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Sommerrollen – Klappe, die zweite…

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Bereits im Sommer letzten Jahres habe ich ein Rezept für Sommerrollen gepostet. Damals waren sie meine Neuentdeckung, seither essen wir sie im Schnitt einmal wöchentlich – mein Mann, Paul und ich. Sind ja schnell gemacht… Langweilig? Nein, denn ich probiere ständig neue Füllungen aus. Wie Reis oder Kartoffeln, habe ich inzwischen Reispapier und Glasnudeln vorrätig, der Rest ergibt sich. Was gerade da ist, weg muss oder was die Saison gerade her gibt. Dadurch ergeben sich ganz oft geniale Inhalte. So geschehen gestern, weshalb ich eine Nachtschicht eingelegt habe, um das Ganze bildlich zu dokumentieren und euch nicht vorzuenthalten.

Gefüllte Sommerrollen, der Mix macht’s

Meine ersten Sommerrollen waren traditionell mit Glasnudeln und Gemüsestücken gefüllt. Haben auch ihren Reiz, sind so eher knackig.
Seit ich vegan bin, bin ich nicht nur sehr viel kreativer und experimentierfreudiger geworden, sondern auch sensibler für Konsistenzen. So macht es in der Tat einen himmelweiten Unterschied, ob die Karotte zum Beispiel in schmale Streifen geschnitten, in dünne Scheiben gehobelt oder fein geraspelt wird. Beim Sandwich ist mir das zum ersten mal aufgefallen…


Auf jeden Fall habe ich hier die komplette Füllung geraspelt – Radieschen, Äpfel und Karotten. Auch den Glasnudeln habe ich mit etwas Tamarisauce, Sesamöl und Gomasio mehr Leben eingehaucht. Man braucht fast keine Erdnusssauce mehr, weil die Sommerrollen durch die verschiedenen Aromen der Füllung schon einen sehr guten Eigengeschmack haben. Aber das i-Tüpfelchen bleibt sie natürlich und das Ergebnis schmeckt so auch cremiger und harmonischer.

Beim Testessen mit meinem Mann fehlte ihm der Tofu, den er letztes Jahr um die Zeit noch banausenmäßig und verächtlich ‚Torfu‘ genannt hat. Mittlerweile darf er nirgendwo mehr fehlen, ob als Suppeneinlage, im Sandwich oder Curry. Also habe ich in die Endfassung, die ich schließlich hier poste, frittierten Tofu gepackt. Ich bräuchte ihn nicht unbedingt, aber natürlich passt er sehr gut und rundet das Endergebnis als vollwertiges Essen ab.

Rezept für Sommerrollen mit Apfel, Radieschen und Karotte

(für 8 bis 12 Stück, 3 bis 4 Personen)

Zutaten:

  • 8 bis 12 Reispapierblätter (22 cm Durchmesser)
  • 100 g Glasnudeln
  • 1 EL Sesamöl
  • 1 TL Tamarisauce
  • 1 EL Gomasio (Gewürz aus geröstetem Sesam und Meersalz)
  • 3 mittelgroße Möhren
  • 2 kleine Äpfel
  • 1 Bund Radieschen
  • 1 Bund Frühlingszwiebeln
  • 1/2 Bund Minze
  • ca. 1 TL Chipotle Chili
  • 200 g Tofu natur
  • 1 Rezept Erdnussauce

Zubereitung:

Für die Sommerrollen die Glasnudeln nach Packungsanweisung zubereiten. Mit Tamarisauce, Sesamöl und Gomasio mischen.
Die Möhren, Äpfel und Radieschen fein hobeln, die Frühlingszwiebeln in Ringe schneiden.
Den Tofu in Scheiben schneiden und kurz in heißem Öl frittieren (max. 2 Minuten).

Kaltes Wasser in eine große Schale füllen und jeweils ein Reispapierblatt für etwa 5 Sekunden eintauchen.

Schritt 1: Alle Zutaten auf der unteren Hälfte des Reispapiers stapeln

Dieses dann auf eine saubere Arbeitsfläche legen und die untere Hälfte mit allen Zutaten belegen. Wer es gerne (leicht) scharf mag, dem empfehle ich eine Prise Chipotle Chili über die Füllung zu streuen.

Schritt 2: Die untere Seite des Blattes über die Füllung klappen

Die untere Seite des Reispapieres über die Füllung schlagen und sie zusammendrücken, damit die Rolle nachher schön kompakt wird.

Schritt 3: Die beiden Seiten nach innen klappen

Das Minzeblatt oberhalb der Füllung platzieren. Nun die rechte und die linke Seite einklappen und etwas fest drücken.

4. und letzter Schritt: Die Rolle fertig aufwickeln

Von unten nach oben mit leichter! Spannung zu einer Rolle aufwickeln und die Enden andrücken.
Mit den restlichen Reispapieren und der Füllung genauso fortfahren.

Sommerrollen mit Erdnusssauce anbieten. Beides schmeckt am besten bei Zimmertemperatur.
Reste kann man notfalls ein bis zwei Tage im Kühlschrank aufbewahren, allerdings sollte man sie mindestens eine halbe Stunde vorm Anrichten herausholen.

2 Kommentare

    • Heike Ermel

      Liebe Monika,

      das freut mich sehr! Unbedingt Bescheid geben, wenn es geklappt hat. Ich weiß ja nicht, ob es immer so verständlich ist, was ich da schreibe ;-))) Aber es wirklich kein Hexenwerk…

      Liebe Grüße
      Heike

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