmesan drüber reiben.

Alle aufgezählten Kartoffelgerichte sind für mich übrigens zusammen mit einem abwechslungsreichen Salat oder Gemüse ein perfektes Hauptgericht!