Beauty

Haare im Sommer – Welche Pflege ist jetzt gefragt?

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Dass die Haut im Sommer viel Pflege braucht, das wissen wir nur zu gut. Doch der Schutz der Haare kommt oft zu kurz und dann wundern wir uns, warum Waschen und die gewohnte Pflege mit Conditioner und Kur nicht mehr zum gewünschten Ergebnis führen, die Haare nicht mehr glänzen, spröde sind und die Konsistenz von Stroh haben.
So sehr wir die Sonne auch brauchen, für unsere Gesundheit und unsere Laune, aber sie ist mit Vorsicht zu genießen! Sonnenschutz ist oberstes Gebot, auch oder gerade für die Haare!

Der beste Schutz vor den UV-Strahlen und vor allem auch am einfachsten wäre es, das Haar mit einem Hut, einer Kappe oder einem Tuch zu schützen. Ich gebe zu, das mache ich auch nicht… Irgendwie sieht man meist nur ältere Damen oder Herren, die Mut zum Hut beweisen… Obwohl ich ganz tolle, lässige Strohhüte habe, in allen Farben und im Cowboy-Style, die sehen echt toll aus und wären für manches Styling sogar noch ein i-Tüpfelchen, ich setze sie partout nicht auf… Aber ich gehe ja auch nicht soooo oft in die Sonne und trage oft einen Dutt, so sind zumindest die Haarspitzen geschützt…

Äußere Einflüsse wie tägliches Fönen, Glätten, Rückstände von Styling-Produkten stressen und schädigen das Haar ohnehin schon genug, geschweige im Zusammenspiel mit UV-Licht! Glätten lässt sich die Haarstruktur mit intensiver Feuchtigkeitspflege: Inhalstoffe wie Argan-Öl reparieren, Klettenwurzel-Haaröl pflegt trockene Kopfhaut. Einfach mal im Drogeriemarkt nach Mitteln mit diesen Inhaltsstoffen stöbern, denn ich kann da keine ultimative Empfehlung geben. Bezüglich Haarpflege bin ich auch ständig auf der Suche.
Ganz wichtig: nach jeder Haarwäsche Spülungen oder Kuren ins Haar geben. Hier kann ich allerdings eine Empfehlung geben, denn diese Kur rettet mich gerade über den Sommer: 2 in 1 reparierende Maske von Yves Rocher (enthält Agave aus Bioanbau und Jojobaöl). Man merkt schon nach ein paar Sekunden nach dem Auftragen, dass aus widerspenstigem Stroh geschmeidige Seide wird.
Ein weiterer Trick: vorm Shampoonieren Conditioner in die Haarspitzen massieren, das wirkt wie ein Schutzfilm gegen schäumende Sulfate.

Die Haarspitzen sind der älteste und damit strapazierteste Teil unseres Schopfes. Ein ausgedehnter Urlaub mit viel Sonne, Salzwasser und Wind gibt den Haaren den Rest. Hier hilft ein Spitzenserum, das täglich ins Haar geknetet wird.

Ganz wichtig: Wer nicht gerne Bademütze trägt, sollte vorm Eintauchen ins Chlorwasser nicht nur den Körper, sondern auch die Haare mit chlorfreiem Wasser abduschen. Denn nasse Haare können nicht mehr so viel Chlorwasser aufnehmen und trocknen dadurch weniger aus.
Nach dem Baden sollte das Haar generell sofort mit Süßwasser gespült werden, denn: das Wasser verdunstet. Dabei bleibt das darin gelöste Salz zurück und kristallisiert auf Haaren und Kopfhaut. Dort wirkt es wie ein Löschblatt, das Feuchtigkeit und Salz aufsaugt. Zusätzlich wirken die Salzkristalle wie Brenngläser, können somit die UV-Strahlung und Hitzewirkung der Sonne verstärken und zur Zerstörung von Pigmenten und Kreatinbindungen im Haar führen. Folge ist, dass das Haar brüchig wird und das Salz dem Haar die Feuchtigkeit entzieht, die es für die Geschmeidigkeit braucht.

Trockenes Haar und Spliss sind das ganze Jahr über ein Thema, aber durch den UV-Stress im Sommer noch mehr. Wenn das Haar zu trocken ist, bekommt es von der Wurzel zu wenig Fett in die Längen und Spitzen. Hier hilft eine tägliche sanfte Bürstenmassage mit einer Paddlebrush, um das Fett der Kopfhaut ins Haar zu transportieren. Da kommen mir doch gleich die 100 Bürstenstriche pro Tag in den Sinn, wie es schon die Großmutter empfohlen hat…

Im Sommer sollte man nicht allzu oft zum Fön greifen. Mit der Sonne, dem Meer- und Chlorwasser haben die Haare bereits genug zu kömpfen. Haare öfter mal lufttrocknen lassen… Schön daher gesagt, denn meine Haare sehen ohne Fön und Rundbürste aus wie Kraut und Rüben… Aber vielleicht für euch eine Option!
Der Pferdeschwanz ist eine oft gesehene Sommerfrisur, bei der es aber folgendes zu beachten gibt: vor allem Haargummis mit Metallschließen schaden den Haaren, in dem sie stark aufrauen. Sind die Haare zu straff gebunden, kann das zu ausgerissenen und abgebrochenen Stellen im Haar führen. Sieht man aber auch gar nicht mehr so oft, denn die telefonschnurartigen Haargummis fehlen in gefühlt keinem Styling-Repertoire mehr. Außerdem sollen die Samtpuschel wieder in sein, die in den 90er Jahren jeden Pferdeschwanz geziert haben… Natürlich auch den meinigen, ich habe das reichhaltige Sortiment mittlerweile entsorgt, weil ich nie im Leben gedacht hätte, dass dieser Trend jemals wieder kommen würde. So kann man irren.
Oder wie wäre es mit einer lockeren Flechtfrisur und das Ende statt mit einem Haargummi mit einem Band fixieren.

Zum Schluss noch ein Geheimtipp von mir, beziehungsweise meiner treusorgenden Lieblingsfrisörinnen Esra und Sadschia, der für Blondinen oder blonde Strähnchen gilt… Damit das Blond im Sommer nicht gelbstichig wird, mindestens einmal im Monat die Haare mit einem Silbershampoo waschen. Das findet man in jedem Drogeriemarkt oder beim Frisör. Dort sollen sie laut Stiftung Warentest hochwertiger und stärker pigmentiert sein. Am besten gleich ein großes Paket Einmalhandschuhe mit besorgen, denn die intensiv lilafarbenen Pigmente färben auf die Haut ab. Das wäscht sich zwar ganz schnell wieder ab, aber so geht man eben auf Nummer sicher…

Zukünftig werdet ihr also hoffentlich keinen bad-hair-day mehr haben und den Sommer in vollen Zügen genießen… Haare gut, alles gut!

Model: Adriana Sneider (https://www.instagram.com/adrianasneider)

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